Linkschleuder

DRM: Kaffeekapselkopierschutz als Gefahr für das Internet der Dinge

Was hat Kaffee mit dem Urheberrecht zu tun? Kaffeekapselkopierschutz als Gefahr für das Internet der Dinge.

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Der US-amerikanische Kaffee-Vertrieb Keurig stattet die Kapseln für seine Kaffeautomaten mit einem Kopierschutz aus und bringt damit das Internet der Dinge in Gefahr

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4 Kommentare
  1. Das ehemals sympathische dt. Startup bonaverde.de hat genau diesen Schwenk auch gemacht, nachdem sie erst erfolgreich gexrowdfunded haben. In der community kam das gar nicht gut an und viele versuchen gerade ihr Geld wiederzubekommen. Verkauft wird es von Bonaverde noch als Schutz der Bauern…

    1. So wie ich das sehe bekommen die Jungs und Mädels vom Kaffeeveränderer gerade völlig zu Recht von allen Seiten „Lack“.
      Nach dem mehrfach übererfüllten Kickstarter in 2013 wird nicht etwa alles daran gesetzt schnellstmöglich auszulieferm (was aufgrund der reichhaltigen Finanzgrundlage und dem damals angeblich funktionierend-vorhandenen Prototypen problemlos hätte möglich sein sollen).
      Von wegen: Zunächst wurde noch in einer zweiten Kampagne auf der Plattform „Indiegogo“ Geld eingesammelt, was bereits moralisch fragwürdig war. Dann muss leider verkündet werden, dass die Maschine nicht wie geplant und beworben hergestellt werden kann und das Design radikal geändert werden muss. Bereits da gab es reichlich Knatsch. Trotz Fälligkeit im Oktober 2014 entschloss man sich dann, vor der Auslieferung seine (mittlerweile unfreiwilligen) Kunden/Backer kurzerhand in Geiselhaft zu nehmen, um auf der Plattform „Seedmatch“ zusätzliche Investorengelder mitzunehmen (Motto: „Wir haben bereits so-und-so-viele Kunden“). Und dazu führt man Zwecks erhöhter Gewinnversprechungen mal eben noch die DRM-Komponente ein, von der aufgrund zunehmender Beschwerden wegen nachträglicher Änderung der Bedingungen zumindest die Backer ausgenommen werden sollen (deren Anzahl aber mit allen bisherigen Kunden gleichzusetzen ist – wurden die Seedmatch-Investoren also ebenfalls getäuscht?).
      Bonaverde hat somit ein perfektes Rezept gefunden, mit dem man sicherlich keinen Kaffee braut, aber ganz bestimmt einen 1a Premium-Shitstorm.

  2. Ich weiß nicht, ob ich mich über solche Entwicklungen nicht eher freuen soll. Ich habe ein geringes bis moderates Interesse an vernetzten Alltagsgeräten, aber fast kein Interesse an Alltagsgeräten, die für mich im Internet surfen. Vielleicht besser, wenn die Firmen dem „Internet der Dinge“ aus ihren Kontrollzwängen heraus den Gar ausmachen, bevor es groß wird und Angela Merkel Kühlschränke als weiteres Argument gegen Netzneutralität entdeckt.

    1. Ich hab nichts gegen ein Schnäppchengerät mit LAN Buchse (könnte man ja abgeschirmt zuhause laufen lassen). Ich habe aber sehr starke Abneigungen gegenüber WLAN Geräten, die sich wer weiss wann womit wozu verbinden und das auch noch lange nachdem man den Aus Knopf gedrückt hat. Da hilft nur noch Akku raus und Stecker ziehen und dann ist man an dem Punkt wo man das Gerät gar meiden kann. Smarthome aber lässt sich nicht aus der Dose ziehen. Da hab ich die größte Sorge (dank der Vorschriften bezüglich Smartmeter im Keller).

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