Kultur

Leonhard Dobusch wird das Internet im ZDF-Fernsehrat vertreten

ZDF-Fernsehrat-BerufungNach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wurde per ZDF-Staatsvertrag die Verteilung der Vertreter im ZDF-Fernsehrat neu zusammen gesetzt. Neu ist u.a. dass das Land Berlin einen Vertreter aus dem Bereich „Internet“ ernennen soll. Das Land Berlin hatte als Nominierungsverfahren den Vereinen Chaos Computer Club (CCC), D64 – Zentrum für Digitalen Fortschritt e.V., eco – Verband der Internetwirtschaft und media.net berlinbrandenburg e.V. die Möglichkeit eingeräumt, eine/n Vertreter/in zu benennen.


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Das Nominierungsgremium hat sich für Leonhard Dobusch entschieden, der als Universitätsprofessor für Organisation an der Universität Innsbruck u.a. zum Management digitaler Gemeinschaften und transnationaler Urheberrechtsregulierung forscht und nebenbei fleißiger freier Autor bei uns ist.

Wir freuen uns, dass Leonhard Dobusch als Vertreter des Internets demnächst unsere Interessen im ZDF-Fernsehrat vertreten wird und wünschen viel Erfolg. Das ZDF kann neue Impulse in Richtung Internet und Offenheit dringend gebrauchen.

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14 Kommentare
  1. Na, das wurde ja auch höchste Zeit. Das Internet hat doch schon längst die Informationshoheit übernommen. Wer guckt denn heute noch Fernsehen?
    LG SUSI
    Was kommt eigentlich auf KIKA?

    1. Jeden Abend Sandmännchen, davor Dinotaps, danach jetzt Robin Hood, bis vor kurzem Der Kleine Prinz.

      Ja, ich bin Vater eines 4 jährigen und kenne mich da aus.

          1. Stimmt. Da haben also 3 Mini Lobby Vereine und der Lobbyverband der Digital Industrie einen Vertreter entsandt. Nicht gerade ein Abbild einer relevanten gesellschaftlichen Gruppe, oder gibt es da Allmacht Vertretungs -Wir sind das Internet – Fantasien ? Strange. Ich mein, da hat vermutlich der Skatclub Altona erheblich mehr Mitglieder.

          2. tja, lobbys kann man anscheinend nur durch lobbys bekämpfen? – klingt doof, isses auch!
            aber so ist das leben halt, widersprüchlich :/ wenigstens wird der ganze lobbyquatsch immer transparenter, freuen wir uns über die kleinen schritte :)

  2. Lieber Markus ‚Karteileiche bei den Grünen‘ Beckedahl, ein paar wesentliche und leider fast schon bitter ironische Details fehlen leider in obiger Meldung:

    1. Jenes Urteil, was dafür sorgte, dass der ZDF Fernsehrat neu besetzt werden musste, bemängelte u. a. den Einfluss von Politik und Parteien im Fernsehraten und wollte daher jenen Einfluss beschneiden.

    2. Die Regelung aus dem Land Berlin (beschlossen von der SPD/CDU-Regierungsmehrheit) jene 4 Organisationen zu beauftragten einen Menschen auszuwählen, hat bzgl. 1. ein ziemliches Geschmäckle, weil dort der SPD-nahe Verein D64 beteiligt ist.

    3. Und ausgerechnet aus Reihen dieses parteinahen Vereins soll nun ein Mensch entsendet werden. Wenn das mal nicht der Intention des Urteils widerspricht.

    Aber hey solche Fakten und Widersprüche könnten einen hier im Blog mitschreibenden Menschen in ein falsches Licht rücken. Und diese Aufsichtsgremien beim ö-r Rundfunk sich ja auch so super apolitisch. Und die Parteinähe vom Herrn Dobusch, wird nicht nur deutlich durch die Mitgliedschaft in der „SPD-nahen Denkfabrik D64“ (Zitat aus D64-PM) sondern auch durch die Beteiligung bei der Konferenz Momentum, die von den Sozen im EU-Parlament unterstützt wird.

    http://momentum-kongress.org/kongress/kongressteam

    https://d-64.org/mitglied/leonhard-dobusch/

    https://d-64.org/trotz-kabinettsbeschluss-stimmen-in-spd-gegen-vorratsdatenspeicherung-mehren-sich/

    1. Erstaunlich, dass dieser KOmmentar länger als 5 Miuten zu lesen ist. Sonst löscht Netzpolitik konsequent alle Kommentare, die Zweifel an der KOmpetenz von NP aufkommen lässt, oder krtisch die Lobby Rolle und Lobby Akteure dieses BLOGS aufgreift. Das ist insofern kritisch, da sich Politiker düe Netzpolitik ins Zueg gelegt haben, mit den Argument, hier würde „Auch“ journalistisch gearbeitet. Oder uninformierte Politiker verlinken zweifelhafte texte dieses Blogs auch gern mal unreflektiert. Leider ist es der Mühe nicht wert, sonst wäre ein NP Watchblog eine witzige uns interessante Sache.

  3. … damit sind die Interessen der Community erstmal befriedigt – oder doch nicht ganz?

    Im März 2014 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass „die Regelungen zur Zusammensetzung des Fernsehrats gemäß § 21 ZDF-StV […] in verschiedener Hinsicht gegen Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG“ verstoßen.[1] Das Gericht verpflichtete die Länder, bis spätestens zum 30. Juni 2015 eine verfassungsgemäße Neuregelung zu treffen.

    Was waren denn die verschiedenen Hinsichten? Wie kam es zu dem Unrat im ZDF-Fernsehrat?

    Was viel interessanter gewesen wäre, als diese einzelne Personalie, wäre eine Darstellung des Hintergrunds des BVG-Urteils gewesen, nebst Abgleich mit den laufenden Grabenkämpfen um den ZDF-Fernsehrat. Welche Interessengruppen kämpfen um Plazierungen im Rat und warum und mit welchen Mitteln?

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