Kultur

Initiative C3S bittet um Videostatements

Logo der C3S

Logo der C3SDie Initiative zur Gründung der offenen Verwertungsgesellschaft „C3S“ (Cultural Commons Collecting Society) möchte sich nächstes Jahr im März beim Festival „South by Southwest“ (SXSW) in den USA präsentieren. Derzeit läuft das interaktive Bewerbungsverfahren für die Panels dort und es muss ein Video mit Unterstützer-Statements eingereicht werden. Darum bittet die Initiative u. a. über Facebook ihre Fans darum, in Videostatements von max. 10 Sekunden auf YouTube oder Vimeo kurz zu sagen, warum sie die Initiative unterstützen. Das ganze muss auf Englisch sein und sollte keine Musik enthalten, dafür aber Name/Künstlername/Bandname. Und es muss ziemlich schnell gehen, denn bis Samstag früh muss der Zusammenschnitt der Statements an SXSW geschickt werden. Wer ein Statement hochgeladen hat, braucht nur den Link dazu an die C3S-Initiatoren zu schicken.

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4 Kommentare
  1. Kann mir wer erklären, was die Vor- und Nachteile für Nutzer und Künstler mit C3S im Vergleich zu z.B. Jamendo sind?

    > C3S is not managing and must not start managing creators‘ rights
    > before it has been granted the required permission to act as a
    > German collecting society by DPMA.
    Welchen Vorteil hat es für die C3S, wenn sie annerkannt werden würden?

    Wird CS3 wie z.B. die GEMA sein, nur dass sie die Messlatte von „All rights reserved“ auf „CC-BY-NC“ herunterstufen?

    1. Jedenfalls soll die C3S eine wirkliche Verwertungsgesellschaft werden, was Jamendo nicht ist. Dadurch könnte sie dann zB auch einen Anteil der Leermedien- und Geräteabgaben (Datenträger, Drucker, Kopiertantieme, …) an Künstler mit Sinn für free culture ausschütten. Momentan landet das komplett bei GEMA & Co.

    2. > Kann mir wer erklären, was die Vor- und Nachteile für Nutzer und
      > Künstler mit C3S im Vergleich zu z.B. Jamendo sind?

      im gegensatz zu privatwirtschaftlichen unternehmen arbeitet eine VG nicht mit dem ziel, eigene gewinne zu erwirtschaften. sie ist eine treuhand für ihre mitglieder und zieht nur verwaltungskosten ab. außerdem hat man als VG-mitglied mitbestimmungsrechte, wogegen man als firmen-kunde nur sehr wenig und auch nur indirekten einfluss auf das angebot hat.

      > Welchen Vorteil hat es für die C3S, wenn sie annerkannt werden
      > würden?

      um als VG tätig zu sein, *muss* sie die erlaubnis vom DPMA haben (VGs sind im urheberrechtswahrnehmungsgesetz geregelt).

      > Wird CS3 wie z.B. die GEMA sein, nur dass sie die Messlatte von “All
      > rights reserved” auf “CC-BY-NC” herunterstufen?

      die C3S will keine konkreten lizenzen vorschreiben, sondern die nutzung dieser lizenzen *ermöglichen*. vergleichbar mit der GEMA ist sie zwar oberflächlich dadurch, daß es auch eine VG für musik ist. aber es gibt eine reihe struktureller unterschiede, v.a. was die mitbestimmung der mitglieder angeht, aber z.b. auch ein konsequent werkbasierter ansatz (vs. automatische vertretung des gesamtrepertoires), oder das konzept, nicht national sondern EU-weit tätig zu sein.

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