Linkschleuder

Befragung: Wie schnell ist Dein Internet wirklich?

Viel zu oft geht es auf der, äh, Datenautobahn gemächlich zu. All rights reserved WEB AGENCY

Dass deutsche Netzbetreiber üblicherweise nicht die Internetgeschwindigkeit liefern, für die Kunden bezahlen, ist allgemein bekannt und für Viele ein tägliches Ärgernis. Nur jeder achte Nutzer erhält tatsächlich die versprochene Bandbreite, stellte die Bundesnetzagentur in ihrem letzten Jahresbericht fest.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Eine wissenschaftliche Untersuchung will nun weitere Daten sammeln, um mehr Licht in diesen immer noch recht intransparenten Bereich zu bringen – schließlich weisen viele Netzbetreiber diese Vorwürfe zurück und schieben den schwarzen Peter oft den Kunden zu. Auf die persönlichen Erfahrungen der Nutzer zielt die von der Mercator School of Management der Universität Duisburg-Essen durchgeführte Umfrage ab, die etwa zehn Minuten Zeit in Anspruch nimmt.

Ihre Unterstützung durch Ausfüllen unseres Fragebogens ist unverzichtbar, damit wissenschaftlich fundierte Empfehlungen für die Politik und Festnetzbetreiber erarbeitet werden können, wie man Endkunden am besten über die Qualität ihres Festnetzanschlusses zum Internet zuhause informieren sollte.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
7 Kommentare
  1. Nirgendwo wird so viel gelogen wie beim Geld, Sex und dem Internet ;-).
    Mal im Ernst. Ich habe Zuhause ein super DSL,
    jedoch ist das wohl mehr einem glücklichen Zufall geschuldet.
    Was im Bergischen Land im Mobilfunknetz so geht,
    oder besser nicht geht, ist ein Tal der Tränen.
    Selbst mit den Telekomikern statt O² (E-Plus),
    komme ich nicht aus dem Tal der Tränen heraus.
    Da hilft mir auch kein Breitbandatlas …
    Die verfügbaren Netze hängen ja auch von der Händi-Technik ab …
    Was wirklich gut funktioniert, weiß ich bis Heute nicht.
    Selbst bei eine App zur Bemessung der Bandbreite,
    bekomme ich am Ende keine Ergebnis zu den örtlichen Möglichkeiten.
    Es wirkt wie ein Kartell der Informationsverschleierung.

  2. Ich habe spaßeshalber die Umfrage mitgemacht und sofort musste ich feststellen, dass wichtige (technische) Fragen überhaupt nicht erhoben werden:
    – Lässt sich Ihr Anschluss von außen über IPv4 erreichen? (DS-Lite)
    – Wird IPv6 durch Ihren Anbieter unterstützt?
    – Sind Sie mit der Empfangsqualität abseits der Geschwindigkeit zufrieden? (Verbindungsabbrüche)
    – Bietet Ihr Anbieter symmetrische Bandbreite oder gibt es eine künstliche Verknappung des Uploads (asymmetrisch)?
    – Wie häufig musste der technische Dienst Fehler beheben (vor Ort/remote)?

    Ohne diese Fragen entsteht doch kein Gesamtbild. Schade.

    1. Damit triffst du genau den gegenteiligen Punkt meines Kommentars: viele der Fragen sind für Leute ohne Hintergrundwissen vollkommen unbeantwortbar. Ob es gerade mein Browser, meinee CPU, mein RAM, meine Netzwerkkarte, mein Router oder mein Anschluss oder die besuchte Seite ist, was das „Internetgefühl“ für mich langsamer als erhofft macht, weiß doch niemand, der nicht permanent irgendwelche Ressourcenmonitore mitlaufen hat. Geschweige denn, dass sich irgendjemand, der nicht explizit Wünsche an die Uploadbandbreite hat, ne Ahnung hat, wie hoch die ist.
      Der Fragebogen ist weder inhaltlich ausführlich genug für diejenigen, die das beurteilen können, noch methodisch gut genug, um irgendwelche sinnvollen Schlüsse daraus zu ziehen.

      1. Elends-1und1 hat über Monate unter 50% der versprochenen Leistung geliefert. Da habe ich durchaus regelmäßig die Breitbandmessung gemacht, um nach ein paar Wochen fundiert fristlos kündigen zu können. Leider ist mir 1und1 zuvor gekommen und lieferte irgendwann ca. 60%. Deshalb bin ich jetzt bei Unitymedia, die die restlichen Zwangsmonate bezahlen.

  3. Mein alter 32-bit-Rechner schafft mit DSL50 zw. 29 und 42 MBit während der neue 64-bit-Rechner zeitgleich auf 42-56 MBit kommt. Wobei „neu“ jetzt auch schon wieder 5 Jahre sind. Der Unterschied bei Bildaufbau und Videostreaming ist gewaltig. Manch alte Mühle kann die Leitungskapazität gar nicht nutzen.

    Wer dauerhaft mit zu geringen Datenraten kämpft, sollte mal probehalber etwas anderes anstöpseln. Mit der richtigen Hardware stimmen bei mir die Werte.

    1. Viel interessanter finde ich einen zeitlichen Verlauf der verfügbaren Bandbreite und Reaktionsgeschwindigkeit. Gerade zum Feierabend sinkt die Bandbreite auf 10% der 50Mbit (reicht gerade noch für HD Stream) obwohl sie sonst irgendwo zwischen 70-90% liegt.
      Gleichzeitig steigt die DNS Antwortzeit des Anbieters von ~30-50ms auf über 200ms.
      Da sieht man deutlich das wichtige Teile der Infrastruktur verbessert werden müssen.

      Upload Bandbreite wünsche ich mir mind. 50% vom Download.

      Cheers

      1. Ich empfehle die Nutzung von unabhängigen DNS-Servern, z.B. vom OpenNIC project: https://www.opennic.org/. Das ist gerade auch im Hinblick auf Zensur via DNS sinnvoll. Diese Art der Zensur ist zwar auf EU-Ebene erst vor ein paar Tagen in den Gesetzgebungsprozess eingebracht worden zu sein, aber zumindest ist schon mal vorgesorgt. Interessant wäre noch, was OpenNIC in Bezug auf privatisierte Zensur macht (z.B. Registrar enzieht Domain wegen Schikanen der Copyright-Industrie).

        > 10% der 50 Mbit

        Leider sehe ich keinen Ausweg aus dem kuperfarbenen DSL-Schlamassel (abgekürzt DSLAM). Kabel ist zwar ganz nett, aber Glasfaser ist der einzige *richtige* Weg.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.