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Wie unsicher sind deutsche Mobilfunknetze?

Philip Banse hat für Deutschlandradio Kultur ein 30 Minuten langes Feature zum Thema „Hacker im Handynetz – Wie unsicher sind deutsche Mobilfunknetze?“ gemacht. Davon gibt es das Transcript und eine MP3 zum Nachhören.


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Das Abhören von Handygesprächen war bisher eine Sache von Polizei und Geheimdiensten. Mittlerweile kann jeder mit etwas technischem Sachverstand Handys ausspionieren oder sogar Handynetze teilweise lahmlegen. Denn nahezu alle Mobilfunknetze der Welt basieren auf GSM – dem global System for Mobile Communication. Doch ausgerechnet dieses so wichtige technische System unserer Gesellschaft ist voller Fehler und Sicherheitslücken.

Nicht nur Gespräche können abgehört und SMS mitgelesen werden, auch sensible Daten, die über GSM-Netze verschickt werden, sind leicht von Dritten abzufangen, wie zum Beispiel beim Telefonbanking oder in der Kommunikation zwischen Zügen. Bislang haben die Netzbetreiber jedoch nichts getan, um die Sicherheitslücken zu schließen.

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11 Kommentare
    1. Das Gegenteil ist richtig: GSM macht aus heutiger Sicht mehr richtig, als die gesammelte WLAN Entwicklung vielleicht mit Ausnahme das ein Verschlüsselungssystem vorgeschlagen wurde (es ist zB vorgesehen dieses zu Ersetzen!) das mittlerweile Brute-Force angreifbar geworden ist.

  1. Unabhängig davon, das man aus dem was dort präsentiert wird, auch manchmal andere Schlüsse ziehen kann und das der Verweis aus Security-by-Obscurity oft nicht stimmt…
    und weil ich selber vereinfacht-gesagt Mobilfunktechnik entwickle:

    Warum gibt es keine konstruktive Diskusssion?

    Nur einfach darauf hinzuweisen, das das alles nicht so funktioniert wie sich ein paar Benutzer das vorstellen (oder wo wird in deinem Mobilfunkvertrag versprochen, das Sprachverbindungen sicher verschlüsselt werden?) ist zwar ganz nett.

    Aber was ist der Schluß daraus?
    Wie wird das jetzige und zukünftige System sicher?

  2. Einfach mal ein paar Politikern Mitschnitte/Mitschriften ihrer privaten Gespräche oder SMS zuschicken. Anonym, versteht sich. Die würden sofort Druck auf die Netzbetreiber machen.

    Wahlweise könnte man auch den BILD-Chefredakteur für dieses Experiment nehmen. Wenn BILD das Thema aufgreift, wird die restliche Medienlandschaft folgen.

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