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Netzpolitik.org-Podcast 149: Zivile Drohnen – Wer soll wo fliegen dürfen?

Wir sprechen im Podcast mit dem Anthropologen und Dokumentarfilmer Adam Fish über die neuen Möglichkeiten für dokumentarische oder aktivistische Projekte, bei denen kleine zivile Drohnen zum Einsatz kommen. Die Flieger zeigen uns einen einmaligen Blickwinkel auf die Welt, können zugleich aber eine nie gekannte Form der Überwachung mit sich bringen.

Ein Polizist schießt während Protesten gegen die Dakota Access Pipeline auf eine filmende Drohne. Alle Rechte vorbehalten Screenshot

Sie sind noch immer auf dem Vormarsch: kleine zivile Drohnen in immer mehr Bauformen und Preisklassen. Was Aktivisten mit ihnen anstellen, was sich damit filmen und beobachten lässt und welche neuen Ideen und Aktionsformen möglich werden, darüber sprechen wir im 149. netzpolitik.org-Podcast mit Adam Fish. Er berichtet von Drohnenprojekten auf mehreren Kontinenten, die oft mit Umwelt- oder Nachhaltigkeitsfragen in Zusammenhang stehen. Doch wem gehört eigentlich der Himmel, in dem sie fliegen?


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Seit immer mehr dieser kleinen Drohnen im Einsatz sind, haben sich regulatorische Fragestellungen ergeben, auf die im Podcast eingegangen wird. Und Probleme entstehen auch von ganz anderer Seite, etwa wenn Protestaktionen von polizeilichen Drohnen überwacht werden. Adam berichtet von seinen mannigfaltigen Erfahrungen mit Drohnenprojekten und gibt Einblick darin, wie er sich die Zukunft vorstellt.

Dr. Adam Fish ist Anthropologe und Dokumentarfilmer. Er ist Senior Lecturer im Soziologie-Department der Lancaster-Universität und derzeit Gastwissenschaflter am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft in Berlin. Er erforscht, wie Aktivisten und Industrie mit digitalen Technologien experimentieren und umgehen und ist Autor mehrerer Bücher. Im Moment arbeitet er an seinem neuen Buch Drone Justice. Dafür arbeitete er über vier Jahre mit über siebzig zivilen Drohnenpiloten, Ingenieuren und Wissenschaftlern zusammen. Im letzten Jahr produzierte er zusammen mit Bradley Garret den experimentellen Drohnen-Kurzfilm Points of Presence, in dem sie versuchen, Glasfaserkabel und andere Informationsinfrastrukturen im Nordatlantik sicht- und erfahrbar zu machen. Im Guardian schrieben Garret und Fish über gesetzliche Regelungen weltweit, die es Bürgerinnen und Journalistinnen schwer machen, Drohnen frei zu benutzen, und setzten sich für freien Zugang zur Atmosphäre als Allmende ein.

Hier ist die mp3-Datei des netzpolitik.org-Podcasts Nummer 149, mit Musik von Stil & Bense. Der Podcast ist in englischer Sprache.


Wir bieten alternativ auch eine ogg-Datei an. Hier ist übrigens unser Netzpolitik-Podcast-Feed.

Hier ist der Film Points of Presence, über den wir im Podcast sprechen:

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