Kurz nach Start der Snowden-Enthüllungen vor zwei Jahren trat Heml.is an, einen neuen abhörsicheren Messenger für Smartphones zu entwickeln. Dieser sollte auf bereits vorhanden Technologien aufbauen, darunter XMPP und PGP. Die Bedienung von heml.is sollte dabei so einfach und intuitiv wie möglich gestaltet werden, um auch Nutzer ohne technisches Hintergrundwissen anzusprechen und ihnen verschlüsselte Kommunikation über das Smartphone zu ermöglichen.
Dahinter stand u.a. Peter Sunde, ehemaliger Sprecher von The Pirate Bay, und seine Flattr-Mitstreiter. Zwei Jahre später geben die Heml.is-Gründer auf und das Projekt ist tot. Schuld daran ist laut Peter Sunde eine ganze Menge: Sein Gefängnisaufenthalt, der Tod seines Vaters, ein gestohlenes Bitcoin-Wallet, ein anderer Mitgründer hat ein Kind bekommen, etc. In dem Blogpost steht jetzt nichts, dass Geld ausgezahlt wird. 130.000 Dollar sind damit erfolgreich verbrannt worden. Wenigstens sagen sie Entschuldigung.
So I’m sorry that we’re closing down, but it’s the only reasonable thing to do. Sometimes it’s better to just take the bull by the horns than to try to ignore it. And move on to the next thing and try to fix that. I’m personally trying to influence people and politicians to make sure we don’t need systems like Heml.is. We should be protected by the governments instead of trying to protect ourselves from them. It’s a multi-angle attack needed, technology, political work and transparency.
Die gute Nachricht ist: heml.is wird wenigstens nicht mehr gebraucht. Es gibt diverse erfolgreichere Alternativen auf dem Markt, auf die wir teilweise auch schon zum Start der Crowdfunding-Kampagne hingewiesen hatten.
