Privacy International weisen in ihrem neusten Bericht auf die Überwachungsmaßnahmen in Kolumbien hin. Der kolumbianische Staat baut seit einigen Jahren ein engmaschiges Netz zur massenhaften Kommunikationsüberwachung aus. Alleine die nachrichtendienstliche Abteilung der Bundespolizeibehörde DIPOL schuf in den vergangenen zehn Jahren ein umfassendes System zur Telefon- und Mobilfunküberwachung.
Our analysis of the technologies is that the system is capable of collecting 100 million call data records per day and intercepting 20 million SMS per day. This vast data store is then processed and combined with other types of data including images, video, and biometric details. This type of mass, automated surveillance is not explicitly authorised under Colombian law.
Bereits in der Vergangenheit unterstützte die US-amerikanische Regierung den Aufbau einer Überwachungsplattform der Strafverfolgungsbehörden. Eine wichtige Rolle beim Aufbau eines Systems zur Massenüberwachung spielt der Ankauf von Überwachungstechnologie von internationalen Firmen, darunter viele aus den USA, Europa und Israel. Auch im lang anhaltenden Konflikt mit der Widerstandsgruppe FARC und in den Friedensverhandlungen nutzten verschiedene Behörden Maßnahmen, um Verhandlungsdelegationen zu überwachen und Führungspersonen der FARC zu lokalisieren. Privacy International kritisiert insbesondere fehlende Gesetzesgrundlagen und die Möglichkeiten zum Missbrauch, den diese Programme bieten.
The key agencies in Colombia that monitor communications all compete for resources and capabilities. This has resulted in overlapping, unchecked systems of surveillance that are vulnerable to abuse.