Kultur

Überraschung: Spd.de läßt Nutzer-Blogs zu!

Auf spd.de hat ein Nutzer namens Herr Keuner ein Posting mit dem Titel „IPv6 – Eine Gefahr mit größerem Schadenspotential als die Entdeckung der Kernspaltung“ geschrieben. Wie man anhand des Titels vermuten kann, ist die Argumentation und Herleitung etwas wirr. Das Posting wiederum wird gerade über Blogs und Twitter herumgereicht und viele fühlen sich in ihrer Ablehnung der SPD gegenüber in Technologiefragen bestätigt.


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Moneyquote von Fefe:

[l] Die SPD klärt auf: IPv6 hat ein höheres Schadenspotential als die Entdeckung der Kernspaltung. Money Quote:

6) eine IPv6 darf nicht geheim installiert werden

m(

Nun könnte man als medienkompetenter Mensch wissen, dass sich spd.de vor einiger Zeit geöffnet hat und dort (fast) jeder Nutzer einfach so mitschreiben kann. Oder man könnte auch schon beim Nutzernamen „Herr Keuner“ argwöhnen, dass es sich nicht um eine offizielle Stellungnahme eines Parteifunktionärs und/oder der Partei handelt. Es gibt auch eine Nutzerpage, die einen Klick weiter ebenfalls zum nachdenken anregen könnte. Letztendlich ist ein Blog-Posting auf spd.de am ehesten mit einem Nutzer-Kommentar auf piratenpartei.de vergleichbar. Ich wünsche nur viel Spaß, wenn jetzt jeder wirre Nutzer-Kommentar auf piratenpartei.de so als offizielle Aussage der Piratenpartei rumgereicht wird.

Aber wer möchte schon nachdenken, wenn man das Gefühl hat, ein Klischee und/oder Vorurteil wäre erfüllt und man sofort einen hämischen Kommentar twittern oder bloggen kann?

Kleiner Tip: Vielleicht löst die SPD das Problem zukünftig ja, indem nochmal explizit irgendwo prominent dazu geschrieben wird, dass ein Blog-Posting auf spd.de nicht unbedingt die Meinung der Partei vertritt.

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112 Kommentare
  1. Du hast sicher recht Markus, der Name haette stutzig machen koennen. Allerdings ist ein Beitrag der direkt auf http://www.spd.de erscheint, der nicht offensichtlich als „nicht offiziell“ gekennzeichnet ist, auf einer Seite von von offiziellem SPD Krams nur so wimmelt durchaus… nennen wir es mal irrefuehrend.

    1. Im ersten Satz steht das magische Wort „ich“. Alleine schon da muss jedem klar sein, dass es sich um eine persönliche Meinung dieser Person handelt, sonst würde da „wir, die SPD“ stehen.

  2. Hallo Markus,

    schön, dass ihr die Blogs auf spd.de entdeckt habt. Alle Mitglieder und Nutzer_innen, die möchten, können auf der Website ein eigenes Blog führen und dabei frei ihre Meinung äußern. Auf diesem Weg wollen wir mehr Meinungen in die Partei tragen und neuen Diskussionsraum sowie eine Vielfalt von Themen zur Verfügung stellen.

    Auf der Übersichtsseite der Blogs noch einmal gut sichtbar darauf hinzuweisen, dass es sich um Nutzerblogs handelt, ist für Leser, die sonst das Geschehen auf spd.de nicht verfolgen, sicher sinnvoll.

    Viele Grüße
    Teresa

      1. Genau so ist es. Vor allem da der Rest der Seite (wenn man oben in der Menuezeile rumklickt) ja direkt auf „offizielle“ Seiten fuehrt (oder bin ich schon wieder zu blind?)

      2. klar. diese medienkompetenz setzt man ja auch bei staatsorganen vorraus, wenn mal wieder irgendein blogeintrag um 5 ecken verfassungsfeindlich ausgelegt wird oder volksverhetzend, verleumderisch, etc.

        ist ja schön, dass die spd web 2.0 entdeckt hat. nun muss man einen diskussionsbeitrag nur noch so kennzeichnen, dass er auf spd.de nicht so aussehen kann, wie von gabiel abgesegnet und alles wird gut.

  3. Mir war das durchaus bewusst – was mich aber nicht davon abhält, mich darüber lustig zu machen. Das muss jeder über sich ergehen lassen, der den positiven Nutzen von UGC abgreifen will, ohne explizit darauf hinzuweisen.

    Gleiches galt für den Benutzerblog im Webangebot einer Computerspiele-Zeitschrift, der auf den ersten Blick wie ein redaktioneller Beitrag aussah und gegen Plagiate-Wikis angewettert hat. Da muss man sich wirklich nicht wundern, wenn das auf das Angebot zurückfällt.

  4. Auch wenn euer Beitrag sachlich unbestritten korrekt ist, könnte man doch den Eindruck bekommen, ihr mögt Fefe nicht mehr besonders, seit er gegen Alvar und Padeluun gerantet hat.

    Fefe hat m.E. noch nie Anspruch auf Objektivität oder gar „journalistische Qualität“ erhoben. So gesehen geht dieses SPD-Bashing völlig in Ordnung.

    Von euch als Medienprofis, wenn ich das mal so sagen darf, hätte ich hingegen etwas mehr Gelassenheit erwartet.

      1. Blödsinn, Fefe veröffentlicht Links zu offiziellen Veröffentlichungen im Netz und zieht mit seinen Kommentaren dazu seine persönlichen Schlüsse. Im Gegensatz zur Bild, wird man zum denken angeregt. Wer natürlich nur die Kommentare liest und nichtmal den Links folgt, dem ist nicht zu helfen.

    1. @gb: Ich mag Fefe, aber trotzdem finde ich es etwas billig, hier gleich die ganze SPD in Geiselhaft zu nehmen, außerdem nehme ich es vielen Lesern nicht ab, als medienkompetente Menschen blog.fefe.de lesen zu können.

      Einerseits wird von Parteien Offenheit gefordert, aber wenn eine Partei etwas mehr Offenheit wagt, wird sofort drauf geschossen. Die SPD bietet noch genug Angriffsfläche für inhaltliche politische Auseinandersetzungen, da muss man nicht gegen dämliche Nutzer-Kommentare schießen.

      1. Wie ja eben schon gesagt wurde, ist das nicht so einfach zu erkennen. Es sieht wie eine offizielle Äußerung der SPD aus – auch wenn der Ausdruck, es wimmelt nicht von Politikerdeutschphrasen, stutzig hätten machen sollen. Aber ich denke, dass ruhig drauf ‚geschlagen‘ werden darf, wenn Schrott unter diesem Rahmen geschrieben wird.

      2. Also vielleicht bekommt ich da irgendetwas wesentliches nicht mit KOMMA ABER wenn ich die nämliche Seite aufrufe bekomme ich den Eindruck das ungefährt gefühlte vier Möglichkeiten der Darstellung es handle sich um UGC gepflegt ausgelassen werden.

        Siehe Autor, siehe Angaben zum Autor, siehe Überschrift, siehe Impressum.

        Der Kollege von Leitner hat leider vollkommen Recht: Es ist (und das ist das traurige, unabhängig vom Inhalt des Artikels) schlicht und einfach unprofessionell und trägt (absichtlich) nur zur Verwirrung bei.

      3. Markus, WTF ist das den für eine Hyperbel?

        Ich mag Fefe, aber trotzdem […] außerdem nehme ich es vielen Lesern nicht ab, als medienkompetente Menschen blog.fefe.de lesen zu können.

        Warum sollten wir nicht können? Fefe verlinkt oft ein gerüttelt maß aus „daily wtf“, und nicht immer liegt er so quer zur Realität wie bei dem SPD-posting. Überdies ist er zwar ein Polemiker vor dem Herrn, aber er scheint sich zumindest vollständige Unabhängigkeit zu wahren.

        Ich spar mir jetzt den rant über netzpol-leser, die mal hier im Konsummodus vorbeischauen und sich dabei nicht mal merken, daß hier twitter und die Werbeindustrie Daten sammeln. Bei Fefe kann ich jedenfalls den ein oder anderen Lacher haben, ohne Augenkrebs zu bekommen und ohne mir Gedanken über jedes cookie zu machen. Daß er dafür auch manchmal schlecht recherchiert, nehm ich doch mal gern in Kauf. (Anderes behauptet er ja auch nicht. ) Insbesondere, wenn jemand anders besser aufpasst. Schließlich lese ich Fefe eher nicht als news-Seite. Eher, weil er wirklich manchmal „news“ hat, die sonst keiner in D. bloggt.

      4. Markus, ich finde den Artikel hier in Netzpolitik auf jeden Fall angebracht: Ob man FeFe mag oder nicht ist ja voellig egal. Aber fuer einen Usercomment eine Partei verantwortlich zu machen ist genau das, wass wir mit #iminternetgeboren anprangern: Das naemlich einem Medium (Portal) pauschal die Schuld fuer saudummes (oder eben kriminelles) Verhalten von Einzelnen gegeben wird.

        Von daher ist das ganz klar ein #Fail von FeFe in diesem Fall (wobei hier sicherlich gleich angemerkt wird, dass ja FeFe mit Absicht keine journalistischen Ansprueche hat etc.)

      5. hast du noch ein paar frechheiten mehr für uns leser auf lager? medieninkompetent? wie wärs mit niveaulos und generell ein bisschen dümmer?

      6. @markus: Wenn Du Fefe magst, wie konntest Du dann bis jetzt uebersehen, dass er bei Links zu satirischen Beitraegen eigentlich nie dran schreibt, dass sie Satire sin£? Steht doch sogar in seiner FAQ. Ich wuerde behaupten, wenn tatsaechlich Leser von ihm den Blog-Eintrag ernst genommen haben, hat Fefe genau erreichtt, was er wollte: Die betroffenen Leser haben sich herrlich mit ihrer fehlenden Medienkompetenz blamiert und sind in Zukunft hoffentlich wieder etwas kritischere Konsumenten.
        Genau das macht den Unterschied zur Bild: wenn man Bild ernst nimmt, macht man sich leider bei der Mehrheit der Bevoelkerung nicht laecherlich, und die scheinen auch alles ernst zu meinen (bzw. wuenschen sich zumindest, der Leser moege es ernst nehmen). Wer Fefes Kommentare eins zu eins uebernimmt ohne die Ernsthaftigkeit zu hinterfragen, macht sich zwangslaeufig laecherlich.
        Schade, wenn ihr euch da verzofft. Netzpolitik und Fefe sind zwei komplett unterschiedliche, gute Formate, die beide auf ihre Art ein gewisses Niveau beim Leser voraussetzen.

        1. Boah ist das billig. Wenn jedes Medium klein in die FAQ schreiben würde, dass man Satire nicht kennzeichnet, um immer eine Rückzugsmöglichkeit zu haben, wenn man sich mal wieder durch eine Falschmeldung / -einschätzung blamiert hat… Entweder man macht es besser als die Bild und publiziert mit Verantwortung (Ob journalistisch oder nicht-journalistisch) oder man macht genau dasselbe.

      7. @Gabriel: Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob Fefe drauf reingefallen ist, einen kaputten Ironiedetektor hat, oder eben nicht.
        Bin mir nichtmal sicher, ob ich persönlich sonderlich gut mit ihm klar käme, wenn ich ihn mal treffen würde.
        Das ändert aber nichts an der Einschätzung, dass Fefe-Leser ohne Lesekompetenz sich sehr schnell lächerlich machen, während die hohe Zahl der täglichen relevanten WTF-Meldungen die Seite für Leser mit Lesekompetenz sowohl unterhaltsam als auch informativ macht, und zwar jenseits des Boulevard-Themenspektrums.
        Wenn Du meinst, alles was nicht 100% vorgekaut wurde ist Bildzeitungsniveau, dann wünsche ich Dir viel Spass in Deiner Schwarz-Weissen Welt.

  5. Bei den Gepflogenheiten (Hinterzimmerabsprachen, Fraktionszwang, o.ä.) von Berufspolitiker_innen und Parteien ist es durchaus angebracht Sippenhaft für Parteien und deren Mitgliedern und Kommentatoren gelten zu lassen …

  6. Fefe ist die Bild für Nerds. Traurig mit zu erleben, wie lauter Lemminge sich beteiligen und jeden Scheiss aufnehmen. Mit ein bisschen Hirn hätte man schnell erkannt, dass es sich um keine offizielle Aussage der SPD handelt. Ein eindeutiger Hinweis wäre sicherlich sinnvoll. Nur selbst der hält die dümmsten der Dummen nicht davon ab, gleich auf Frontalkurs zu gehen, ohne sich mit dem Inhalt länger als 2 Minuten auseinander gesetzt zu haben.

    Es scheint ohnehin egal zu sein, was Parteien in Richtung Netz wagen. Alles wird im Keim erstickt und es erwirkt den Anschein, dass es einigen auch nur darum geht. Ebenso könnte man inhaltlich auf das Thema eingehen und sachlich (mit)diskutieren.

    1. Ach herrje, die armen Parteien, die was „in Richtung Netz wagen“… wann bitteschön hat auch nur eine der Regierungsparteien in all den Jahren des WWW mal >ernsthaft< was "in Richtung Netz" gewagt? Wenn es etwas gibt, was gebetsmühlenartig (so wie auch dieser Tage wieder) kommuniziert wird, dann ist das offenes Mißtrauen, Technologiefeindlichkeit und Demokratieabbau.

      Die SPD und alle anderen Parteien im Bundestag* haben leider mehr als einmal bewiesen, dass sie an einer ernsthaften, sachlichen und v.a. ergebnisoffenen Diskussion nicht die Bohne interessiert sind. Warum? Weil es natürlich ihren politischen und ideologischen Interessen zuwiderläuft! Schon scheiße, das mit dem Internet… wo plötzlich JEDER mündige Bürger eine Stimme zu haben scheint, und nicht nur treudoof alle 4 Jahre ein Kreuz auf'm Papier macht.

      *Und hier brauch mir keiner mit Basis etc. ankommen – die haben eh nix zu sagen. Das wissen die aus der Basis auch, wenn sie nicht schon völlig das Verständnis für Realität verloren haben. Es ist überhaupt nicht von Belang, was für innovative Ideen in Parteibasen diskutiert und erarbeitet werden, wenn sie es systembedingt nicht an die Spitze schaffen, wenn nicht die Damen und Herren im Bundestag, in der Regierung es sind, die diese Ideen ernsthaft diskutieren. Wer macht denn unsere Gesetze? Fachleute sind es jedenfalls nicht. Stattdessen gibt es Kinderquatsch mit Michael aka EIDG.

      1. „Die SPD und alle anderen Parteien im Bundestag* haben leider mehr als einmal bewiesen, dass sie an einer ernsthaften, sachlichen und v.a. ergebnisoffenen Diskussion nicht die Bohne interessiert sind. Warum? Weil es natürlich ihren politischen und ideologischen Interessen zuwiderläuft! “

        Also, besser kann man es wirklich nicht ausdrücken… *sign*

    2. Das Problem ist doch, dass der SPD mittlerweile jeder Mist zugetraut wird. Im Netz macht ja die Nachricht die Runde, die SPD habe kündigt ein „Nein“ zu Fernbussen angekündigt. Hat auf den ersten Blick natürlich nichts mit IP6 zu tun, ist aber genauso blödsinnig. Und deshalb gibt es kaum einen Grund zu zweifeln, wenn so eine Geschichte aufkommt.

      1. Richtig. Wenn man sich Gabriels Gerede zum Thema Vorratsdatenspeicherung anhört, dann erscheint dieser IPv6 Beitrag zwar stilistisch schlecht, aber eben nicht zu bekloppt, dass es nicht irgendein SPD-Mensch wirklich meinen könnte.

  7. Das das kein „offizieller Inhalt“ ist, ist doch klar, aber das muss es doch auch nicht sein.

    Der Punkt ist doch, dass jmd. ohne jedes Wissen größten Mist schreibt und das unter dem Logo der SPD – und, soweit ich das richtig verstanden habe – als Mitglied der SPD. Es geht also um einen Beitrag zur parteinternen Willensbildung, der das beeinflusst, was „offizieller Inhalt“ einmal wird. Insofern finde ich das durchaus kritik- und kommentarwürdig.

    1. so wie es aussieht gibt es SPD intern da ja auch keine Gegenposition, bzw fällt da intern niemanden auf, das Sie sich entweder einen sehr spaßigen Troll gefangen haben, oder jemand sowas verzapft.

      Was ich aber noch viel witziger finde, ist diese Panik vor Überwachung via IPv6, wobei wir auch ohne ipv6 mit trackingcookies, gps usw, schon lange eine sehr gute Überwachungsstruktur für die Industrie haben.
      IPv6 ist da nur ein netter Bonus.

  8. @ kleinerTip

    was würde das ändern, so ist es für die Spitze besser, denn aus dem richtigen SPD Mund würde nur Sinnloses kommen, siehe S21 / Gesprächsbereitschaft und Unterstützungsangebot.

  9. Es ist dumm, was die SPD da macht. Wer unter „spd.de“ anonyme Blogs erlaubt, der/die legt es doch darauf an, später dafür in Haftung genommen zu werden – evtl. nicht nur moralisch.
    Sinn einer Partei ist vielleicht Offenheit für andere Meinungen – aber doch nicht bis zur Selbstaufgabe oder Lächerlichkeit. Jedem Irrlicht unter dem eigenen Label ein Forum zu geben, ist fahrlässig und zeigt, dass man das Internet eben noch nicht verstanden hat und professionell einsetzt.
    Fefes Beitrag ist also völlig in Ordnung. Ich würe aber niemals annehmen, dass Markus gegen ein Posting von Fefe als solches schreibt :-)

    1. @Johannes Loxen: Ich finde den Ansatz von spd.de spannend, mehr Offenheit zu wagen und sich langfristig auch Richtung dem Ansatz „Medium zu werden“ zu entwickeln. Die Piraten haben das ja auch schon mit live.piratenpartei.de gemacht. Als Problem sehe ich an, dass sie das nicht wirklich transparent dazu schreiben, was zu Mißverständnissen wie diesem Posting führt

  10. Lustig, wie konnte es denn passieren, dass der Beitrag auf meinem Winzig-Blog derzeit bei Google vor Euch gelistet wird? Das hat es noch nie gegeben :D

    Aber interessant zu sehen, wie viele Leute derzeit nach dem Herrn googlen :-D

      1. Ahhhh, danke für die Erklärung. Ich dachte Google ignoriert das, weil ich doch den Namen groß geschrieben habe und Suchmaschinen nichts mit Großbuchstaben anfangen können :-D

  11. Wer sein Modem nicht gestern erst auf dem Trödelmarkt geschossen sondern schon ein bisschen Zeit im Netz verbracht hat, sollte sofort erkennen, daß es sich nicht um ein offizielles SPD-Statement handelt. Gut, man kann jetzt ein großes Hinweisschild anbringen oder solche Blogs z.B. auf eine subdomain legen – damit ist es aber m.E. nicht getan. Wofür spielt man denn mit bei dem lustigen social media und bietet Leuten eine Plattform sich zu äußern? Wenn ein Nutzer so etwas postet, dann steht es nicht als Parteistatement da, wird aber als Diskussionsgrundlage (von einem Mitglied) an die Partei herangetragen. Was fehlt ist also kein Hinweisschild, sondern ein tatsächliches Parteistatement als Antwort auf die Paranoia. Wenn das nicht möglich ist (zu viele Nutzer, zu wenig Ressourcen etc.) würde ich das mit den Fremdblogs auf eigener Plattform lassen.

  12. Ich finde, irgendwie geht es hier am Thema vorbei. Herr Keuner benimmt sich nur wie ein Troll – allerdings ein gar nicht so übler Troll. Das ist pure Realsatire!

    Zitat: „Also ist dringend gefordert, dass sich nicht nur wenige Fachleute und ein paar Datenschützer damit befassen, sondern der Bundestag und seine Gremien…“

    Und dann stellt der fest, dass mit ipv6 jeder Furz nun überwacht werden kann. „Wir werden alle störben“ (Fefe ;)

    Technischer Unfug, am Thema vorbei, echte Probleme ignorierend. Genau so die gängige Denkweise der Politik: Es gibt soviel Gefahren im Netz! Da müssen wir doch als Staat eingreifen. Das Netz darf kein rechtsfreier Raum sein. Denkt niemand an die Kinder?

    Keuners Lehrstunde belegt einfach nur:
    Minimaler Sachverstand heißt die Eintrittskarte im Reich der „digital natives“. Niemand muss dazu gleich eine neue libc schreiben so wie der Felix von Leitner das tat. Es ist hinreichend, sich ein klein wenig auszukennen und beizutragen statt umzustoßen und zu erwürgen. Also wir tun sowas normalerweise über einen request for comment und vor allen Dingen zusammen… wenn uns an IPv* was nicht gefällt.

    Ich meine ja nur…

  13. Medienkompetenz könnte (lies:sollte) man sich beim Lesen von fefes Blog angewöhnen. fefe selbst hat dazu mehrmals geschrieben, wie er sein Blog verstanden wissen will. Und für so dumm kann ihn doch niemand halten, dass er die Aussagen von „Herr Keuner“ in dessen Blog als ernst gemeint aufgefasst hat.

  14. Jetzt habt ihr ein Dutzend Mal dasselbe geschrieben ;)
    Die Frage bleibt wie man einen so offensichtlichen Fehler bei spd.de übersehen kann.

    Wenn man bedenkt das die SPD beim letzten Versuch Sarrazin zu entsorgen Ärger von den eigenen Mitgliedern bekommen hat, können die noch froh sein das der erste Artikel der in der Öffentlichkeit zerrissen wird nicht mit “ im Dritten Reich war vieles schlecht, aber “ startet . Hoffen wir mal, dass sie bis so etwas kommt den Disclaimer fertig haben.
    Alternativ könnte man auch die Artikel, welche auf der eigenen Seite erscheinen vorher prüfen. Aber das wäre ja Zensur ! Bzw. hier eine Rechtschreibkorrektur ;)

    1. Die Frage ist, wo ein offensichtlicher Fehler der SPD vorliegt. Ich finde meineSPD abolut mutig und unterstützenswert. Das Problem ist aber, dass die wenigsten in der SPD (oder einer anderen Partei) den Trollartikel erkennen konnten. Offensichtlich ist die SPD auch nicht in der Lage in einem neuen Artilel dazu Stellung zu nehmen. Das wäre die richtige Reaktion.

      Statt dessen kommt ganz typisch als Beispiel sowas:
      „http://www.spd.de/aktuelles/News/16174/20110802_rechtsextremismus_im_netz_bekaempfen.html

      Statt zu erkennen, dass das Internet ein Geschenk, ein Bote von Meinungen, Strömungen und der Spiegel der Gesellschaft ist wird hier wieder von notwendiger Kontrolle und Regulierung des Netzes durch die Bundesregierung geredet. Die Absicht ist richtig, es gibt ein elendes Naziproblem. Die Absicht ist unterstützenswert, doch der Lösungsweg ist gleich mehrfach kontraproduktiv.

      Das zeigt auf, wo der SPD die Internetkompetenz fehlt. Es geht um weit mehr, als um dämliche Nazis oder Pseudoprobleme von IPv6. Der Anspruch „Wir wollen die Gesellschaft verändern“, der klappt nicht per Regulierung und Machtanspruch. Im Netz sowieso nicht. Wir sind die Gesellschaft, heute gerade auch im Netz. Ihr wollt uns verändern? Hallo? Ihr seit es die sich damit klar vor die Türe stellt. Wenn überhaupt, dann müssen wir uns zusammen verändern!

      Es gibt ein grundsätzliches Problem in der SPD und der Politik allgemein bezüglich Internet und letzlich der Gesellschaft. Das ist die Botschaft des SPD-Blogs. Schade, doch so ist das Netz als Spiegel der Gesellschaft. Sehr schade, denn das Potential ist auch in der SPD vorhanden.

    2. jo kristall klar umrissen. die spd sollte froh sein dass sich nicht der falsche schreiberling engagierte und dankbar sein für die bekanntmachung dieses offensichtlichen image-scheunentors.

  15. Ich wusste nicht, dass jeder auf spd.de posten kann… Für mich handelt es sich jedenfalls um eine offizielle Stellungnahme der SPD und ich behandle sie auch so. Denn: Oben rechts prangt das offizielle SPD-Logo. Nirgends ist – zumindest wenn man nicht danach sucht – zu erkennen, dass es nicht eine offizielle Stellungnahme ist. Da kann ich nur sagen: Dumm gelaufen. Für die SPD. Ach ja: Wirklich erschreckend ist doch, dass wir alle, die darauf reingefallen sind, der SPD genau solche Äusserungen zutrauen…

    1. Das sehe ich ganz genauso. Ich hab jetzt auch nicht alle Kommentare hier gelesen aber diejenigen, die behaupten, dass Herr K’s Beitrag ganz klar ein Userbeitrag und keine öffentliche Stellungnahme eines SPD-Parteimitglieds ist, möchten doch bitte mal ganz klare Argumente für ihre Position bringen. Leute, ein Missverständnis aufgrund mangelnder Signale seitens des Internetauftritts der SPD als DUMMHEIT der Kritiker auszulegen ist sicherlich einfach aber bestimmt nicht richtig. Wenn das jetzt Hans-Peter Uhl auf einem CDU/CSU-Blog mit genau so einem Artikel gewesen wäre – ich bin mir sicher, das Bashing wäre entsprechend ausgefallen. Warum? Weil der Typ offiziell und öffentlich als Mitglied der CSU bekannt ist. Beim Herrn Keuner ist das nix anderes, denn es gibt kein Impressum, keinen Disclaimer oder ähnliches, das ganz klare Verhältnisse schaffen würde.
      Dass anhand des Textes oder des Benutzenamens ein Verdachtsmoment entstehen sollte, halte ich für total überzogen. Nicht in jedem Deutschunterricht wird der Herr Keuner behandelt und wenn ein Herr Uhl von der CSU über „Killerspiele“ wettern kann, dann ist es auch vorstellbar, dass ein Herr Keuner die tödliche Gefahr von IPv6 anprangert.

    2. Sehe ich komplett genau so! Zumal die SPD ja zu gegebenen Zeiten auch immer mal ihren Sonderspezialexperten Würfelspitz aus dem Wandschrank holt.
      Insofern kann man auf die SPD nie und nimmer wirklich hereinfallen ;)

      Wer hat uns gleich noch verraten? Sozi……….en!

      Mal beiseite mit dem Bashing. Im Ernst. Der Artikel stammt vom 9.06.2011 um 0.30 Uhr.
      Warum hat es niemand von der „ach so unschuldig angegriffenen Partei“ geschafft, mal ein Posting dazu zu verfassen? Richtig – weil es die meisten von denen nicht mal gemerkt haben, dass da Müll steht (zumindest fachlich).
      Wenn ich jetzt noch unterstelle, was markus hier ja immer wieder versucht herauszustreichen, dass die SPD sich „öffnen“ will, muss ich sagen, dass die Verantwortlichen nix, aber auch gar nix kapiert haben! Klar kann jeder seine Meinung sagen, allerdings – so hat es den Anschein – interessiert die Betreiber der Site (und hier gehe ich von der SPD aus) nicht die Bohne. Also in Sachen „öffnen“ für die Belange der Bürger ist schlicht nix zu sehen! Das nenne ich mal Arroganz vom Feinsten! Frei nach dem Motto: „Lass sie reden (schreiben), dann sind sie beschäftigt und wir kochen unser Süppchen weiter, wie gehabt.
      In meinen Augen ist dieses Vorgehen mit „ekelhaft“ noch sehr wohlwollend, wenn auch treffend, umschrieben.

      So – nun überlege ich mir noch schnell, ob ich das Posting via IPv6 oder lieber – althergebracht – via IPv4 zu meinem Router schicke…;)

  16. Für eine Botschaft sind immer zwei Leute verantwortlich: Der Sender und der Empfänger.
    Klar kann man den Empfängern vorwerfen, die Botschaft falsch zu interpretieren – aber andersherum auch dem Sender, sie missverständlich zu formulieren.
    Wenn man eine missverständliche Botschaft an hinreichend prominenter Stelle ins Internet stellt, muss man damit rechnen, dass sie von Tausenden falsch verstanden wird (die dann wahlweise mit Spott oder Ärger reagieren). Übrigens ist es hier gerade (rudimentäre) Medienkompetenz, die einen auf die falsche Fährte bringt: Die SPD ist mir bislang lediglich als politische Partei bekannt gewesen, und nicht als Bloghoster. Um diesen Irrtum zu erkennen, muss man einer (vermeintlich bekannten) Quelle nach recherchieren – und solange man den Inhalt nicht ausgesprochen merkwürdig findet, tut man das in der Regel nicht. (Und, mal ehrlich, so ein Blogposting würde ich für ein SPD-Mitglied nicht außerhalb des Möglichen oder auch nur zu Erwartenden ansiedeln – da hab‘ ich schon zu viel ähnliches von prominenten Figuren aus dieser Partei gehört).
    Bei einem Forum weiß jeder, dass die Beiträge nicht alle der Meinung des Betreibers entsprechen (insbesondere, wenn wie bei der PP die Mitglieder gesondert gekennzeichnet sind). Bei einem Blog der nicht bei einem bekannten Bloghoster liegt, geht man idR davon aus, dass der Schreiber zumindest Teil der Organisation ist. Nichtmitglieder unter dem Namen der Partei publizieren zu lassen, ohne es zu kennzeichnen ist IMHO mehr als leichtsinnig. Und jetzt haben sie sich da ’nen netten Troll eingetreten, der in ihrem Namen Schwachfug schreibt.

  17. Absurderweise hat dieses Satireblog ja recht; das Internet verbreitet nur Misstimmung und Gefahren. Bei all den Verbrechen kann man nur den Kopf schütteln …

  18. Gebt doch mal der FeeFee mehr essen. Die ist schon so grummelig weil es mit den SnakeOil Security Consultings bei der Bild Zeitung nicht mehr klappt.

  19. Das ist doch ein klarer Fall von Stoerhaftung seitens der SPD. Alles was bei denen veroeffentlicht wird, faellt auf die zurueck. Das bescheuerte Gesetz haben die doch selber eingebracht.
    Also: Entweder klar markieren, oder es passiert eben sowas.

  20. Es ist kein Kommentar, kein Eintrag in einem Wiki oder ein Artikel auf einer explizit als user-generated gekennzeichneten Subdomain. Daher ist es berechtigt zu sagen, es sei Parteimeinung. Wäre es anders, hätte die Partei den Inhalt deutlich abgegrenzt.

    1. @Erminaz: Nö, ich hab immer noch nicht verstanden, was z.B. der Unterschied zu den ganzen Mitmach-Sachen der Piratenpartei sein soll. Deshalb hab ich auch das Beispiel mit den Nutzerkommentaren dort gebracht.

      1. Bloß hinkt dieser Vergleich. Diese Userblogs der SPD sind ähnlich in die Webseite der Partei integriert wie die normalen Blogseiten der Piratenpartei. Wenn nun in genau diesem Format hier: KLICK auf piratenpartei.de ein Herr Keuner oder auch die pöhse Hexe die kleine Kinder in den Ofen schiebt solch einen Blogpost schreiben und alles was auf einen Userblog hindeuten würde ein Profil rechts ist, wäre genauso viel Verwirrung vorhanden. Natürlich wäre es auch angebracht, bei einem höheren Politiker einer Partei rechts kurz Informationen zu diesem darzustellen… Ich wäre doch sehr erfreut, wenn Du nochmal kurz erläuterst, was dort nun auf einen Userblog hindeutet und warum das so viele übersehen haben. Und nein, die Schreibweise und der Inhalt sind es nicht. Schließlich hätte der Herr Keuner sich ja auch Mühe geben können und das Ganze mit „Wir“ und ähnlichem ausmalen können…

        Das doofe in diesem Fall ist nur, dass doch viele diesen Blogeintrag als Meinung der Partei abgestempelt haben. Jedoch würde ich hier jetzt nicht behaupten, dass es diesen Leuten einfach an der Medienkompetenz fehlt, viel eher sollte man überlegen, ob das Problem nicht bei der Partei liegt, der man einen solchen Blogpost zugetraut hat…

        Die Idee der SPD ihren Parteimitgliedern eine Möglichkeit zu geben ihre Meinung und Gedankengänge in einem Blog öffentlich preiszugeben finde ich generell nicht schlecht, jedoch muss man diese dann auch wirklich klar trennen. Ich bezweifle einfach stark, dass diese Trennung gut möglich ist, wenn die Blogeinträge von Parteimitgliedern einfach direkt auf der Hauptseite der Partei veröffentlicht werden unter gleichem Aussehen ohne jeglichen Hinweis. Sinnvoller wäre es, das Ganze mit einem anderen Aussehen auf einer Subdomain oder Ähnlichem abzulegen und dann im Kopfbereich der Seite noch etwas einzufügen wie „Herr Keuners Userblog“. Halt ein Merkmal, welches sofort ersichtlich macht, dass es sich um einen Userblog handelt…

  21. haha auf die medienkompetenz von fefe (und dessen leser) schimpfen, obwohl man sein blog nicht verstanden hat. köstlich! danke für den lacher.

    1. @schlala: Haha, der war gut. Glenn Beck redet sich sicher auch gerne mit der Entschuldigung für das heraus, was als Kollateralschäden aus seinen Äußerungen entsteht.

  22. Kann sich eigentlich noch jemand an das unsägliche „Klartext“-Forum der SPD erinnern? Jede Kritik am neoliberalen Schröder-Kurs, an Hartz, Rente mit 67 etc. wurde gnadenlos nach hinten rausgespült und war dann nicht mehr aufrufbar. Vor der Bundestagswahl 2005 haben sie es dann ganz geschlossen.
    Und diese Partei soll sich „geöffnet“ haben?
    Unsinn, es sind immer noch die gleichen Politiker, mit den gleichen queren Ideen. Der Rest ist PR. In dem Umfeld erkennt man eine Satire schon deshalb nur schwer, weil man diesen Leuten aus Erfahrung alles zutraut.

  23. Wir leben in einem Land, in dem man sich schon von LINKS distanzieren muss, um sich nicht justiziabel irgendwas zu eigen zu machen.

    Aber wenn der Content DIREKT auf der Seite steht soll man also als erstes denken, „das ist jetzt aber BESTIMMT nicht die Meinung des Seitenbetreibers“???

    Ein kaum nachvollziehbarer Standpunkt…

  24. Vielleicht mag noch mal jemand erklären was am Namen Herr Keuner so auffällig sein soll.
    Und wie man Nutzer-Kommentare mit Blogposts gleichsetzt. Das leuchtet mir auch nicht ganz ein.

    Kein guter Blogpost. Belehrend und arrogant, dabei nicht mal informativ.

  25. … netzpol, wie es leibt und lebt…

    ich glaube, Fefe hat recht. Diesen „IPv6-ist -schlimmer-als-Kernspaltung“-Quatsch anzuprangern und der SPD zuzuschreiben…

    Jetzt geh einfach mal davon aus, dein Vater kommt auf die Seite… oder deine Mutter… oder Tante Brigitte, oder Onkel Hubert oder sonst irgendwer aus deinem Bekanntenkreis, der nicht so Medien“kompetent“ ist, wie du oller netzpolitiker…

    WEM wird er/sie diesen Artikel zuschreiben? UGC oder spd.de?!? ?!? ?!?

    Fefe versucht, Augen zu öffnen… Nicht deine…
    es geht hier nicht um die Nerds, die wissen, dass man eine IP nicht „heimlich installieren“ kann… die haben den Braten eh schon auf 100 Meter gerochen… Es geht um diese Medien-inkompetenten, diese offline-leber, eben diese „nicht-wie-du-seier“, die auch noch RL haben und nicht #imnetzgeboren sind… ;)

    ja, auch solche Leute haben einen RSS-Reader und lesen ab und an mal fefe… ist ja immerhin einer der ältesten und bekanntesten Blogs Deutschland…

    aus den AGB:
    „Du hast da eine Quelle total falsch wiedergegeben!1!!
    Das kommt vor. Über eine freundliche Zuschrift freue ich mich dann.

    Allerdings: Manchmal mache ich das absichtlich. Dieses Blog hat nämlich das Ziel, die Medienkompetenz der Leser zu steigern. Gelegentlich packe ich sogar einen handfesten Hoax oder eine Satire zwischen die anderen Meldungen und schreibe das auch nicht dran.“

    tja meine lieben… AGBs nicht gelesen? mangelnde Medienkompetenz? oder einfach nur langeweile?!? macht mal wieder den Rechner aus, geht mal wieder raus…

    ein „Nerd-Bild-Leser“… [ach, bei Fefe gibts Bilder?!? F5… F5… F5… nix… :(]

  26. „Vielleicht mag noch mal jemand erklären was am Namen Herr Keuner so auffällig sein soll.“

    Oho! Er kennt Herrn Keuner (wirklich?) nicht? Ist er zu jung? nicht belesen? will er nicht? Ich tippe: zu jung.

    1. Aha. Jeder muss also jedes Buch, das es gibt, gelesen haben, um ohne aufgezogen zu werden an einer Diskussion, bei der es überhaupt nicht um Bücher geht, teilnehmen zu dürfen.

    1. oh, da reagiert der Fefe aber sehr empfindlich. Ich kann da GAR KEIN Anpflaumen erkennen. Vor allem nicht in dem Ausmaß, wie Fefe das jeden Tag macht.

  27. Ich fand ein anderes Posting von „Herr Keuner“ interessanter, wo er darauf hinweist, dass die SPD-Blogger wohl über diverse vorgegebene Themen nachdenken sollen/dürfen – nur nicht über das Thema „Partei SPD“.

    Dass hier aber nun Artikel über Blogbeiträge vom Blogger „Fefe“ erscheinen, finde ich etwas zu selbstreferentiell. Das kann doch auch die SPD selber auf ihrer Seite klarstellen, wenn es denn nicht stimmt, was beim Fefe steht, und so wichtig ist. Hier beim Netzpolitik-Blog finde ich das aber zuviel des Guten. Anscheinend ist man hier auf Fefe nicht gut zu sprechen, aber macht das doch per email aus.

    1. @phantom: Wenn hier die ganze Zeit Mails auflaufen (so wie gestern) und Menschen mit Verweis auf Fefe den Link zu dem Posting des Nutzers Keuner schicken mit der Bitte, man solle auch was dazu schreiben und parallel auf Twitter viele (auch sonst Anhänger von Offenheit in Parteienkommunikation wie zahlreiche Piratenfunktionäre) den Link rumreichen ohne Hinweis auf mögliche Satire, etc., dann blog ich hier auch mal darüber, wenn ich gerade Zeit und Lust habe. Warum auch nicht?

  28. ka warum sich hier nn A und nn B je ans bein pinkeln!?

    · ganz klarer fehler von der spd – punkt!
    · da müssen hier parteianhänger als auch befürworter auch nicht weiter weinen oder in fefe einen buhmann für die fehler anderer suchen!

    freie meinungsäußerung hat seine grenzen und spätestens bei geistigen dünnschiss hört der spass auf bzw fäng der spass an und das macht sich fefe in seinem blog zu nutzen!

    einen vergleich zur bild ist ja mal mehr als lächerlich! argumentativ völliger schwachsinn (alleine die ziele und interessen beider seiten gehen komplett auseinander!) ! populismus ist das einzige was übereinstimmt.

    hier sind mehr als die hälfte aller kommentare kompletter fail!

    … und da sprechen manche von kompetenz und intelligenz!!!

    nc ihr naps!

  29. Tja, das ist das Problem, wenn sich Organisationen, Parteien usw. „öffnen“ oder schlichtweg sagen „jau, bei uns darf jeder mal“ – wenn es die offizielle Seite ist und kein Disclaimer da ist, dann wird draufgehauen, egal ob es nun eine genehme NGO oder eine nicht genehme Partei oder wer auch immer ist.

    Das wird doch aber (bedauerlicherweise) überall so gemacht – was auf dem Server vom AKV geschieht, wird dem AKV zugeschrieben als offizielle Meinung, auch wenn dort zig Leute einen Account haben; was auf der Parteiseite liegt, wird eben so betrachtet als sei es entweder Meinung der Partei oder zumindest nichts, was sie ablehnt usw. usf.

    Wenn auf der PP-Seite nun plötzlich Herr Lampukistan schreibt „das Urheberrecht muss verschärft werden“, dann wäre zu vermuten, dass auch an vielen Orten ein „PP für Verschärfung des Urheberrechtes“ auftaucht usw. usf

    Da wünsche ich mir bei einem Journalismus (ja, ich nehme mich nicht aus) eben mehr Recherche, die oftmals aus Zeitmangel, aus Finanzmangel und Hetze der Redaktion aber entfällt bzw. entfallen muss.

    Nur ist Fefes Blog kein Journalismus.
    Klar, etwas mehr Kompetenz (Medienkompetenz, grmbl…) wäre nett, aber ehrlich gesagt: Fefes Blog ist ja nun nicht gerade dafür gedacht, dass Menschen kritiklos alles übernehmen. Die Tragik liegt imho eher darin, dass viele, die Fefes Blog lesen, einfach sinnfrei der Meinung hinterherlaufen, ohne sich selbst mal etwas schlau zu machen und nachzudenken. Da kann manches falsch sein oder stark einseitig oder was auch immer – Fefe hat aber gesagt, also wird das schon stimmen.

    _Das_ sehe ich als das Problem – es wird einfach etwas kritiklos verbreitet und wiedergekäut obwohl beim Wiederkäuen noch gemurmelt wird, dass es ekelig ist, dass so viele einfach etwas wiederkäuen.

    1. dann sind das die selben deppen die fefes absicht (mit/hinter seinem blog) nicht verstanden haben und wie früher den printmedien hinterhergelaufen sind.

      interpretation ist inzw offensichtl ein fremdwort geworden und trotz unterschiedlichen ansichten kann man doch immer noch von den menschen erwarten das sie ein stück weit selbstständig denken!

      das gilt für alle und jeden.

      der springerverlag hat mit der bildzeitung (und anderen) ein milliardenimperium aufgebaut -> ziel dort: geld! mag für den einen verwerflich sein (i finds gut -> das geld) aber die inhalte sind dort nicht von relevanz! bei fefe ist es umgekehrt: er nimmt genau diese inhalte was auch zu popularität führt(e) wofür man ihm aber keine vorwürfe machen kann nur weil 90prozent aller deppen da draussen das prinzip an sich net verstanden haben!

      vergleichbar mit apple: die firma verdient mit der dummheit der massen und das macht apple geschickt! gäbe jetzt einen kritiker wie fefe der einen weg gefunden hat dies ordentlich in der öffentlichkeit zu präsentieren dann würden auch dem 10000000 folgen und unter umständen vehement unterstützen. … und auch dort müsste man wieder zu hauf mit etlichen rechnen die selbst die gegenposition nicht verstanden haben!

      1. „aber die inhalte sind dort nicht von relevanz!“

        Also, zu glauben, die Inhalte der Bild sind nicht von Relevanz bzw. zu glauben, der Bild geht es ausschließlich um Geld, ist geradezu gefährlich. Dieser Irrglaube führt nämlich zu dem Glaube, man könne die Bild „ironisch“ lesen (ohne Schaden zu nehmen).

        Die Bild (bzw. der Springerverlag als Ganzes) hat sehr wohl eine sogar sehr strikte, inhaltliche Agenda. Bild beeinflusst (manipuliert) die Menschen (bewusst) und die Politik. Und die Bild ist sehr erfolgreich dabei.

        Geld verdienen ist bei weitem nicht das einzige Ziel, welches der Springerverlag mit seiner Boulevardpresse Bild und Welt verfolgt.

  30. Es besteht ganz reale Verwechslungsgefahr, weil viele offizielle SPD-Politiker, etwa Herr Wiefelspütz, mit ähnlichem „Sachverstand“ auf gleichem Niveau argumentieren. Kein Wunder, dass viele Leser keinen Unterschied zur offiziellen SPD-Linie erkennen – wie auch?

  31. Wenn die SPD eine vernünftige und vor allem klar kommunizierte Position zu ipV6 (oder auch nur dem Internet allgemein) hätte, wäre diese Diskussion überflüssig. Da sie keine hat, ist sie es.

  32. Komisch, ich wäre nie darauf gekommen, dass es sich bei dem Posting auf spd.de um eine Satire handeln könnte. Ähnlichen Blödsinn hat die SPD ja zur genüge verzapft und ernst gemeint.

    Naja, ein paarmal wird’s noch zucken, und dann ist die gute alte SPD nur noch Geschichte.

  33. Hab mich zuerst auch in die Irre führen lassen, aber als ich den Text überflogen hab war klar, das das nicht ernst gemeint sein kann. Wer beim lesen nicht den selben Schluss gezogen hat, ist entweder Bilnd in seiner Meinung der SPD gegenüber oder es fehlt an was anderem.

    Das man da nun so über Fefe her fällt finde ich amüsant. Fast jeder der seinen Blog kennt weiß wie er zu seinem Geschreibsel steht. Wenn da nun irgendwelche seine „Äußerung“ als ihre Meinung wiedergeben oder sich in ihrer Meinung bestärkt fühlen kann er doch nichts dafür wenn sie nicht selber nach denken.

    An dieser Stelle wäre doch eher die Frage angebracht warum gibt es so viele die auf so etwas so anspringen?

      1. sicherl nicht! nur ist seine seite laut zahlen jene die weit aus mehr zugriffe erhält als manch andere folglich fällt in dem zusammenhang auch der name.

        fefe setzt links zu den originalartikeln und äußert sich vorher dazu. dem musst du nicht beipflichten was ich auch nicht oft tue aber wo du hier ein problem siehst weisst offensichtlich nur du selbst.

        mein beileid an dieser stelle für dich!

      2. lesen,
        verstehen,
        und erst dann posten!

        bemerkenswert des du den teil mit nn als auch andere nicht verstanden hast! wenns da schon scheitert solltest du viell solche seiten nicht aufsuchen ;)

        dennoch danke für den versuch!

        *gelacht

  34. Ich habe den Blogeintrag zuerst auch als Parteimeinung interpretiert. In Zeiten, in denen „digitale Tatorte“ von einer „Cyber-Spezialeinheit“ gesichert werden sollen, traue ich den Herren Politikern so ziemlich alles zu.

    Und Schuld ist daran m.E. der Betreiber dieser Website. Wer Blogeinträge von wildfremden Menschen auf der eigenen Website unter dem fetten SPD-Logo veröffentlicht, ohne darauf hinzuweisen, dass die Meinung nichts mit der Partei zu tun hat, provoziert solche Dinge geradezu!

  35. Na, da erscheint etwas auf der offiziellen SPD-Seite…………..

    ……………und dann werden diejenigen mehr oder weniger angepflaumt, die selbiges für richtig halten ?
    Passt…………

  36. Wurde hier jemandem die Schaufel weggenommen?! Wie die kleinen Kinder, da frage ich mich welche Seite von Nerds bevorzugt wird.
    Sich über eine belanglose Partei so aufzuregen. Da hat sie doch ihr Ziel erreicht, wenigstens im Netz mal wieder Thema zu sein.
    ……………………………………………………………………………………………………………………
    (jeder Punkt ein SPD-Bashing!!!).

    So, jetzt gehe ich `ne Runde spazieren. Denn um diese Uhrzeit sollten die kleinen Kinder schon im Bett sein. Morgen wird die Energie hoffentlich für was produktiveres benutzt.

  37. Also 1. finde ich das sehr cool von der SPD, dass sie überhaupt so ein Konzept haben, bei dem die Leute auf deren Seite bloggen können und nicht unter irgendeiner versteckten subdomain als Alibimitmachfunktion.

    Ich dachte jedoch zuerst auch, dass das original von der SPD sei und habe beim Lesen auch nicht nach irgendwelchem Kleingedruckten gesucht… na und? Ist doch egal, warum diese Aufregung, wollt ihr den totalen Krieg?
    Ups, falsche Partei aber die Frage passt leider sehr gut.

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