Bettina Wulff vs Google

Bettina Wulff, die Ehefrau unseres ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff, geht gegen Berichte in Medien und im Netz vor, die ihr eine Vergangenheit als Prostituierte andichten. Das berichtet heute ganz groß die Süddeutsche Zeitung in ihrer Printausgabe, die uns vorliegt, die wir aber (technisch) nicht verlinken können. Laut der SZ ist Wulff in den vergangenen Monaten schon gegen 34 Medien und Blogger vorgegangen, die Unterlassungserklärungen unterzeichnen mussten. Bei den Bloggern handelt es sich um den 88-jährigen Verschwörungstheoretiker und Klimawandel-Lügner Hartmut Bachmann und die 71-jährige Hanna Thiele, die nicht weniger verschwörungstheoretisch unterwegs ist. Die Geschichte ging wohl laut SZ so, dass die in der FDP aktive Thiele das Gerücht aufschnappte und Wulff und FDP-Politiker erbost deswegen anschrieb und nie eine Antwort erhielt. Daraufhin erzählte sie es ihrem Bekannten Bachmann, der darüber bloggte und die Geschichte lief dann über kreuz.net bis zum Kopp-Verlag und landete auch als Gerücht bei Günter Jauch. Der Kopp-Verlag musste wohl bereits 10.000 Euro Schadensersatz an Wulff zahlen, bei den anderen sind keine Summen bekannt.


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Soweit, so gut. Interessant wird jetzt, dass Wulff wohl gegen Google vorgehen will, weil die Autovervollständigungs-Funktion bei der Suchmaschine hinter ihrem Namen weiterhin unvorteilhaft ist und suggeriert, dass sie früher als Prostituierte in einem Escort-Service aktiv gewesen sei:

Google argumentiert, dass man keinen Einfluss auf die Suchbegriffe nehme und die Ergebnisse die „tatsächlichen Suchbegriffe aller Nutzer“ widergeben würden, wie ein Sprecher der dpa erklärte. Allerdings gibt es bereits einige Gerichtsurteile in unterschiedlichen Ländern, wo Kläger erfolgreich gegen Google deswegen vorgangenen sind. Wir sind auf den weiteren Verlauf des Prozesses gespannt.

89 Kommentare
  1. Nur mal so: Sonst filtert Google doch massenhaft Begriffe, die im Entferntesten irgendwas mit Urheberrechtsverletzungen oder Erotik zu tun haben könnten, aus der Suchwortvervollständigung. Deshalb wundert es mich eh, warum das Wort ‚Prostituierte‘ noch nicht auf dem Index steht.

    1. Vielleicht meint Google eine andere Person „Betina Wulff“
      welche zufälligerweise als Prostituierte arbeitet :-)

      die wahrscheinlichkeit, dass es eine weitere Person namens Betina Wulff gibt ist nicht 0.

    1. Meiner Meinung sollte sich Google mal entscheiden entweder man betreibt die Suchmaschine auf eine transparente nachvollziehbare und abgesehen von Gerichtlichen zwängen unzensierte weise. Oder man stellt sicher das man Verleumdungen raus nimmt. Ein Zwischending ist bei einem Monopolisten jedenfalls nicht zu dulden. Google don’t be evil.
      Ein Beispiel ist das Google Webseiten mit vielen DMCA anfragen abwerten will aber YouTube davon ausgenommen werden soll.

      1. Google entscheidet sich immer so, wie es vorteilhaft für sie ist. Je nach Fall lieber dem Staat gehorchen und einen auf kooperativ machen oder sich den Nutzern als Verbündeter präsentieren.
        Nervig, aber es hat Methode.

      1. Die Autovervollständigung gibt doch keine Tatsachen Behauptungen von sich, sondern spiegelt nur häufig genannte Suchbegriffe wieder.

        Google behauptet hier sinngemäß nur „viele Nutzer die XYZ suchten, suchten auch XYZ + ABC”, was in dem Fall ja wohl eine korrekte Tatsache sein dürfte.

      2. Die Gerüchte über Frau Wulff sind doch schon länger bekannt und sind auch schon öfter in überregionalen Medien erwähnt worden. Für die wenigsten Menschen dürfte dieses Gerücht heute eine Neuigkeit gewesen sein.

        Was sich jetzt ändert ist, dass offenbar wird dass anscheinend niemand belastbare Beweise für diese Gerüchte vorlegen möchte und die Abgemahnten lieber Unterlasungsuerklärungen abgeben.

        Den Pöbel und die Klatschweiber kümmert sowas natürlich nicht. So funktionieren Schmutzkampagnen, das Motto ist „Irgendwas wird schon dran sein“ und „Irgendwas bleibt immer hängen“. Beweise und Fakten braucht man nicht.

        Eine ähnliche Taktik hat z.B. auch von der Leyen in der Internetzensurdebatte verwendet. Damals wurde das von der Netzgemeinde noch für böse erklärt, aber wenn es dem „politischen Feind“ passiert ist wird lieber über den Streisandeffekt geredet.

        Wirklich jämmerlich.

  2. > Klimanwandel-Lügner Hartmut Bachmann

    Meinten Sie: Klimawandel-Leugner

    Das Wort ist zwar bereits sehr wertend und nicht einer neutralen Berichterstattung würdig, aber würde zumidest einen Sinn ergeben.

  3. ich bin mir ziemlich unschlüssig über dieses thema – ich glaube nämlich das ist ein reiner pr effekt. man kann seit jahren den streisandeffekt nachgooglen – hat schon viele erwischt – und darum ist das kein unbekannter effekt sondern schon fast grundwissen web 1.1. so blöd kann man doch nicht sein mit benzin feuer zu bekämpfen oder doch?

    na das muss ein pr gag sein für ein neues buch, eine neue rtl tv show oder sonst was trashiges…. wetten?

    1. Man weiß nie, die Formulierung ist zumindest grenzwertig:

      „Interessant wird jetzt, dass Wulff wohl gegen Google vorgehen will, weil die Autovervollständigungs-Funktion bei der Suchmaschine hinter ihrem Namen weiterhin unvorteilhaft ist und suggeriert“

      Die Autovervollständigungs-Funktion suggeriert gar nichts, sondern zeigt lediglich an, was die meisten gesucht haben. Hätten mehr Leute nach „Bettina Wolf Männergeschmack“ gegoogelt, wär halt das zuoberst aufgetaucht.

    1. Google ja aber ihre Autovervollständigung könnte es nicht Überleben wenn jeder dagegen Klagen könnte , zumal diese ja nur ein Spiegelbild der Google-Suchen ist und nicht von Google Beeinflußt.
      Normalerweise müsste Frau Wulff deshalb alle Leute Verklagen welche nach ihren „Namen+ den Bgriffen“ Gegoogelt haben , aber das kommt sicher auch noch Irgentwann, wenn diese eigentümlichen Rechtsauffassungen so weitergehen.
      Google bleibt eigentlich gar nichts anderes möglich als sich der Klagen zu Erwehren, nur ob sie gerade beim „berühmten“ Hamburger-Landgericht damit auf Verständniss stoßen ist Zweifelhaft. Also kann der Prozess noch dauern.

  4. Habe da noch eine Idee. Könnte die Schufa nicht Kunden Daten verkaufen indem sie eine Suchmaschine gründen und dann die Daten in der Autovervollständigung anzeigen. Wenn sich Leute beschweren macht man einfach einen Google und behauptet die Leute haben das so eingegeben. Sollen die geschädigten erstmals nachweisen das irgendwelche Leute das nicht so eingegeben haben.

  5. Wenn Google wegen der Autovervollständigung Schadenersatz zahlen müsste , wäre es absolut denkbar das zukünftig Schuchmachinennutzer Abgemahnt werden können wenn sie nach bestimmten Begriffen oder Assoziation suchen.
    Das wäre dann wohl fast das Ende von Suchmaschinen oder gar des Netzes?

  6. @ich, wer sonst – wäre doch cool, wenn die Netzgemeinde es schafft, per SEO und Suchanfragen Google dahingehend zu beeinflussen, dass Die Autovervollständigung demnächst „Bettina Wulff Zensur“ ausspuckt. Wir von der Kanzlerpartei fangen schon mal an.

  7. Das Autovervollständigen könnte man ohnehin abschaffen, das würde doch keiner vermissen?
    Dadurch wird doch lediglich dieses Realitybubble-Dingens verstärkt.
    Gemau wie bei Youtube und Facebook etc. da werden in erster Linie Videos und Freunde vorgeschlagen, bei denen das System dahinter davon ausgeht, dass einem das anspricht.

    Durch das Autovervollständigen Feature versucht man doch in vielen Fällen gar nicht mehr die Suche selbst zu formulieren und die ganzen Anfragen werden dadurch in der Masse gebündelt und banalisiert.

    Torrent und Rapidshare wird ja schon lange nicht mehr suggeriert und als nächstes kommen dann plötzlich Werbeabhängige Vorschläge. Wenn google da schon Hand anlegen muss, kann man das ja auch gleich mit google-adds verknüpfen.

    Spätestens wenn Hans Muster klagt weil google Hans Muster Kinderschänder vorschlägt, kommt die Klage eh durch.
    Deaktivieren und gut ist.

      1. Ja klar, aber da zieht jetzt Frau Wulf die Klage nicht zurück deswegen… ich meine google kann das generell abschalten und tut allen einen Gefallen damit.

    1. Durch das Autovervollständigen Feature versucht man doch in vielen Fällen gar nicht mehr die Suche selbst zu formulieren und die ganzen Anfragen werden dadurch in der Masse gebündelt und banalisiert.

      Sagt wer? Nur weil du glaubst, dass es so gemacht wird, ist das Feature plötzlich Tinnef und muss weg?

  8. Die beste Alternative wäre, Frau Wulff in Suchergebnissen gar nicht mehr auftauchen zu lassen. Damit würde dann auch die Suche nach ihrem Buch negativ verlaufen.
    Vermutlich würde dies Frau Wulff am wenigsten gefallen, denn ich glaube, dass die unsinnige Klage Kalkül ist, um für genau dieses Buch zu werben.

  9. Durch diese Berichterstattung wissen doch nun noch mehr Menschen, dass Frau Wulff eine Vergangenheit im Rotlichtmilieu angedichtet wird. Sie wollte doch eigentlich das Gegenteil bewirken, nämlich, dass darüber nicht mehr berichtet wird. Nun wird noch mehr darüber berichtet (indirekt).

    1. Was momentan klar und deutlich kommuniziert wird, ist dass wer auch immer behauptet, Frau Wulf dies und das, der kriegt juristisch die Fresse poliert. Das geht auch nur, wenn besagte Gerüchte falsch sind.

      Ihr Handeln ist aus ihrer Situation heraus für sie mehr oder minder alternativlos und meiner Meinung nach insgesamt richtig.

    1. Wenn ich „nigge“ eingebe, dann kommt „niggemeier“, „niggemann“, „niggeloh“ und „niggemeier“.
      Tippe ich „niggemeier“ kommt er ohne Ergänzung und mit den Ergänzungen „denker“, „lanz“ und „denker ohz“. Daran sieht man, dass die Ergänzungen manchmal irreführend sind, denn als großer „Denker“ ist mir Niggemeier bisher nicht aufgefallen. Schaut man auf die Suchergebnisse, stößt man auf einen Psychotherapeuten Niggemeier-Denker aus Osterholz-Scharmbeck (OHZ).
      Niggemeier-Lanz gibt es nicht, sondern nur die Begebenheit, dass Stefan Niggemeier den Markus Lanz nicht mag.
      Weil die Google-Vorschläge so putzig sind, noch das Ergebnis zu „stefan niggemeier“: ohne Ergänzung und „schwul“, (wieder) „markus lanz“ und „twitter“.

  10. Klimawandellügner?! Wenn ich Manipulation und Gehirnwäsche will lese ich je nach Tageslaune Bild oder Spiegel, von euch hätte ich solche ideologischen Scheuklappen nicht erwartet. Nur weiter so, und ihr fliegt aus meiner Bookmarkliste. Ich fasse es nicht …

  11. Also in der Politik ist ein solcher Vorgang, Gerüchte streuen um einen Gegner zu schaden, völlig normal. Das wissen auch alle Beteiligten. Schön ist es natürlich nicht und anständig erst recht nicht, aber hey Leute, wir reden hier von Politik. Wer erinnert sich noch an die angeblich gefärbte Haarpracht eines Ex-Kanzlers? Und? Wie hat der damals reagiert? Richtig. Anwalt losgelassen und es war Ruhe im Karton.

    1. Laut „Süddeutscher Zeitung“ wurden die Gerüchte von CDU-Politikern gestreut. Das erinnert mich an die Barschel-Affäre und einen gewissen Herrn Pfeiffer, der auf den Ministerpräsidenten Engholm von der SPD angesetzt war. Letztendlich war überhaupt nicht mehr klar, wer für wen Schmutzkampagnen ausgeführt hat. Auch Engholm musste zurücktreten.

      1. Ministerpräsident war damals aber Barschel, es zeichnete sich lediglich ein Wahlsieg von Rot-Grün und somit Engholm ab. Ob das tatsächlich ausreichend für die Schmutzkampagne war, wurde ja nie richtig geklärt.
        Schmutzkampagnen haben auch andere Politiker schon getroffen. Ulla Schmidt z.B., hatte man damals auch versucht etwas anzudichten. Ziemlich perfides Zeugs, was wohl auch den Eindruck einer vermeindlichen Rotlichtverbindung erwecken sollte. Oskar Lafontaine, damals noch SPDler, erging es kaum anders.

  12. „“Wir stehen vor einem hochbrisanten Musterprozess gegen hochgradige Verleumdung und schwerste Verletzung durch das Medium Internet und der Frage, ob das alles ungesühnt hingenommen werden muss.““ Da sag ich jetzt mal lieber nichts dazu, ach so … http://www. zeit. de/politik/deutschland/2012-09/reaktionen-cdu-hannover-wulff

  13. Ich glaube der Firma Google nicht, dass sie nicht in die (angeblich automatische) Wortsuche eingreift. Geben Sie doch einmal „selbstb“ ein. Das führt zu „s…..bewusstsein“, s…..bräuner“, „s…..behalt“ und „s…..bräuner test“.
    Ab „selbstbef“ wird überhaupt nichts mehr vorgeschlagen.
    Noch ein Beispiel, nämlich „f“: „facebook“, „fernsehprogramm“, „freenet“ und „ffn“.
    Anschließend ein „i“: „firefox“, „fischkopf“, „finya“ und „fiskalpakt“.
    Es folgt ein „c“: „fichte“, „fichtelgebirge“, „fichtelberg“ und „ficus“, eine Birkenfeige.
    Das „k“ und weitere Buchstaben können sie sich sparen. Es kommen nämlich keine weiteren Vorschläge.
    So viel zur Automatik und Unabänderlichkeit des Google-Vorschlagswesens.

    1. Es dürfte wohl klar sein, dass es einfacher ist „ficken“ per Filter auszusortieren, bevor man die Vorschläge anzeigt, als das Wort „Prostituierte“, oder? Der Algorithmus wird wohl kaum moralische Maßstäbe anlegen und erkennen können, in welchem Zusammenhang die Worte benutzt werden.

  14. Bettina Wulff hat alles richtig gemacht; wie Niggemeier zu Recht betont, liegt auch der Streisand-Effekt nicht vor, wie andere behaupten.

    Wulff hat es vielmehr geschafft die vollständige Aufmerksamkeit auf den Gegner zu richten. Das ist gut geplant, falls es geplant ist.

    1. @Christoph Knappe

      ….und warum verklagt sie dann nur Google und nicht Microsoft mit Bing welche die gleiche Autovervollständigung haben?
      Hier geht es doch eher um Aufmerksamkeit und Ausnutzung des gerade allseits beliebten Google Bashing aus Neid , Missgunst und auch wegen den LSR in der Presselandschaft.
      Es gibt doch immernoch sehr viele Journalisten welche glauben Google und die Blogger bedrohen ihre Jobs und deshalb durchaus durchscheinen lassen wie sie sich heimlich Freuen wenn Google hier verliert.
      Was sollte aber Google machen die Autovervollständigung Abschalten und was kommt danach? auf jeden Wunsch hin einfach Zensieren oder wie viele sogar Fordern ihren Suchalgorithmus Offenlegen.
      Juristen oder Journalisten die so etwas Fordern verstehen nicht das Google ihren Suchalgorithmus gar nicht Offenlegen können oder auf jeden Wunsch ohne Richter hin zu Zensieren ohne eine Welle von Manipulationen zu erleben.
      Solche Klagen und Unkenntniss über Zusammenhänge im Netz Zerstören nur Stück um Stück das freie Internet.

      1. Es gibt verschieden Gründe mwarum Wulff Google verkalgt und Bing nicht. Weil keine Sau Bing benutzt. Oder weil Bing sich auch fügern müsste wenn die Sache mit Google entschieden ist und es bereits ein Urteil gibt. Und sich nicht zweimal die Arbeit machen möchte.

        Und was soll überhaupt dieses Spekulieren über Frau Wulffs Motiv? Ihr Vorgehen gegen diese beweislose Verleumdungskampagne wird dadurch nicht plötzlich schlechter. Sie stattdessen mit anderem Schmutz zu bewerfen und ihr niedere Motive unterstellen weil sie sich gegen die Verleumdungen wehrt ist armselig.

      2. Bing ist doch gut, ich finds inzwischen auch besser als guugel. Das Problem bei den Wulfs ist halt sowas hier …
        „Wulff zahlte 10.000 Euro Preisgeld auf Privatkonto“ [spiegel de] Es gibt eben Sachen, die tut man nicht.

      3. Wenn jedes angebliche beweislose Spekulieren , Vermutungen oder das verbreiten von Gerüchten demächst zur Zensur und Abmahnungen führen, haben wir bald ein Chinesisches Internet und wohl kaum noch eine Pressefreiheit !

      4. Wenn diese Spekulationen ja nur angeblich beweislos sein sollen, dann kannst Du diese Beweise ja gerne vorlegen. Oder irgendeiner der abgemahnten. Ich warte. Allerdings rechne ich nicht damit das von dir irgendwas anderes kommt als Spekulation und anonymes Dreckwerfen.

        Und wenn man gegen Verleumdungskampagnen und beweislose Unterstellungen vorgehen kann führt uns das ganz sicher nicht in die Zensur oder nach China – das grundlegende Elemente eines Rechtsstaats in dem man auch seinen Ruf mit juristischen Mitteln schützen kann und sich nicht hilflos dem Ausliefern muss.

      5. Ja natürlich, aber dann bitte bei lediglich denen welche diese Verleumnungen Behaupten also die Quelle und nicht einfachheitshalber Begriffe und Links in Suchmaschinen oder gar bei Zugangsprovider Sperren lassen oder gar diese Verklagen.
        Google behauptet dies ja nicht.
        Dies ist der große Unterschied zur Zensur.
        Zensur ist nicht den Urheber einer „Schmutzkampange“ rechtsstatlich zur Verantortung zu Ziehen mittels ordentlichen Gerichten und unabhängigen Richtern, sondern zu Versuchen dieses Rechtswesen auf vielfältiger Art zu Umgehen und ohne Richter mittels einfacher Verfügung, Abmahnung, ect. Seiten , Begriffe oder Links Sperren zu lassen.
        Denn was eine Verleumdung ist darf nur ein Richter entscheiden und kein Abmahnanwalt im Auftrage seines Mandanten.

  15. Drehen wir alle durch? was ist denn das Problem? Ich selber bin eine Germanistikstudentin und arbeite SEHR gerne als Prostituierte, jeder weiß es, dass ich es mache. Ich will es nicht verheimlichen! Was ist das Problem? es ist eine ganz normale Tätigkeit wie jede andere! Es ist die einzige Möglichkeit, um mein Studium und Ausgaben zu finanzieren …
    A.P,

    1. Ich fände es ja auch toll, wenn man Prostitution als normale Dienstleistung begreifen würde und die Behauptung, jemand arbeite als Prostituierte genauso ehranrüchtig wäre, wie die Behauptung, jemand arbeitet als Handwerker.

      Aber leider ist unsere Gesellschaft anders und wenn jemand eine solche unwahre Behauptungen verbreitet, sollte man das eben auch gerichtlich verbieten können.

      (Wobei Autovervollständigung eben keine Tatsachenbehauptung ist und ich hoffe, dass Wulf das auch um die Ohren fliegt)

    2. Scheint ein Fake-Kommentar von einem Stalker zu sein. Wörtlich steht er auch an anderen Stellen im Netz und eine google+-Seite macht auf den den Stalker, der den Namen missbraucht aufmerksam.

      Eventuell sollte man eine Löschund des Kommentars in Erwägung ziehen.

    3. hallo,

      dieser kommentar von „A.P.“ ist zum beispiel genauso ein fall von identitätsdiebstahl und verleumdung, gegen den jeder betroffene vorgehen sollte, ohne sich dem jämmerlichen vorwurf des streisand-effekts ausgesetzt sehen zu müssen.
      und vielleicht sollte jemand aus der redaktion tatsächlich in erwägung ziehen, den kommentar zu entfernen, bevor noch mehr leute auf den gedanken kommen, die echte A.P. hätte sich hier geoutet. bei dem namen dürfte eine identifizierung der dame im bekanntenkreis recht einfach sein und vielleicht fragen aufwerfen.

  16. google hat ja auch vor einiger zeit geändert, dass bei dem suchbegriff „verräterpartei“ nicht mehr die webseite der spd als erstes ergebnis erscheint.. sollte also möglich sein.

    1. google hat ja auch vor einiger zeit geändert, dass bei dem suchbegriff “verräterpartei” nicht mehr die webseite der spd als erstes ergebnis erscheint..

      …was schon bemerkenswert ist, weil es im Fall der SPD ja sogar richtig wäre…

  17. Wenn es gestimmt hätte, oder stimmen würde, wäre es unanständig so etwas zu kolportieren. Es gehört sich nicht ehemalige Protituierte medial zu outen. Wenn es nicht gestimmt hätte, oder stimmt, dann handelt es sich um Rufmord. Unabhängig von der Sachlage ist die Sache also eine unanständige Sache, die in den Medien nichts zu suchen hat.

    Es war richtig von Wulff der BILD ins Gewissen zu reden, es war rückgradlos sich dafür zu entschuldigen und eine solche Geste vom Präsidenten abzupressen.

    Erinnern wir uns daran, was Hape Kerkeling über sein Fremdouting durch BILD gesagt hat, erinnern wir uns an andere Fälle wo dieses Blatt rücksichtslos ehemalige Prostituierte geoutet hat. Es ging uns überhaupt nichts an, ob Lafontaine mit Wagenknecht zusammen ist. Ein Jahr nach dem Lancieren dieser Gerüchte in den Medien haben sie es bestätigt. Es interessent mich überhaupt nicht welche sexuelle Orientierung Peter Altmeier hat. Ich schätze professionelle Diskretion.

  18. Inzwischen muss man bei Google nur „b“ eingeben, dann kommt „bild“, „bahn.de“, „bettina wulff prostituierte“ und „berlin tag und nacht“.
    Suche ich z.B. nach „beckedahl“ werde ich erst einmal darauf hingewiesen. Und mit „b“ fangen sehr viele Worte an.
    Google sollte Bettina Wulff sagen, dass sie die automatische Vervollständigung abschalten kann. Zusätzlich sollte sie vermeiden, Webartikel über „Bettina Wulff“ zu lesen.

  19. Tut mir leid … das mit dem vorgezogenen Buch passt einfach viel zu treffend, als dass das nicht zu aller erst mal eine PR-Aktion gewesen sein soll.
    Was mich jetzt wundert ist, dass ausgerechnet Bild ihr mit die größte und positivste Werbung schenkt, wo sie doch in der Causa Wulff eine Hauptrolle einnahmen. Und ja, Werbung, denn einen Artikel kann man sowas nicht mehr nennen: http://www.bild.de/politik/inland/bettina-wulff/kaempft-mit-buch-gegen-prostituierten-geruechte-26111608.bild.html

  20. Was uns jetzt noch fehlt:

    Jemand, der ‚Kontrollverlust‘ schreibt.
    Jemand, von der Postprivatären Spackeria.
    Jemand, der auch Bettina Wulff heisst, einen Matratzengrosshandel betreibt und sauer wird, das Google ihr Suchergebnis versteckt.

  21. Ich bin sicherlich kein Fan der Wulff-Sippe, aber hier finde ich ihr Vorgehen verständlich. Wer will schon so etwas über sich lesen, zumal die Anschuldigungen ja offenbar falsch sind.
    Außerdem hat Google schon vorher die Autovervollständigungs-Funktion manipuliert.

    1. Stimmt schon und soweit werden dir die wenigsten widersprechen.
      Was sich Fr. Wulff aber gefallen lassen muss, sind einige Fragen die im Zusammenhang damit auftauchen.

      Die wichtiges ist wohl: Warum jetzt? Warum nicht 2010, als solche Gerüchte zum ersten mal aufkamen? Warum nicht vor 10 Monaten, als Jauch in seiner Sendung besagtes Zeitungszitat brachte, für das er nun verklagt wird? Warum hat sich nicht vor 7 – 8 Monaten, als alle auf den Wulffs rumhackten und das Gerücht wohl mit den meisten Verbreitungsgrad hatte, zum Rundumschlag ausgeholt?
      Warum jetzt, wo diese Gerücht zum einen keinen mehr interessierte und zum anderen, rein zufällig versteht sich, gerade ihr Buch von November auf kommende Woche vorverlegt wurde?

      Weitere Fragen die sich stellen: Warum Google für die Autovervollständigung und Jauch wegen eines Zitats (lächerlich ohne Ende imho) und warum nicht nach den Urhebern dieser Gerüchte gesucht und diese verklagt? Mir drückt sich der Eindruck auf, es ging ihr vorallem um größtmögliches Aufsehen und die erreiche ich halt nicht, wenn ich irgend einen Unionsnahen Blogger oder so verklage, da wirken Jauch und Google viel besser.

      Meiner Meinung nach riecht die Sache … und das ausgerechnet Bild ihr seit 2 Tagen wohlwollende Werbung in mehreren Texten schreibt, hin bis zu direkter Buchwerbung finde ich auch irgendwie suspekt.

      Wenn sie sich nur wehrt, dann hat sie sich den denkbar schlechtesten Moment dafür ausgesucht, für eine PR-Kampagne, für ihr neues Buch (dem Bild übrigens „ganz schnell Platz 1 für die Bestsellerlisten“ vorhersagt) aber ist der Zeitpunkt aber ein 100% Volltreffer.

  22. Markus Beckedahl schrieb:

    „Bei den Bloggern handelt es sich um den 88-jährigen Verschwörungstheoretiker und Klimawandel-Lügner Hartmut Bachmann und die 71-jährige Hanna Thiele, die nicht weniger verschwörungstheoretisch unterwegs ist.“

    Wenn man ueber einen vermeindlichen Rufmord schreibt, sollte man sich nicht wie ein Elefant im Porzellan-Laden verhalten. Den physikalischen Unsinn von einem anthropogen verursachten Klimawandel zurueckzuweisen, hat nichts mit Klimawandel-Luegner zu tun.

    Lernen Sie, Markus Beckedahl, erst einmal, was Klima und Physik des Klimas bedeuten.

    1. Hallo Herr Kramm,

      bitte seien Sie mir nicht böse, aber ich finde es gelinde gesagt zum Kotzen, wenn Menschen, die der Deutschen Sprache mächtig sind, mit Fremdwörtern rumprotzen müssen um Ihre intellektuelle Überlegenheit zu demonstrieren!
      Warum muss ich eigentlich eine Enzyklopedie bemühen, um einfache Zusammenhänge verstehen zu dürfen?
      Warum fällt es Ihnen so schwer, anstatt von „antroprogen verursacht“ die Deutsche Wortwahl „vom Menschen verursacht“ zu benutzen?

      Haben Sie möglicherweise Angst davor verstanden zu werden?

      Und nun, nachdem ich weiß, was Sie damit sagen wollten verstehe ich auch den Unsinn, den Sie verbreiten wollten.
      Nämlich, dass der Klimawandel nicht durch den Menschen entstanden ist. Sie denken also, das es den Klimawandel auch ohne den Menschen gegeben hätte.

      Jetzt verstehe ich auch Ihre Angst möglicherweise verstanden zu werden!

      1. Carlos,

        Das Wort „anthropogen“ wird mindestens seit etwa vierzig Jahren staendig in der Umwelt- und Klimaforschung verwendet. Selbst in den Medien bedienen sich Journalisten dieses Worts. Haben Sie davor Angst, etwas Neues lernen zu muessen?

        Sie schrieben:

        „Und nun, nachdem ich weiß, was Sie damit sagen wollten verstehe ich auch den Unsinn, den Sie verbreiten wollten. “

        Im Gegensatz zu Ihnen vertrete ich das Fachgebiet Physik der Atmopshaere, wozu auch die Physik des Klimas zaehlt, an einer an einer amerikanischen Universitaet auf Professoren-Level . Wollen Sie, der noch nicht einmal die einfachsten Begriffe kennt, mir unterstellen, ich wuerde hier Unsinn verbreiten? Im Gegensatz zu Ihnen publiziere ich die Ergebnisse meiner Forschungsarbeiten in Fachzeitschriften. Sie schwaetzen nur dummes Zeug nach, was keiner wissenschaftlichen Pruefung standhaelt.

        Sie schrieben weiterhin:

        „Nämlich, dass der Klimawandel nicht durch den Menschen entstanden ist. Sie denken also, das es den Klimawandel auch ohne den Menschen gegeben hätte.“

        Die einzige physikalische Beeinflussung des Klimas durch den Menschen liegt im wesentlichen in der Aenderung der Landnutzung, weil eine solche Aenderung eine Aenderung der planetaren Albedo a_p im solaren Bereich bewirken kann. Was im globalen Mittel im System Erde-Atmosphaere an solarer Strahlung absorbiert wird, ist naemlich gegeben durch

        (1 – a_p) S/4

        wobei S = 1361 W/m^2 die Solarkonstante ist. Normalerweise schwankt die planetare Albedo zwischen 0,28 und 0,32, wobei Ausreisser zu noch niedrigeren und noch hoeheren Werte moeglich sind. Eine Aendeung der planetaren Albedo von +/- 0,01 bedeutet eine Aenderung der im System Erde-Atmosphaere absorbierten solaren Strahlung von etwa +/- 3,4 W/m^2 im globalen Mittel. Dagegen verblasst alles, was angeblich sog. atmosphaerische Treibhausgase seit etwa 250 Jahren verursacht haben sollen. Was dazu in den verschiedenen IPCC-Reports verbreitet wurde, ist nur physikalischer Humbug.

        Der Wert der Solarkontante von etwa 1361 W/m^2, wie er juengst mit Hilfe verschiedener Satellitensyteme (ACRIMSAT/ACRIM3, gestartet in 2000, SORCE/TIM, gestartet in 2003, and PICARD/ PREMOS, gestartet in 2010) bestimmt wurde, wurde bereits mehrfach in den vergangenen 6 Jahrzehnten mit Hilfe von Direkt- und Satellitenmessungen ermittelt. Da in den vergangenen Jahrzehnten ein Wert von atwa 1367 W/m^2 als Solarkonstante in die Klimamodellierung einging, koennen wir die Projektionen der Klimamodellierung vergessen. Nichts davon ist wissenschaftlich belastbar. Im uebrigen existiert bis heute keine theoretische Grundlage, die es erlaubt, eine Projektion des Klimas ueberhaupt vorzunehmen. Nach Lorenz (1975) wird eine solche Projektion als „Prediction of Second Kind“ bezeichnet, womit gemeint ist, dass diese „Prediction“ auf den Randbedingung beruht. Die Genauigkeit, mit der diese Randbedingungen ermittelt werden koennen, laesst eine belastbare Projektion des Klimas ueberhaupt nicht zu.

      1. Lieber @Carlos, das Internet ist voll von Wichtigtuern, die sich unter einer meist grünen Ku-Klux-Clan-Mütze verstecken und dann
        jeden prügeln oder verspotten, der ihe eigenen Vorurteile nicht teilt.

        Sie haben oben Prof. Gerhard Kramm, der zu den führenden Theoretischen Meteorologen der Welt gehört, angegriffen, weil geschrieben hätte, daß der „Klimawandel“ nicht durch den Menschen verursacht würde. Wissen Sie – lieber „Carlos“, denn überhaupt, wie der Begriff „Klimawandel“ exakt definiert ist? Ich darf Ihnen verraten, daß es eine exakte und trennscharfe Definition dazu (die es also erlaubt, anhand eines meteorologischen Datenpakets einen „Klimawandel“ von einem „Nichtklimawandel“ zu unterscheiden), in der wissenschaftlichen Literatur gar nicht gibt. Und die zuständigen Ministerien in Berlin und Wien haben eine solche Definition auch nicht – das habe ich durch Anfragen abgeprüft! . Falls Sie der Auffassung sind (nach der in Deutschland laufenden Gehirnwäsche kein Wunder), daß tatsächlich der Mensch das „Klima“ steuert, laden Sie mal unsere Studie zu dem Thema (bei der Prof. Kramm neben einer Reihe weiterer Wissenschaftler beratend mitgewirkt hatte):
        http://www.ke-research.de/downloads/Klimaretter.pdf

        Klaus Ermecke
        KE Research
        Oberhaching

  23. 1: über die wullfs WILL man in dtl mittlerweile ALLES glauben
    + das passiert dann auch einfach
    spricht es schon wieder für ein volk wenn es sich gerade solche
    schufte sucht?
    2: gut wäre es sich mal selber in die lage von betroffenen zu versetzen
    auch wenn man sie nicht *mag* (?)
    wie würde es einem selber gefallen wenn bei seinem namen aller
    möglicher müll, gerücht schädigindes erschiene
    googel greift ja in anderen fällen auch ein

    http://thelongwaydown.de

  24. Zumindest sollte die Autovervollständigenfunktion abgeschaltet werden (wer braucht die eigentlich ?):

    Wenn statt Frau Wulff und Berufsangaben

    Pinocchio Kinderschänder

    vorgeschlagen würde, gäbe es vor dem Haus von Pinocchio die Zusammenrottung eines Lynchmobs. Pinocchio würde daraufhin auf dem Scheiterhaufen verbrand werden.

    Wer über ein Bot-Netz verfügt und einige Tausende Suchanfragen an Google übermitteln kann, hat also die „License to kill“ gegen Pinocchio ?

    Insofern bemerkt vielleicht Frau Wulff nur früher als andere, daß wegen YouTube-Videos bereits Botschaften gestürmt und Menschen ermordet werden und auch diese Autovervollständigenfunktion für die Opfer eventuell nicht so lustig ist.

  25. Im Bezug auf die AutoComplete-Funktion von Google gibt es eine neue Entscheidung vom OBERLANDESGERICHT KÖLN, die zwar schon von Mai 2012 stammt, das Urteil aber wohl erst jetzt aktuell veröffentlicht wurde.

    Um es kurz zu sagen, so hat das OLG Köln entschieden: Das die Suchbegriffe, die automatisch und zusätzlich von Google vorgeschlagen werden, nicht zu einer Persönlichkeitsrechtsverletzung führen können, da sie keine eigene inhaltliche Äußerung des Suchmaschinenbetreibers selbst wären. Deshalb treffe dem Suchmaschinenbetreiber wie Google für mögliche eherverletzende angezeigte Begriffe auch grundsätzlich keine Haftung ..

    Näheres dazu, siehe etwa:

    Ein Bericht auf JuraForum.de:
    => http://goo.gl/s0NCt

    Das Urteil bei Telemedicus:
    => http://goo.gl/HSYQQ

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