Auch Deutsche Post schickt Daten an US-Behörden

Vergangener Woche berichteten wir über Vorratsdatenspeicherung der amerikanischen Post und ihre Zusammenarbeit mit US-Behörden. Am Samstag berichtete nun die Welt am Sonntag, dass auch die Deutsche Post mit US-Behörden zusammen arbeite. Ein Unternehmenssprecher bestätigte gegenüber der Zeitung, dass „eine Übermittlung von Daten im Zusammenhang mit Sendungen in die USA“ im Rahmen längerfristiger Pilotprojekte stattfinde.

Nach Aussagen des Unternehmenssprechers finde die derzeitige Übermittlung von Daten an die US-Behörden nur testweise statt. Es gehe dabei um die Vereinfachung der Zollabfertigung. Darüber hinaus würden nur Daten von Unternehmenskunden an US-Behörden geschickt, Briefe und Pakete von Privatpersonen seien nicht betroffen. Der Unternehmenssprecher sagte jedoch auch:

Darüber hinaus stellen wir den amerikanischen Sicherheitsbehörden in seltenen Fällen und nur nach expliziter Aufforderung weitere Informationen über die Sendungen zur Verfügung.

Was unter „weitere Informationen“ zu verstehen ist, wurde leider nicht mitgeteilt. Fest steht aber, dass die Deutsche Post dennoch jede Brief- oder Paketadresse abfotografiert. Diese Daten würden allerdings nur intern genutzt werden um den korrekten Versand zu gewährleisten.

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