UN-Menschenrechtsbeauftragter spricht sich gegen Entsperrung von iPhone aus

Im Streit mit dem FBI hat Apple Unterstützung bekommen. Die Ermittlungsbehörde will vor Gericht den Hersteller zur Entschlüsselung des iPhones eines Attentäters zwingen.

UN-Menschenrechtsbeauftragter Zeid Ra’ad Al Hussein warnte nun, der Fall könne „extrem schädliche Auswirkungen für die Rechte von Millionen Menschen haben – auch für ihre physische und finanzielle Sicherheit“. Hussein befürchtet die Schaffung eines Präzendenzfalls, der Technikkonzernen die Möglichkeit des Schutzes ihrer Nutzerdaten nähme.
Bereits vergangenen Dienstag gab FBI-Direktor James Comey zu, dass das Verfahren als Wegbereiter für weitere Fälle tauge. In einer Anhörung vor dem US-Kongress korrigierte er seine letzte Woche getätige Aussage, in der er dem Fall einen Präzedenzstatus absprach.

Bislang weigert sich Apple, einer richterlichen Anordnung Folge zu leisten und dem FBI bei der Entschlüsselung des iPhones von San Bernardino-Attentäter Sayed Farook zu helfen.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

Eine Ergänzung

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.