Wie die australische abc berichtet, bieten Fahrer des kontroversen Taxivermittlungsdienstes Uber weiterhin Fahrten in Australien an – trotz gesetzlichem Verbot und Strafen von bis zu 8000 australischen Dollar. Die australischen Staaten in denen Uber verboten wurde, setzen verdeckte Ermittler ein, die mittels der UberX-App Fahrten buchen. Üblicherweise wird dann an Ort und Stelle ein Bußgeld vom Fahrer verlangt.
So weit, so logisch – gäbe es da nicht eine Schwachstelle: Um private Fahrer aufzuspüren, die trotz Verbot weiterhin ihre Dienste anbieten, sind die Behörden auf die App des Vermittlungsdienstes angewiesen – und dieser blockiert einfach kurzerhand die Kontrolleure. Das belegen Emails zwischen Mitarbeitern der Transportbehörde von Queensland, die durch eine Informationsfreiheitsanfrage offengelegt wurden.
„Due to blocking by Uber, only two covert rides were undertaken [today],“ said Nick Marsden from the Department of Transport and Main Roads in an email to colleagues last August.
„Time was spent purchasing new credit cards, activating gmail accounts, and setting up two more phones.
„These phones are the last ones, [we] will be ordering additional units.“
Uber wehrt sich momentan mit allen Mitteln gegen das Verbot ihrer Dienste in einigen Teilen Australiens. So würden unter anderem mögliche Geldstrafen die Fahrern auferlegt würden vom Unternehmen bezahlt. Das Unternehmen strebt einen Dialog und eine Legalisierung ihrer Dienste in Australien weiterhin an – mit Blick auf Ubers Verständnis von Datenschutz gibt es da für die australischen Behörden aber hoffentlich noch einige Dinge zu bedenken.
