DRadio Kultur: Breitband zu Robotik und Gesellschaft

Autos fahren von selbst. Schwere Lasten heben ist nicht mehr notwendig. Roboter übernehmen immer mehr Aufgaben in unserem Alltag. In der Sendung Breitband auf Deuschlandradio Kultur mahnt Jan-Peter Kleinhans von der stiftung neue verantwortung: „Technik ist niemals neutral – nie.“


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Hilfreiche und nützliche Entwicklungen finden sich all zu schnell in militärischen Verwendungen wieder. Dazu beeinflusst die Interaktion mit Robotern unser Sozialverhalten. Wie und an welchen Stellen sollen wir Roboter in unsere Gesellschaft, Rechtssystem und den Arbeitsalltag integrieren?

Die Seite zur Sendung auf Deutschlandradio Kultur findet ihr hier.
Hier ist die MP3.

4 Kommentare
  1. Hm, wenn das so weiter geht, werde ich keine mechanische Schreibmaschine mehr kaufen können.
    Wie will die neue Stiftung Verantwortung mit dieser Bedrohung umgehen?
    – Vielleicht bin ich etwas in der Zeit stehen geblieben. – Hauptsache der DenkTank sieht weiter als ich. –
    Zum Glück ist SIRI bisher nur ein Kinofilm. Viel besser, wenn erst darüber nachgedacht wird, ob mögliche Kinofilme solche SCI-Fiction überhaupt ins Kino bringen dürfen, oder?
    ET war auch sehr gefährlich, hat auch keiner gestoppt – zum Glück.
    Lieben Gruß SUSI

  2. Der Mensch hängt im Allgemeinen an seinem Leben und hat Bedürfnisse. Einem Roboter ist es gleichgültig, ob er mit Strom versorgt wird oder nicht.

    Ohne gesellschaftlichen Konsens werden langfristig sämtliche Arbeiten von Robotern verrichtet werden, solange dies wirtschaftlich ist. Hier liegt das Problem.

    Menschen sind auf Einkommen angewiesen, welches sie meist durch Verrichtung von Arbeit erlangen. In vielen Berufen werden Menschen in großer Zahl überflüssig. Das beliebte Argument, es würden dann an anderer Stelle ja andere Arbeitsplätze entstehen, ist der Versuch, das Problem vom Tisch zu wischen. Historisch betrachtet war es niemals möglich, bei Innovationen auch nur annähernd so viele Arbeitsplätze neu zu schaffen, wie verloren gegangen sind. Genau genommen waren es immer nur sehr wenige.

    Am Rande sei die Frage gestellt, wer denn die durch Robotik produzierten Güter noch kaufen kann, wenn breite Teile der Bevölkerung von Einkommensquellen abgeschnitten werden?

    Doch die existenzielle Frage stellt sich nicht nur für die „überflüssig“ Gewordenen. Ab einer kritischen Masse werden die Überflüssigen zum Problem für jede auch nur denkbare Staatsform. Daher sollte mit Überlegungen zur Entschärfung des Problems nicht gewartet werden.

    Wenn Investitionen Arbeitsplätze vernichten, kann kein verantwortungsvoller Staat untätig bleiben. Ein bewährtes Steuerungsinstrument sind noch immer Steuern und das Unterlassen von Subventionen in staatsschädigenden Bereichen.

    Wenn Robotik Menschen von gesundheits- oder lebensgefährliche Arbeiten entlasten kann, dann kann man das gerne als Fortschritt bezeichnen. Wenn Kapital-getriebene Investitionen Menschen jedoch die Lebensgrundlage entzieht, dann entsteht ein neues Zeitalter mit gewaltigem sozialen Sprengstoff.

    Wir brauchen dringend einen Diskurs über Nutzen und Gefahren von Robotik im Hinblick aus die gesellschaftliche Verträglichkeit dieser Technologie. Dabei könnte es nicht schaden, mal den Gedanken an eine Besteuerung von Robotik nicht sofort zurück zuweisen, wenn sie Arbeitsplätze überflüssig macht.

    1. Diese Diskussion geht wahrscheinlich wie so vieles auch zurück bis ins Mittelalter. Etwas wird aber gerne übersehen. Jeder „Fabrikant“ will seine Produkte natürlich auch verkaufen, um reich zu werden. Autos könnten schon heute vollautomatisch hergestellt werden, werden sie aber nicht, die Bänder sind voll mit Menschen, warum wohl …

      Das größte Problem bei diesem Roboterdingsbums ist, dass die Überwachungsnazis vom Staat ihre Finger nicht von den Daten lassen können, vergl. Verbindungsdaten und Aufenthaltsorte von Smartphones (Vorratsdatenspeicherung).

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