Die taz, Transparency International Deutschland e.V. und der fzs (freier zusammenschluss von studentInnenschaften) haben heute das Projekt „Hochschulwatch. MachtWirtschaftUni“ offiziell gestartet. Ziel ist es laut Pressemeldung fragwürdige Kooperationen und Fälle von Einflussnahme wirtschaftlicher Akteure auf universitäre Forschung und Lehre zu sammeln und sichtbar zu machen. Zu diesem Zweck gibt es eine „Drittmittel-Atlas“ getaufte Karte auf Basis von OpenStreetMap, in der Hochschulen mit deren Anteil an Finanzierung durch die gewerbliche Wirtschaft verzeichnet sind. Alleine schon diese Übersicht ist interessant, weil sie dokumentiert, welche Universitäten diesbezüglich nicht transparent sind (schwarzes Icon).
Ziel der vorerst auf ein Jahr angelegten Plattform ist es aber vor allem, Studierende aller Hochschulen zur Mitwirkung zu motivieren:
Für jede Hochschule finden Sie einen Wiki-Eintrag, der ebenfalls über die Karte zu erreichen ist. Sie, liebe Leserinnen und Leser, können die Einträge editieren und Ihr Wissen über Kooperationen zwischen einzelnen Hochschulen und Unternehmen hier einstellen. Die taz prüft die Einträge, bevor wir sie online stellen. Interessanten Hinweisen gehen wir nach und berichten in der Zeitung und auf taz.de darüber.
Die Grenzen zwischen journalistischem und zivilgesellschaftlich-aktivistischem Projekt sind in diesem Fall also fließend.
