Laut eines Berichts der Mitteldeutschen Zeitung wurde auf Computern des Verfassungsschutz Sachsen-Anhalts Ransomware entdeckt. Ransomware verschlüsselt die Daten von Rechnern, gegen Zahlung eines Lösegeldes können diese wieder entschlüsselt werden:
In der Folge des Befalls mit dem Verschlüsselungs-Trojaner am 14. April wurden einen Tag später sämtliche internetfähigen Rechner des Verfassungsschutzes vom Netz genommen. Es handelt sich dabei um die sogenannte „Session 1“. In ihr können alle Mitarbeiter unter den sonst auch üblichen Sicherheitsvorkehrungen im Internet surfen und E‑Mails schreiben. Da es den hauseigenen IT-Spezialisten nicht gelang, die Rechner zu säubern, wurde eine Spezialfirma beauftragt. Diese entdeckte dann die zweite, für die Arbeit des Nachrichtendienstes wesentlich problematischere Schadsoftware – da dieser damit selber ausgespäht werden kann.
Im Bericht der Mitteldeutschen Zeitung ist auch von einem Backdoor-Trojaner die Rede, über den Daten abgeflossen sein könnten. Verfassungsschutz-Chef Jochen Hollmann dementierte dies jedoch gegenüber der dpa.