Deutsche UNESCO-Kommission spricht sich für CC-Lizenzen aus

Die Deutsche UNESCO-Kommission plädiert in ihrer jüngsten Resolution von April 2011 für eine Bewahrung der Gemeingüter in den Bereichen Kommunikation und Information. Dabei erklärt sie unter III. …

Anknüpfend an das Mandat der UNESCO für Kommunikation und Information und unter Anerkennung der geltenden Gesetze setzt sich die Deutsche UNESCO-Kommission unter anderem ein für

– den freien, für die Nutzer im Regelfall kostenlosen Zugang zu mit öffentlichen Mitteln produziertem Wissen;
– die Digitalisierung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes und den freien Zugriff auf dieses;
– die Förderung freier Lizenzierungsformen, etwa die “Creative Commons” Lizenzen. Die öffentliche Hand, einschließlich der öffentlich-rechtlichen Medien und der UNESCO, sollte diesbezüglich vorbildlich handeln.

Eine wirkliche Vorreiterrolle nimmt die öffentliche Hand zumindest in Deutschland noch nicht ein, wenn es um Freigaben unter Standardlizenzen geht. Insofern bleibt zu hoffen, dass Resolutionen wie diese in Bund und Ländern wahrgenommen werden. Vielen Dank an Silke Helfrich (u. a. commonsblog) für den Hinweis.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

5 Ergänzungen

  1. Liebe Unesco: Bitte darauf achten, dass wirklich „freie“ CC-Lizenzen ausgewählt werden (CC-0, CC-BY, CC-BY-SA), und nicht „unfreie“ CC-Lizenzen (CC-BY-NC-ND, CC-BY-NC), die die Weiternutzung über Gebühr beschränken. Ansonsten toller Achtungserfolg für Creative Commons.

    1. Bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Auch CC-BY-NC-ND wäre schon ein großer Fortschritt gegenüber dem, was zur Zeit üblich ist. Dieses sollte man auch würdigen.

      Selbst Richard Stallman, der von manchen als Hardliner in Bezug auf Freiheit angesehen wird, erlaubt bei seinen Essays keine Veränderungen.

  2. @ nico. Eher nicht. Sowas hat immer mit dem konkreten Engagement konkreter Leute zu tun, die ein Anliegen haben und Dinge bewegen wollen. Und es ist gut, wenn wir uns jetzt auf das Ergebnis beziehen können, auch wenn es ausbaufähig ist.

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.