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Das Geschäft mit dem Abhören

Im Deutschlandfunk erklärte Professor Hartmut Pohl, FH Bonn Rhein-Sieg und Fachmann für IT-Sicherheit bei der Gesellschaft für Informatik: „Ich gehe davon aus, dass alle Deutschen vollständig abgehört werden“.

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Hartmut Pohl: Ich gehe davon aus, dass die Sicherheitsbehörden wissen, dass alle in der Bundesrepublik Deutschland vollständig abgehört werden, dass diese aufgefangenen Gespräche – hier Telefon, Festnetz, Handy, was immer Sie als Beispiel nennen – vollständig gespeichert werden. Und gleichermaßen – ob so ein Gespräch übers Internet geht oder nicht – ebenfalls im Internet alle Dienste, alle Daten vollständig gespeichert werden und irgendwann bei Bedarf, vielleicht auch sofort, ausgewertet werden. Das ist nichts Neues.

Kloiber: Sie haben gerade „alle“ gesagt. Wer ist „alle“?

Pohl: Ich gehe davon aus, dass alle Deutschen vollständig abgehört werden.

Da Kann man nichts gegen machen? Natürlich kann man was machen.

Hier ist die MP3.

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6 Kommentare
  1. Es ist zum verzweifeln: 11725 Unterschriften. 11725 von 60 Mio. Wahlberechtigten. Da hat nicht einmal jedes zweite Mitglied der Piratenpartei unterschrieben. Da hat vermutlich nicht einmal jeder Teilnehmer der letzten FSA unterschrieben. Da muss man nicht mal den Arsch hochheben und nach Berlin fahren. 11725 Unterschriften. Kann man was machen?

    1. Ich werde nicht unterschreiben. Ich sehe nicht, warum es die Verantwortlichen hinter den Kulissen interessieren sollte, ob nun eine Million oder zwei Millionen Klicks zustandekamen.

      Ich behaupte, dass offene Briefe hier wenig ausrichten können. Nicht wenige wiegen sich sogar in Sicherheit, dem Aktivismus damit Genüge geleistet zu haben (mit einem „Gefällt mir“ ist es nicht getan!).

      Persönlich sehe ich auch nicht viel, was man als Bürger mit wenig freier Zeit ausrichten kann. Ich versuche, andere Menschen über diese Menschenrechtsverletzungen und seine (auch potentiellen) Gefahren aufzuklären. Ich verwende auch keine Produkte und Dienste von Google, Microsoft, Yahoo und den meisten U.S.-basierten Unternehmen mehr.

    2. Wahrscheinlich ist nicht jeder motiviert genug, um seine persönlichen Daten auf x-beliebigen Plattformen in tausendfacher Ausführung einzugeben. Ist ja auch nicht der erste offene Brief, und auch nicht die sinnvollste Form.

      Was spräche dagegen, eine richtige Petition auf den offiziellen Seiten von Bundestag und EU-Parlament zu starten?

  2. Verfassungsschutz-Pohl, ja? Der ehemalige V-Mann-Führer darf ziemlich hanebüchenen Unsinn erzählen, dann wird er hier unkritisch übernommen? Hat einer mal gehört, was der da inhaltlich sagt? Ich bitte euch. Nur weil er bei der GI eine neue Heimat gefunden hat und nun einen Professortitel tragen darf?

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