Kultur

Was ist sozialdemokratisch?

Als Sozialdemokrat hat man in den letzten paar Jahren in der Regel einige Identifikationsprobleme bekommen, außerdem ist die die Frage nicht mehr einfach zu beantworten, wofür das sozialdemokratisch eigentlich steht. Genau dieses Problem möchte die neue Plattform das-ist-sozialdemokratisch.de angehen, ein gemeinsames Projekt von Mathias Richel und Dennis Morhardt.


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29 Kommentare
  1. Hihi, und gleich mal eine nur wohlwollend als korrekt zu bezeichnende Einbindung eines unter einer CC-Lizenz verfügbaren Bildes.
    Nix Lizenz- oder Urhebernennung. Immerhin Link zur Seite bei Flickr und die Info im Alternativ-Text.
    Naja… die üben halt noch.

  2. In Netzpolitik müssen die überhaupt erstmal ein eigenes Konzept entwickeln. In Sachen Sozialpolitik hängt die SPD auch hinterher wo doch mitlerweile die Diskussion zunehmend um Grundeinkommen dreht anstatt noch weiterhin zu versuchen die Leute in Arbeitsplätze zu pressen die es nicht mehr gibt.

  3. Jepp. Sozialdemokratie ist eine Antwort auf die Probleme des vorletzten Jahrhunderts. Unser Wirtschaftskonzept konnte nur so lange gut gehen, wie es Mangel (und damit Raum zum Wachstum) gibt. Auf Teufel komm raus knappe Rohstoffe in Dinge zu verarbeiten die niemand braucht ist kein tragfähiges Wirtschaftskonzept. Und diese Waren gegen bedruckte Papierscheinchen zu tauschen ist einfach nur dumm.

  4. Eine nette Idee, die „gute alte Tante SPD“ noch einmal retten zu wollen. Nett, aber vergeblich – die wird nämlich auch weiter von den Seeheimern zugrundegerichtet.

    Viele Grüsse,
    VB.

    1. Mir kommt es so vor als waeren die Seeheimer die einzigen Leute in der SPD, die nochmal irgendwas sinnvolles auf die Beine stellen koennten.

      Auf jeden Fall hoffe ich, dass weder der linke Fluuegel der SPD noch solche Gruppen wie die Linkspartei in naechster Zukunft nichts zu sagen haben.

      1. Noch „sinnvoller“ als die Agenda 2010 ? Die Seeheimer mit ihrer Illusion von der „neuen Mitte“, sind doch genau die, die SPD dahin getrieben haben, wo sie jetzt ist. Irgendwo rum eierend zwischen, die CDU noch von rechts zu überholen und alter sozialdemokratischer Rhetorik, die ihnen aus gutem Grund keiner mehr abnimmt. Wieso sollte ausgerechnet von denen irgendwas Positives zu erwarten sein ?

        Eine SPD, die tatsächlich wieder „links“ wäre, hätte ja wenigstens noch eine programmatische Berechtigung, als Alternative zur CDU. (Und die „Linkspartei“ würde sich auch ganz schnell wieder verabschieden.) Die jetzige, mit den Seeheimern am Ruder, ist ja nicht mal dazu zu gebrauchen und wird der Partei ziemlich sicher auch den Rest geben.

      2. Ich kenne die Agenda 2010, und habe mit ihr kein Problem. nicht das sie perfekt waere, aber den Untergang des Abendlandes verkoerpert sie nicht. Der linke SPD-Fluegel kommt aber sehr realitaetsfern vor. Aber wir leben leider nicht mehr im Jahr 1960.

        Naja, wer als Hauptfeind die SPD hat muss ja eigentlich zufrieden sein, dass er von Schwarz-Gelb regiert wird?

      3. Die SPD ist nicht mein Hauptfeind – es ist nur so, daß ich von Konservativen noch nie etwas erwartet habe – also können die mich auch nicht enttäuschen. Wenn man sehen will, was Konservative einem Land antun können, braucht man sich nur (das alte) China anzusehen. Im 15. Jahrhundert eine Weltmacht die ganz Europa ohne weiteres in die Tasche stecken konnte, und Anfang 20. Jahrhundert so heruntergewirtschaftet, daß sogar die Kommunisten noch ein Fortschritt waren. Was ist dazwischen passiert? Ein halbes Jahrtausend lang konservative Regierung, die konsequent jede Veränderung (und Weiterentwicklung) blockiert hat.

      4. „Hauptfeind“ ist jetzt aber übertrieben. Ich mein, klar, ich wünsche der SPD von Herzen einstellige Wahlergebnisse. Aber die wünsche ich der CDU auch. Ich halte nichts von Parteien, die Politik gegen die Mehrheit der Menschen machen, um exklusiv eine kleine vermögende Oberschicht zu bedienen. SPD, CDU, FDP und Grüne, wo ist da noch der Unterschied ?

        Problematisch ist natürlich, dass wenn immer mehr Bürger das Gefühl haben, dass sie durch Wahlen überhaupt keinen Einfluß auf die Politik nehmen können, das auch unsere Überreste an Demokratie gefährden könnte. Aber das kann Schröder sich dann noch als tatsächlichen Verdienst seiner Agenda anhängen.

      5. Ach ja, da gehts schon wieder los. Die Agenda 2010 war nicht einfach Politik fuer eine kleine Vermoegende Oberschicht. Nahezu alle meine Bekannten haben in den letzten Jahren profitiert, und da sind auch viele Facharbeiter, Arbeiter und z.B. ehemalige Leiharbeiter dabei, die in eine Festanstellung uebernommen worden sind. Es ist das erste mal, dass in Deutschland die Sockelarbeitslosigkeit gesunken ist. Sicher auch ein Verdienst der Arbeitsmarktreformen.

        Und wer bleibt eigentlich uebrig, wenn all genannten Parteien die Stimmenanzahl bekommen, die Du ihnnen zusprichst? Werden wir dann regiert von einem Buendnis von Piraten und der Partei Bibeltreuer Christen? Das wird sicher toll. Aber konstruktiv ist das nicht.

        Naja, jetzt haben wir eine tolle Schwarz-Gelbe Regierung. Mehr Privatisierung, besonders im Bildungsbereich, Kopfpauschale, etc. pp. Wir haben doch noch Glueck das die so inkompetent sind und kaum ihre eigene Agenda durchsetzen koennen. Aber Hauptsache die SPD ist ein schoenes Feindbild.

      6. Na gut, dann sehen wir uns doch mal die großen Erfolge der Agenda 2010 an. Als da sind: Prekarisierung, Dumpinglöhne (größter Niedriglohnmarkt der EU!) und Altersarmut. Sowie Quasi-Subventionierung von miserabel bezahlten Arbeitsplätzen. (=Aufstocker). Wem dürfte all das wohl sehr gut gefallen ? Zumindest wohl der Iniative Neue Soziale Marktwirtschaft und der Bertelsmann Stiftung. Gerade letztere, wie man weiß, hatte ja besonders große Einfluß auf die Agenda 2010. Aber die haben sicher auch nur an das Allgemeinwohl und nicht an die Divende des eigenen Konzerns gedacht, schon klar. Wer sowas als Partei umsetzt, ist entweder kreuzdämlich oder bedient die Interessen von Superreichen. Mehr Möglichkeiten sehe ich da nicht.

  5. Es ist ja erschreckend, dass eine „Volkspartei“ sich nicht in erster Linie programmatisch darstellt, sondern potentielle Wähler fragt wie sie sich darstellen soll.
    Ich glaube (leider) nicht, dass auch gut gemeinte Beiträge, vielleicht sogar durchdacht und ordentlich ausformuliert auf einer solchen Seite etwas ändern.

  6. Wer mag kann ja so ziemlich jeden Gaschke Kommentar bei der ZEIT lesen, letztendlich geht es da um nichts anderes … Lustigerweise habe ich beim letzten Absatz nur noch gelacht. Ich wusste weder wer gemeint war noch warum. Als es mir dann einfiel wurde es auch nicht besser …

    http://www.zeit.de/2011/23/P-SPD/komplettansicht

    PS: Evtl. noch etwas für die NP aus dem ÖRR:

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1475947/

    Mit den lustigen Leuten von Verdi. Wobei man irgendwie auch wieder bei der SPD wäre.

  7. wenn ich mal versuche es ernst zu nehmen (schwierig genug):

    Friedenspolitik kommt in deren Themenspektrum nicht vor.

    – passt schon, da ist nix mehr zu retten.

  8. Als Frage ist das völlig berechtigt, da der schnelle Wandel zumindest partiell auch – oder gerade in einer Volkspartei abgebildet werden sollte. Ob man sich allerdings seinen Kanzlerkandidaten vom politischen Gegner auffstellen lassen sollte und den dann als Sozialdemokraten bezeichnet ist eine andere Frage.

  9. Solange vorrangig Seeheimer in den Spitzen der SPD ihr Unwesen treiben und man die Agenda 2010 nicht falsifiziert, braucht die SPD kein Mensch. Nicht umsonst ware Peer Streinbrück, der seit kurzem als Kanzlerkandidat gehyped wird, beim letzten Bilderberg-Treffen. Der tingelt ja eh durch alle Wahlkreise in NRW, damit er am Pöstchen kleben bleiben kann.

    Die SPD – ein korrupter Scheissverein der Unterklasse!

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