Staatsanwaltschaft in der Türkei lässt Whistleblower-Accounts sperren

Wie Spiegel Online berichtet, beantragte ein Staatsanwalt in Ankara mit Erfolg die Sperrung der Twitter- und Facebook-Konten des mysteriösen Whistleblowers Fuat Avni. Dabei ist nicht ganz klar, ob hinter dem Namen „Fuat Avni“ eine Einzelperson oder eine Kollektiv steckt. Jedenfalls wurden über diese Accounts in der Vergangenheit Insiderinformationen aus dem „inneren Zirkel“ der türkischen Regierung veröffentlicht, die die Festname von Journalisten und Polizisten vorhersagten.

Du möchtest mehr kritische Berichterstattung?

Unsere Arbeit bei netzpolitik.org wird fast ausschließlich durch freiwillige Spenden unserer Leserinnen und Leser finanziert. Das ermöglicht uns mit einer Redaktion von derzeit 15 Menschen viele wichtige Themen und Debatten einer digitalen Gesellschaft journalistisch zu bearbeiten. Mit Deiner Unterstützung können wir noch mehr aufklären, viel öfter investigativ recherchieren, mehr Hintergründe liefern - und noch stärker digitale Grundrechte verteidigen!

 

Unterstütze auch Du unsere Arbeit jetzt mit deiner Spende.

2 Ergänzungen
  1. Da zeigt sich wie weit die Türkei von einer EU-Mitgliedschaft entfernt ist. Obwohl die EU als Wirtschaftbündnis angefangen hat, ist sie doch auch eine Wertegemeinschaft. Und die Türkei teilt eben viele dieser Werte nicht. Aber der gute Erdoğan hat diese Ambitionen mittlerweile allein aus Gründen des Machterhalts deutlich zurückgefahren. Bemerkenswert ist insbesondere seine ausgesprochen große Sammlung an Maßbändern. So hat er für jeden Fall immer das seiner Meinung entsprechende bereit :D

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.