Der Chef des Softwareherstellers SAP, Bill McDermott, hat auf der CeBIT die angebliche Zusammenarbeit seiner Firma mit US-Geheimdiensten dementiert. Es gebe demnach „keine Hintertüren in der SAP-Technik“. Hintergrund war ein entsprechender Bericht des Magazins Fakt und der ZEIT.
Gestern hatte war SAP auch Thema in der Fragestunde des Bundestages. Hans-Christian Ströbele hatte sich bei der Bundesregierung erkundigt, in welchem Umfang deutsche Behörden Produkte und Dienstleistungen der Firma gekauft haben und Anhaltspunkte vorlägen, dass SAP-Produkte zur Überwachung des Merkel-Fons zum Einsatz kam.
Die Antwort fällt gewohnt knapp aus. Ob SAP-Produkte durch die NSA genutzt würden oder mit Schadsoftware infiziert seien, entzieht angeblich sich der Kenntnis der Bundesregierung.
Interessanter hingegen der (finanzielle) Umfang der SAP-Software bei Bundesbehörden – seit 2010 hat beispielsweise das Verteidigungsministerium satte 250 Millionen investiert:
