Youtube hat unlängst ein Tool vorgestellt, welches die Verpixelung von einzelnen Gesichtern auch in bewegten Bildern auf dem Videoportal erlaubt. Bislang konnten nur alle Gesichter eines Videos verpixelt werden. Um die Einzel-Verpixelung zu bewerkstelligen, nutzt Youtube ausgerechnet eine verbesserte Gesichtserkennung: Hier wird ein besserer Datenschutz mit Überwachungtechnologie umgesetzt. Das funktioniert so: Youtube schlägt nach dem Upload eines Videos Gesichter vor, diese können User auswählen und markieren, was dann zur Verpixelung führt.
Es gibt viele Situationen, bei denen das Verpixeln von Gesichtern in Videos sinnvoll sein kann. So kann beispielsweise das Recht am eigenen Bild von fremden Personen, die aus Versehen im Urlaubsvideo auftauchen, gewahrt werden. Verpixelung kann auf Demonstrationen oder politischen Aktionen die Identität von Menschen verbergen. Das ist insbesondere in repressiven Regimen wichtig, schützt aber auch hierzulande vor unnötiger Datensammelei durch Behörden und Geheimdienste. Weitere Gründe für das Verpixeln hat das Blog bei Witness.org gesammelt.
Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte Gesichter in Videos immer schon vor dem Upload auf eine Plattform im Internet verpixeln. Die Markierung von Gesichtern kann einerseits einen Hinweis auf besonders zu schützende Personen geben, auf der anderen Seite legt Youtube nicht offen, ob es frühere und damit unverpixelte Versionen der Videos vorhält, die dann im Zweifelsfall an Ermittlungsbehörden herausgegeben werden müssen.

