Technologie

Bevölkerung wünscht sich mehr Regulierung für Künstliche Intelligenz

Die Öffentlichkeit steht dem Einsatz sogenannter Künstlicher Intelligenz skeptisch gegenüber. Das hat eine Umfrage des Weltwirtschaftsforums in 27 Ländern ergeben, die gleichzeitig eine PR-Aktion ist.

Roboter am Klavier
Gegen einen klavierspielenden Roboter ist eigentlich nichts einzuwenden. Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Franck V.

„Sorgen sie sich um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz?“ In einer Umfrage im Auftrag der Stiftung Weltwirtschaftsforum (WEF) antworteten 41 Prozent der Befragten mit Ja.

Das Umfrageinstitut Ipsos hatte im Auftrag der WEF mehr als 20.000 Menschen in 27 Ländern befragt, darunter Deutschland, USA, Australien, China und Saudi-Arabien. 48 Prozent der Befragten sagten, der Einsatz entsprechender Technologien solle besonders bei Firmen strenger reguliert werden als bislang. 40 Prozent wünschten sich strengere Regeln für Regierungen, die KI einsetzen.

Das WEF hebt hevor, dass es in den Ergebnissen kaum Variationen nach Geschlecht, Alter, Einkommen oder Bildungsniveau gegeben habe. Männer seien demnach ebenso besorgt wie Frauen, Menschen unter 35 ebenso wie 50-Jährige, Menschen mit niedrigeren Abschlüssen ebenso wie solche mit höherer formaler Bildung. Sie alle forderten mehr Regulierung und striktere Regeln für den staatlichen Einsatz der Technologien.

Repräsentativ und PR-effektiv

Laut Ipsos ist die Umfrage repräsentativ für die durchschnittliche Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter. Nachprüfen lassen sich die Ergebnisse kaum, auch findet man keine Aufschlüsselung nach Ländern. Das WEF hat nur sehr selektive Auszüge der Umfrage veröffentlicht.

Macht aber nichts, die Umfrage ist ohnehin vor allem eine PR-Aktion für das jährliche Treffen der „New Champions“, das derzeit in der chinesischen Hafenstadt Dalian stattfindet. Hier treffen sich zeitversetzt zum großen Treffen in Davos vor allem Unternehmen aus schnell wachsenden Volkswirtschaften wie China und Indien sowie andere Tech-Pioniere.

Eine Ergänzung
  1. Einerseits steht hier natürlich die Frage im Raum was der Staat mit KI machen kann, nämlich Überwachen bzw. Sie zur Zensur/Kontrolle einzusetzen. Siehe China.

    Zum anderen auch welche Auswirkungen Sie auf den Arbeitsmarkt hat, in einer Gesellschaft die durch Technik immer produktiver wird steigt auch der Druck auf viele Arbeitnehmer immer weiter an, in Vielen Branchen wie Banken und Finanzdienstleistungen etc lassen sich ja sehr viele Arbeitsplätze weg digitalisieren- Dürfte in vielen Branchen gerade in der Verwaltung in Zukunft ein Thema werden. Erreicht die KI hier einen neuen Entwicklungsstand würden sich da noch ganz andere Optionen ergeben.

    Für viele ist der Arbeitsplatz eben wichtig für die gefühlte Sicherheit und Identität und wenn der zu wackeln beginnt, dann sorgt das für Verunsichertun. Ein Thema das mir gerade in der Digitalpolitischen Debatte viel zu wenig diskutiert wird.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.