Export von Spähsoftware: Israelische Firma hackte Journalistenhandy, um Kunden an Land zu ziehen

(Symbolbild) Gemeinfrei-ähnlich freigegeben durch unsplash.com Chris Nguyen

Laut einem Bericht der New York Times hat die NSO Group, eine israelische Cyber-Intelligence-Firma, das Telefon des Journalisten Adbulaziz Alkhamis gehackt, um die Vereinigten Arabischen Emirate von einem Kauf ihrer Spionagesoftware zu überzeugen. Diese Informationen entstammen E-Mails, die im Zuge eines Gerichtsverfahrens gegen die NSO Group veröffentlicht wurden. Die Klagenden werfen der NSO Group vor, sich aktiv an illegaler Spionage zu beteiligen.

Wie die New York Times berichtet, ist das Verfahren Teil weltweiter Bemühungen von Menschenrechtsgruppen, gegen das Aufrüsten im digitalen Raum vorzugehen. Nach Ansicht der Gruppen führt fehlende Transparenz und Aufsicht zu weitreichendem Missbrauch der Spionagetechnologien. Die NSO Group betont, dass sie ihre Software nur an Regierungen verkaufe, die zugestimmt hätten, diese ausschließlich gegen Kriminelle einzusetzen. Die nun veröffentlichten Dokumente zeigen aber Gegenteiliges, berichtet die Times:

Im Fall der Vereinigten Arabischen Emirate argumentieren die Kläger, dass ein Angestellter der NSO Group versucht habe, auf Wunsch ihrer emiratischen Kunden ausländische Regierungsbeamte auszuspionieren – und dabei erfolgreich die Telefonate eines Journalisten aufnahm. [Eigene Übersetzung]

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