Generell

Landgericht Köln verbietet alte Tagesschau-App

Das Landgericht Köln hat die Tagesschau-App ind er Version vom 15. Juni 2011 verboten, weil diese nicht kompatibel mit dem Rundfunkänderungsstaatsvertrag sei. Damit unterliegt die Tagesschau vor Gericht gegen die klagenden Verleger. Aber keine Panik: Es gibt ja bereits neuere Versionen der sehr empfehlenswerten Tagesschau-App. Aus Protest gegen das Urteil sollte man sich diese heute herunterladen!

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Die richtige Forderung zum jetzigen Zeitpunkt ist: Ändert den Rundfunkänderungsstaatsvertrag, damit die Tagesschau selbstverständlich uns ihre Inhalte im Netz zur Verfügung stellen kann. Wir bezahlen sie immerhin dafür!

Update: Heise berichtet darüber. Tagesschau-App: Etappensieg für Verleger.

Das Gericht hatte sich der Argumentation der Verleger angeschlossen, wonach es sich bei der Tagesschau-App um ein nicht sendungsbezogenes presseähnliches Angebot handelt, das gemäß den Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrags unzulässig sei. Deshalb liegt nach Auffassung des Gerichts ein wettbewerbsrechtlicher Verstoß vor. […]Die Kammer betwertet die Tagesschau-App deshalb als presseähnlich, weil nach ihrer Auffassung das Angebot geeignet sei, als Ersatz zur Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften zu dienen.

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41 Kommentare
  1. „Aus Protest gegen das Urteil sollte man sich diese heute herunterladen!“

    Nein: Ich protestiere gegen Euren Protest-Aufruf: tagesschau.de nimmt sich die Frechheit heraus, Benutzerkommentare zahlender Leser zu zensieren. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    „Wir bezahlen sie immerhin dafür!“ Weil wir dazu gezwungen werden. Meine Forderung: Tagesschau.de komplett dicht machen und GEZ Gebühren senken.

  2. „Aus Protest gegen das Urteil sollte man sich diese heute herunterladen!“

    Nein: Ich protestiere gegen Euren Protest-Aufruf: tagesschau.de nimmt sich die Frechheit heraus, Benutzerkommentare zahlender Leser zu zensieren. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    „Wir bezahlen sie immerhin dafür!“

    Weil wir dazu gezwungen werden. Meine Forderung: Tagesschau.de komplett dicht machen und GEZ Gebühren senken.

      1. Bei tagesschau.de kann ich technische Probleme als Ursache für die semantische Filterung von Benutzerkommentaren definitiv ausschließen, da ich mich regelmäßig beschwert habe und demzufolge umfangreiche Korrespondenz zu dem Thema existiert.

  3. „Aus Protest gegen das Urteil sollte man sich diese heute herunterladen!“

    Nein: Ich protestiere gegen Euren Protest-Aufruf: tagesschau.de nimmt sich die Frechheit heraus, Benutzerkommentare zahlender Leser zu zensieren. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    „Wir bezahlen sie immerhin dafür!“ Weil wir dazu gezwungen werden. Meine Forderung: Tagesschau.de komplett dicht machen und GEZ Gebühren senken.

      1. „Ich kann die Tagesschau-Redaktion verstehen, wenn sie Deine Kommentare dort löschen.“

        Das glaube ich Ihnen. Ihre Argumentationstiefe bewegt sich nämlich auf dem gleichen Niveau wie die tagesschau.de-„Berichterstattung“.

        Damit will ich sagen: Wenn ich jetzt auch noch jemanden ranschaffe, der behauptet, daß er es NICHT nachvollziehen könne: Hat uns das dann insgesamt irgendwie weitergebracht?

  4. Sollte es nicht „Rundfunkstaatsvertrag“ statt „Rundfunkänderungsstaatsvertrag“ heißen? Letzteres bezeichnet ja nur die Staatsverträge zur Änderung des ersteren.

  5. Ich finde die Feed-Artikelüberschriften zu dem Urteil höchst spannend. Berichterstattung über Themen, in denen der Berichterstatter Partei ist.

    tagesschau.de: „Tagesschau App nicht generell verboten“

    z.B. FAZ.net: „Rechtsstreit um Tagesschau-App: Gericht gibt Zeitungsverlagen recht“

    Was ich nicht ganz verstehe, ist der Unterschied zwischen einer Tagesschau-App und der Seite tagesschau.de – die Inhalte sind ja letztlich die gleichen. „Als Ersatz zur Lektüre von Zeitungen und Zeitschriften“ dienen ja so gut wie alle Textangebote der Öffentlich-Rechtlichen, die entfernt mit Nachrichten zu tun haben. Wurde tagesschau.de (oder http://zapp.blog.ndr.de/ , oder, oder…) nur nie angegriffen oder sieht die Rechtsprechung da einen kategorialen Unterschied? Und würde sich das „Wettbewerbsverhältnis“ ändern, wenn die Presseverlage ihre Nachrichten außerhalb von Apps kostenpflichtig machen würden?

    1. Wenn man einen juristischen Tiefpunkt sucht, dann kann man das Urteil des Landgerichtes Köln zur Tagesschau-App von heute getrost anführen. Da verbietet ein Gericht eine Tagesschau-App vom Juni 2011 – als wenn es die noch geben würde. Da kann ein Gericht nicht zwischen einem technischen Ausspielweg und einem Telemedienangebot unterscheiden, daß durch eine App nur auf einem anderen Empfangsgerät abgebildet wird. Und da stellt ein Gericht fest, was presseähnlich ist – da kann ich als Nachhilfe für die Richter nur eine Vorlesung bei den Juristen zu Artikel 5 GG empfehlen – da ist man weiter.
      Es ist schwierig, bei einem derartigen Urteil sachlich zu bleiben. Reden wir doch einfach darüber, das die Presse im Internet mit ihren Livestreams unter den Rundfunkbegriff fällt…,
      oder, ob Tendenzschutz für die Presseverlage + Information und Recherche unter Wettbewerbs- und Kapitalertragsgesichtspunkten = objektive Information für ein Gesellschaft sein kann.

  6. Was ist hier los? Dieser folgende Komentar verschwindet wieder, wenn ich meine Cokkies lösche. Daher schicke ich ihn jetzt nochmal ab und hoffe, daß ihr ggf. doppelte Versionen aber nicht alle Versionen rauslöscht:

    „Aus Protest gegen das Urteil sollte man sich diese heute herunterladen!“

    Nein: Ich protestiere gegen Euren Protest-Aufruf: tagesschau.de nimmt sich die Frechheit heraus, Benutzerkommentare zahlender Leser zu zensieren. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

    „Wir bezahlen sie immerhin dafür!“

    Weil wir dazu gezwungen werden. Meine Forderung: Tagesschau.de komplett dicht machen und GEZ Gebühren senken.

  7. Die Tagesschau ist ja nicht „Kostenlos“ also auch die App nicht nur Gebührenfinanziert.
    In Zeiten des Internet und damit der einfachen Verbreitung von Medien fast für Jeden hat eigentlich der Rundfunkstaatsvertrag seine ursprüngliche Bedeutung verloren.
    Zudem wäre es an der Zeit den Aufgeblähten ÖR zu Reduzieren wie auch längst in anderen europäischen Ländern und von Gebühren auf Steuerfinanzierung Umzustellen, statt nun auch noch das Internet GEZ Pflichtig zu machen.

  8. Dem Twitter-Hinweis des Herrn Keese von der Springer AG auf die TagesschauApp bin ich gefolgt und habe sie installiert (auf iOS6). Sieht gut aus: viel besser als die Bild-Zeitung mit ihren nackten Titten (heute Patricia) auf der ersten Seite.

    Dennoch sollten wir den Rechtsschrotthaufen endlich beseitigen. Dieses Patchwork aus Urheberrecht, Rundfunkrecht und Pressrecht passt nicht für das Internet. Wir sollten die Regeln für das Internet im Grundgesetz beginnend völlig neu gestalten und den Souverän seine Macht nach Grundgesetz ausüben lassen, statt irregeleiteter Ewiggestriger, die aus dem Internet eine Zeitung machen wollen, weil Sie sonst nichts kennen in ihrer Blindheit.

    Neben die Pressfreiheit, die wir gerne für die papiergebundene Presse beibehalten können, und der Rundfunkfreiheit, die wir gerne für Rundfunk und Fernsehen beibehalten können, so lange es so was noch gibt, sollten wir eine Internetfreiheit stellen und mit Spezialgesetzen eine neue Rechtsinfrastruktur hochziehen. Dann aber nicht wie Rundfunk- und Pressfeieheit an den Idealne der bürgerlichen Freiheit aus dem 19. Jahrhundert orientieren, wie Kesse und andere bezahlte Lobbyisten es bei steuerfinanzierten Kanzlerkaffeekränzchen zu Bankergeburtstagen pflegen, sondern an der modernen Neuzeit. Das heisst auch, dass wir uns international orientieren müssen und nicht den deutschnationelaen Hugenbergverschnitt tradiert. Das ist Keese.

    Wenn der Bürgermeister von New York in den Parks WLAN-Accesspoints aufstellen lässt (wo die schlimmsten internationalen Terroranschläge stattfanden), dann kann es nicht sein, dass wir uns dumpfbackig und deutschnational ohne nennenswerten Terror von Richtern (statt vom Souverän und rechtmäßigen Gesetzgeber) bestimmte technische Verschlüsselungspflichten aufzwingen lassen und von der SPD eine VDS für heimische WLAN-Accesspoint mit Speicherung von Nutzerdaten aufschwatzen lassen.

    Wenn wir mit Steuern (GEZ) gezwungen werden, Leistungsangebote zu finanzieren, dann kann es nicht sein, dass die von Dritten weggeklagt werden, die Schiss und Nullbock auf Wettbewerb haben. Wir sind eine Marktwirtschaft. Das ständige Rufen nach dem starken Staat der Ewiggestrigen um Keese ist unerträglich: unamerikanisch und feindlich unserer marktwirtschaftlichen Ordnung gesinnt.

    Statt uns nach den Wünschen von Keese und seine Staatswirtschaftlern zu beugen und uns national azuschotten in kleinbürgerlicher Ewiggestrigkeit einlullen, sollten wir uns Europa und der Welt öffnen. Wenn wir in der ARD mit unserem Geld finanzieren, dann sollten wir es der Welt schenken und erwarten, dass die BBC das mit ihren brillanten Produkten auch tun. Wir brauchen ein gutes Kulturangebot und nicht Rechtsschrott für den Schutz des Pressewesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Wie ich das schon mal darstellte:
    http://wk-blog.wolfgang-ksoll.de/2012/05/13/sherlock-holmes-das-dartmoor-und-das-urheberrecht/

    Internetfreiheit jetzt! Und nicht nur Rundfunkfreiheit und Pressefreiheit wie früher! Der Souverän will den Mist nicht mehr. Die Zugriffszahlen zeigen es deutlich.

    1. DIE ROTE PILLE

      „Internetfreiheit jetzt! Und nicht nur Rundfunkfreiheit und Pressefreiheit wie früher! Der Souverän will den Mist nicht mehr. Die Zugriffszahlen zeigen es deutlich.“

      Sie haben sich ja viele Gedanken gemacht. Dennoch sollte man nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun: Besorgen Sie sich doch mal das Buch „Psychologie der Massen“ von Le Bon und vergleichen Sie dessen Ratschläge zur Manipulation mit dem „Angebot“ von tagesschau.de . Wenn Sie sich dann weiterhin freiwillig zu GEZ Gebühren zwingen lassen, …

      1. „Erst mal den Schaum vor dem Mund wegwischen. Eine Nacht darüber schlafen und nicht 189x die selben Posts losschicken, weil man keine Peilung hat.“

        Sie scheinen derjenige zu sein, der hier „Schaum vor dem Mund hat“.

      2. „… weil man keine Peilung hat.”

        „Keine Peilung“ haben vor allem diejenigen, die sich mit Vordergründigkeiten abgeben müssen, weil sie inhaltlich nichts beizutragen haben. Da können auch keine „Schulhof“-Textbausteine von ablenken.

  9. dachte GEZ-Gebühren sind eh bald hinfällig? Oder hab ich was verpasst?

    Finde die GEZ Gebühren sind nicht das Problem – verstehe auch nicht warum dieses Angebot an Texten, ähnlich einer Zeitung – wie behindert das klingt, kurzum App – verboten werden soll?! Was machen denn andere Verlage? Bieten kostenlose Texte an und Zusatzmaterial gegen Bezahlung?! Richtig? Das macht die Tagesschau zwar nicht in der App, die bietet nur kostenlose Texte an und Medien aber die Inhalte bezahlen wir immer in Form von GEZ – oder zukünftig Haushaltsabgabe. Punkt aus. Ich bezahle, also will ich diese App benutzen dürfen – und zwar so wie die tagesschau schon immer Artikel schreibt.

    1. FREIWILLIGER ZWANG

      „Ich bezahle, also will ich diese App benutzen dürfen – und zwar so wie die tagesschau schon immer Artikel schreibt.“

      Bei einer Zeitung kann man SELBST entscheiden kann, ob und wofür man bezahlt. Zu GEZ-Gebühren hingegen werden wir gezwungen. Wir können nämlich NICHT umgekehrt sagen: Ich will nicht benutzen, also zahle ich auch nicht. DAGEGEN protestiere ich: GEGEN den Zwang, für seine eigene manipulative „Berichterstattung“ zahlen zu MÜSSEN.

      1. „Bei einer Zeitung kann man SELBST entscheiden kann, ob und wofür man bezahlt. “
        Nicht mal das ist richtig. Zeitungen werden großteils durch Werbung finanziert. Wenn ein Konsument im Supermarkt Waren kauft, hat er keinerlei Einfluss darauf, ob der Hersteller oder die Ladenkette den Erlös z.T. für Qualitätssicherung der Produkte verwendet oder für Werbung in Zeitungen, deren Geschäftsmodell fast zur Hälfte auf dieser indirekten Finanzierung beruht. Das ist ja nichts schlimmes, aber es ist erst mal so. Man sollte nicht aus realitätsverklärender Romantik Unwahrheiten verbreiten.

      2. „Wenn ein Konsument im Supermarkt Waren kauft, hat er keinerlei Einfluss darauf, ob der Hersteller oder die Ladenkette den Erlös z.T. für Qualitätssicherung der Produkte verwendet oder für Werbung in Zeitungen.“

        Auch das ist falsch. Im Gegensatz zu GEZ-Gebühren, zu denen wir gezwungen werden, kann ein Kunde selbst entscheiden, welches Produkt er kauft. Schließlich gibt es Konkurrenz. Es gibt jede Menge Kunden, die keine Produkte kaufen, für die Werbung gemacht wird, weil sie wissen, daß sie damit die Werbung selbst mitbezahlen müssen.

      3. Hier geht es um etwas Anderes, wir haben ein völlig Aufgeblähtes „Staatsfernsehen“ obwohl die Macher des “Rundfunkänderungsstaatsvertrages” etwas Anderes wollten und gerade die Nähe des Staates oder der Politik zu den Medien nach unheilvollen Erfahrungen verhindern wollten.
        Nur hat dies nichts geholfen und die Partein haben sich schnell wieder der Medien bemächtigt um dort längst indirekt die Fäden ziehen , zudem den ÖR zu ihren Versorgungs Posten gemacht.
        Bezahlen darf der Zuschauer ob er Will oder Nicht, die Milliarden Gebühren aber meist in ein undurchschaubares privates Firmengeflecht fließt welches sich an den Fleischtöpfen eingerichtet haben , statt in das Programm.
        Nur eine Umstellung auf Steuerfinanzierung oder eine Gebühren Grenze könnte dies wieder auf Normalmaß zurecht stutzen sonnst steigen die Gebühren ohne ein Ende.

      4. PROPAGANDA

        ‚Hier geht es um etwas Anderes, wir haben ein völlig Aufgeblähtes “Staatsfernsehen” obwohl die Macher des “Rundfunkänderungsstaatsvertrages” etwas Anderes wollten und gerade die Nähe des Staates oder der Politik zu den Medien nach unheilvollen Erfahrungen verhindern wollten.‘

        Nun …, dieser Versuch ist offensichtlich gescheitert. Die Versuchung, Menschen durch Kontrolle über den Lautstärke-Regler beherrschen zu können, ist offensichtlich zu groß. Ich lehne es daher ab, dazu gezwungen zu werden, für meine eigene Propaganda zahlen zu müssen.

        Wirklich Propaganda? JA: WELCHEM der gefälschten Kriegsgründe der letzten Jahrzehnte (Tonkin-Zwischenfall, „Sie haben die Kinder aus den Brutkästen auf den Boden geworfen“, angebliche Massenvernichtungswaffen, Greullügen-Propaganda im Kosovo-Krieg, usw. usw., usw.) wurde RECHTZEITIG von den öffentlich rechtlichen durch angemessene Recherche entgegengetreten? Beim Kosovo-Krieg wurde wenigstens nachträglich von wenigen anständig recherchiert (z.B. MONITOR-Sendung vom 08.Februar 2001). Das, was in der großen Masse jedoch hier abgeliefert wurde, bewerte ich als inakzeptabel.

      5. „Nun …, dieser Versuch ist offensichtlich gescheitert. Die Versuchung, Menschen durch Kontrolle über den Lautstärke-Regler beherrschen zu können, ist offensichtlich zu groß. Ich lehne es daher ab, dazu gezwungen zu werden, für meine eigene Propaganda zahlen zu müssen. “

        Was aber keines Wegs bedeutet das Privates Fernsehen in dieser Hinsicht besser wäre ……
        Das Problem beim ÖR ist eigentlich sogar zu viel Politik und Meinungsmache statt ehrliche vorurteilsfreie Information, zu üppige Verträge und zu wenig Programm was auf gefühlten 30 Sendern in der ständigen Wiederholungsschleife läuft.
        Zudem heute dort jeder Zweitklassige „Schowmaster“ Schauspieler, Produzent seine eigene private Medien Firma unterhält und dank ständiger Gebührenerhöhung wie eine Made im Speck…..

      6. PASSIVE KONSUMENTEN

        „Was aber keines Wegs bedeutet das Privates Fernsehen in dieser Hinsicht besser wäre ……“

        Ich stimme Ihnen zu, daß sich die Qualität privater Anbieter in der Masse NICHT durch bessere Qualität von den öffentlich rechtlichen abhebt. Dennoch gibt es folgenden maßgeblichen Unterschied:

        Wie bereits dargelegt, können sich Kunden von privaten Anbiedern abwenden. Dann werden sich die Privaten dem Kundenwillen nach wahrheitsgemäßer Information statt Manipulation beugen müssen. Bei GEZ-Gebühren oder Steuern hingegen müssen sich die Bürger beugen. Daß die Zuschauer mangelnde Qualität bis hin zu Manipulation in der Berichterstattung z.B. bei gefälschten Kriegsgründen mit insgesamt Millionen Toten als Opfer immer noch auch bei Privaten akzeptieren, muß ich zur Kenntnis nehmen. Aber das ist etwas, was wir alle ändern können, wenn wir aufhören, manipulative Berichterstattung weiterhin nur passiv zu konsumieren.

  10. Ganz sicher werde ich mir die App nicht herunterladen.
    Es reicht schon, dass dieses Angstmacher-Organ im TV herumflimmert. Auf meinem Mobilgerät muss diese Propaganda leider draußen bleiben: Wenn ich mir Politiker-Stuss und zusammengefakete Statistiken ansehen wollte, könnte ich das auch direkt auf den Webseiten der Staats- und Parteiorgane tun.

  11. @karsvo: Ihre Kritik in allen Ehren, aber in welcher Welt leben Sie?
    „Wie bereits dargelegt, können sich Kunden von privaten Anbiedern abwenden.“ Richtig, aber welcher Zuschauer macht das schon und verfällt nicht den massenattraktiv und werbegerecht produzierten Angeboten des Privatrundfunkts?
    Gibt es die privaten Anbieter nicht deshalb, weil es die öffentlich-rechtlichen Anbieter gibt? Wer kann ein vergleichbares Korrespondentennetz bieten wie die ARD und ZDF und ist nicht auf die Einheitsware von privaten Nachrichtenagenturen angewiesen?
    Dafür bezahlemich meine Gebûühren gerne, oder demnächst die Haushaltsabgabe. Genauso wie ich meine Steuern zahle damit ich ein anständiges Straßennetz habe. Und ja ich bin mit den politisch dominierten Rundfunkräten auch nicht zufrieden. Auch nicht mit der parteipolitisch orientierten Personalpolitik der ARD ZDF bei wichtigen Posten. Diese Einflußnahme der Politik gehôrt abgeschafft, aber nicht der öffentlich-rechtliche Rundfunk an sich.

    1. „Richtig, aber welcher Zuschauer macht das schon und verfällt nicht den massenattraktiv und werbegerecht produzierten Angeboten des Privatrundfunkts?“

      Ich stimme Ihrem Einwand inhaltlich zu. Allerdings habe ich das bereits in meinem Beitrag getan, auf den Sie sich beziehen. Deswegen lautet die Überschrift ja auch „Passive Konsumenten“. Bitte nochmal genau nachlesen, was ich geschrieben habe und nicht nur eine Hälfte aus dem Zusammenhang herausreißen (Schattengefecht).

      „Wer kann ein vergleichbares Korrespondentennetz bieten wie die ARD und ZDF und ist nicht auf die Einheitsware von privaten Nachrichtenagenturen angewiesen?“

      Sehr interessanter Hinweis: Dann können Sie mir vielleicht erklären, warum in Moskau ca. 7 Leute sitzen und was die den ganzen Tag machen? Könnte es daran liegen, daß jeder Landessender seinen „eigenen“ Mitarbeiter dort haben muß und wir diese Zuständigkeiten (zu) teuer bezahlen? Und welchen Sinn ergbt es, z.B. über den Syrien-Konflikt aus anderen Ländern zu berichten? Ist so ähnlich als wenn man z.B. über S21 aus Paris berichten würde.

      „Dafür bezahlemich meine Gebûühren gerne“

      Damit habe ich auch kein Problem. Ich habe aber ein Problem damit, daß Sie das auch für mich mitentscheiden wollen. Daher wiederhole ich meine Forderung: Wer nicht nutzt, darf auch nicht zum Zahlen gezwungen werden.

    2. „Richtig, aber welcher Zuschauer macht das schon und verfällt nicht den massenattraktiv und werbegerecht produzierten Angeboten des Privatrundfunkts?“

      Ich stimme Ihrem Einwand inhaltlich zu. Allerdings habe ich das bereits in meinem Beitrag getan, auf den Sie sich beziehen. Deswegen lautet die Überschrift ja auch „Passive Konsumenten“. Bitte nochmal genau nachlesen, was ich geschrieben habe und nicht nur eine Hälfte aus dem Zusammenhang herausreißen (Schattengefecht).

      „Wer kann ein vergleichbares Korrespondentennetz bieten wie die ARD und ZDF und ist nicht auf die Einheitsware von privaten Nachrichtenagenturen angewiesen?“

      Sehr interessanter Hinweis: Dann können Sie mir vielleicht erklären, warum in Moskau ca. 7 Leute sitzen und was die den ganzen Tag machen? Könnte es daran liegen, daß jeder Landessender seinen „eigenen“ Mitarbeiter dort haben muß und wir diese Zuständigkeiten (zu) teuer bezahlen? Und welchen Sinn ergbt es, z.B. über den Syrien-Konflikt aus anderen Ländern zu berichten? Ist so ähnlich als wenn man z.B. über S21 aus Paris berichten würde?

      „Dafür bezahlemich meine Gebûühren gerne“

      Damit habe ich auch kein Problem. Ich habe aber ein Problem damit, daß Sie das auch für mich mitentscheiden wollen. Daher wiederhole ich meine Forderung: Wer nicht nutzt, darf auch nicht zum Zahlen gezwungen werden.

      1. „Daher wiederhole ich meine Forderung: Wer nicht nutzt, darf auch nicht zum Zahlen gezwungen werden.“

        … fordern Sie auch, dass autolose (anteilig) keine Steuern zahlen sollen, oder soll ich eventuell Steuern zurückfordern können, wenn ich kein (städtisches) Krankenhaus in Anspruch genommen habe?

        Die von Ihnen erwähnten Gebührenverschwendungen aufgrund föderaler Rundfunkanstalten kritisiere ich ebenso, wie dass ARD und ZDF von Großveranstaltungen wie Olympia berichten, hier sollten vielmehr Synergien genutzt werden oder auch Anstalten abgeschafft, bzw, zusammengelegt werden. Da stehen aus meiner Sicht Reformen an. Auch sehe ich mich über die Rundfunkräte nicht repräsentiert. Hier sollte eine Intitiative „Gebührenzahler“ mehr Unabhängigkeit von der Politik fordern.
        Trotzdem halte ich zum Ausgleich ein nicht nur privatwirtschaftlich orientiertes Mediensystem für unsere demokratische Grundordnung unabdingbar.

    3. “Wer kann ein vergleichbares Korrespondentennetz bieten wie die ARD und ZDF und ist nicht auf die Einheitsware von privaten Nachrichtenagenturen angewiesen?”

      Nachtrag: Das ist übrigens so auch nicht ganz richtig: Ich habe mehrfach festgestellt, daß Beiträge von tagesschau.de wortwörtlich so auch bei anderen Webseiten (z.B. Handelsblatt Online) publiziert wurden. Allerdings hatte in dem Fall die andere Webseite die Quellen angegeben (Nachrichtenagenturen). Bei tagesschau.de hingegen fehlte die Quellen-Angabe.

      Ebenfalls habe ich in einem Fall feststellen müssen, daß ein und derselbe charakteristische Fehler (Rentenfonds mit Hedge-Fonds verwechselt) bei tagesschau.de auch auf der Webseite des ORF auftauchte.

      1. hier gebe ich Ihnen Recht. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sollten klarer definiert sein. Von mir auch gerne mit einem Schwerpunkt auf Information, Nischeninhalte, Kinderangebote, sinnvolle Angebot für Jugendliche..
        Auch ich kann auf Musikantenstadel und unsägliche Vorabendprogramme bei den öffentlich rechtlichen verzichten.
        Aber das Programm von arte.tv möchte ich nicht missen. und das ist mir die monatliche Gebühr wert.
        Ebenso wie die z.B. im Raum Berlin großartigen Radioprogramme des rbb. Da kann die private Konkurrenz nur abkacken. Ein Inforadio oder kulturradio ist aller Voraussicht nach privatwirtschafltich nicht zu organisieren.

  12. @Markus Beckedahl

    Lieber Herr Beckedahl,
    die mehrfachen Kommentare entstehen nach meiner Beobachtung dadurch, daß nach Absenden eines Kommentars bei ausgeschalteten Cookies der Kommentar nicht sichtbar wird. Wenn man DANN Cookies einschaltet, bleibt der Kommentar unsichtbar. Wenn man ihn danach mit eingeschalteten Cookies erneut absendet, sind jedoch dann beide sichtbar.

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