Was vom Tage übrig blieb

Patienten-Management, Google-Management und Crowdworker-Management

Ein Krankenhaus braucht Nachhilfe bei IT und Datenschutz, Crowdworker gelten in Deutschland nicht als Arbeitnehmer und mit dem Abgang der Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin beginnt (vielleicht) eine neue Ära. Die besten Reste des Tages.

Fernsehturm Beherlin
Das Foto des Fernsehturm ist heute mit einer Portion Mondromantik garniert.

Geldbuße gegen Krankenhaus aufgrund von Datenschutz-Defiziten beim Patientenmanagement (datenschutz.rlp.de)
Ein Krankenhaus in Rheinland-Pfalz soll eine Geldbuße von 105.000 Euro wegen Verstößen gegen die Datenschutzgrundverordnung zahlen. Auslöser war eine Patientenverwechslung, berichtet der Landesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit. Ein Fehler bei der Aufnahme hatte dazu geführt, dass ein Patient die Rechnung eines anderen erhalten habe, inklusive medizinischer Details. Das wiederum habe „strukturelle technische und organisatorische Defizite des Krankenhauses beim Patientenmanagement“ offenbart.

Arbeitsgericht: Crowdworker ist nicht fest angestellt (Heise/dpa)
Crowdworker in Deutschland können sich kaum auf rechtlichen Schutz verlassen: In zweiter Instanz hat heute das Landesarbeitsgericht München entschieden, dass Crowdworker selbstständig sind und damit nicht als Arbeitnehmer gelten – selbst wenn ein erheblicher Teil des Einkommens aus der Tätigkeit stammt, die eine Online-Plattformen den Arbeiter:innen zuschanzt. Laut bestehender Gesetzeslage, schreibt das Gericht, könne „der Kläger die Schutzvorschriften für Arbeitnehmer“ nicht beanspruchen. Wegen grundsätzlicher Bedeutung wurde die Revision zum Bundearbeitsgericht zugelassen.

Era Ends for Google as Founders Step Aside From a Pillar of Tech (New York Times)
Die beiden Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin zogen sich seit 2015 immer mehr vom operativen Geschäft zurück. Nun überlassen sie dem bisherigen Google-Chef Sundar Pichai auch den Chef-Posten der Konzernmutter Alphabet – fast schon eine Zeitenwende. Zugleich reißen die Auseinandersetzungen mit aufmüpfigen Google-Mitarbeitern nicht ab: Vier kürzlich entlassene Aktivist:innen haben angekündigt, sich gegen ihre Kündigung gerichtlich zur Wehr setzen zu wollen.

Jeden Tag bleiben im Chat der Redaktion zahlreiche Links und Themen liegen. Doch die sind viel zu spannend, um sie nicht zu teilen. Deswegen gibt es jetzt die Rubrik „Was vom Tage übrig blieb“, in der die Redakteurinnen und Redakteure gemeinschaftlich solche Links kuratieren und sie unter der Woche um 18 Uhr samt einem aktuellen Ausblick aus unserem Büro veröffentlichen. Wir freuen uns über weitere spannende Links und kurze Beschreibungen der verlinkten Inhalte, die ihr unter dieser Sammlung ergänzen könnt.

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Eine Ergänzung
  1. Der Datenschutzbeauftragte in RLP verzichtet selbst darauf, die Namen zu nennen; anders als andere Datenschutzbeauftragte!

    Schlamperei mit Patientendaten Geldbuße gegen Mainzer Uniklinik verhängt
    Wegen schlampigen Umgangs mit Patientendaten hat der Landesdatenschutz-Beauftragte eine Geldbuße von 105.000 Euro gegen die Mainzer Uniklinik verhängt. Die Klinik betont nun, dass niemand zu Schaden gekommen sei.

    https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/Datenschutzbeauftragter-verhaengt-Strafe-Hohe-Geldbusse-wegen-Schlamperei-mit-Patientendaten,geldbusse-fuer-klinik-100.html

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