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Doku über Vorhersage-Software: Das Ende des Zufalls

Digitaler Speicher mit Bandlaufwerken, je 8,5 Terabyte. CC-BY-NC-ND 2.0 ECMWF

In einer Wissenschaftsdoku hat sich 3sat mit Software beschäftigt, die mit Hilfe von Verarbeitung großer Datenmengen versucht, Ereignisse vorausschauend zu berechnen: „Das Ende des Zufalls – Die Macht der Algorithmen“. Weltweit kommen immer mehr Formen solcher Vorhersage-Software („Predictive Analytics Algorithms“) zum Einsatz, ob für polizeiliche Zwecke oder bei den großen Tech-Konzernen für Werbevermarktung und die Berechnung von Kredit- und Gesundheitsrisiken.

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Basis für die versuchten Vorhersage-Berechnungen ist die Datenflut, die wir alle bewusst und unbewusst erzeugen:

Beinahe alles wird erfasst und gespeichert. Im Jahr 2013 wurden so viele Daten produziert wie in der gesamten Menschheitsgeschichte zuvor: knapp viereinhalb Milliarden Terabyte. Jeden Tag kommen seitdem weitere 2,5 Millionen Terabyte hinzu. Über unsere Smartphones erzeugen wir laufend Daten über uns und unsere Umwelt. Sensoren und Kameras messen in Smartphones, Fahrzeugen und Computern wo wir gerade sind und was wir machen.

Neben den schier unendlichen Möglichkeiten, die von den Anbietern von Predictive-Policing-Software versprochen werden, macht die im Januar 2018 aktualisierte 3sat-Doku auch deutlich, wer sich noch alles in diesem Datenmarkt ein Stück vom Kuchen abschneiden will.

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8 Kommentare
  1. „The latest tapes can each contain 8.5 terabytes of uncompressed data“. klingt nach T10000D, die aufnahme ist ausm juli 2016. ich frag mich ob die diesen customer-blechhaufen heute noch im einsatz haben, oder ob das mittlerweile durch ne richtige tapelibrary ersetzt wurde.

    1. Die ursprüngliche Version ist wohl von 2015 und wurde jetzt aktualisiert. Ich hatte die damals nicht gesehen und fand sie heute in keiner Weise veraltet. Du?

      1. Wir leben nun mal in einer beschleunigten Zeit. Alles was älter als ein Jahr ist, ist alt. Das gilt für Handys, Fernseher und Lebenspartner usw. ;)

  2. Danke für den Verweis, hatte die durchaus sehenswerte Doku ebenfalls vorher noch nicht gesehen.
    Leider wiederholen sich in derartigen Dokus immer wieder die gleichen Themen und Personen, ähneln sich damit stark und zeigen nur wenig neue Blickwinkel auf.
    Zum Thema Ausbreitung von Infektionskrankheiten hätte ich mir trotzdem jedoch ein Interview mit Dirk Brockmann und nicht seinem Namensvetter Dirk Helbing gewünscht, der vor allem eher für die Analyse von Fußgängerbewegungen bekannt ist. Herr Helbing ist zudem leider weniger medienaffin und nicht unbedingt ideal für die Ansprache eines breiteren Publikums (an dieser Stelle muss ich an seinen „furiosen“ Auftritt bei TEDx denken: https://youtu.be/nsrRo9x0j80?t=19m)

    PS: Der Artikel erscheint unter dem Tag „3sat“, aber nicht in der internen Suche auf netzpolitik.org.

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