Die Diskussion um die geremixte Dissertation von unserem Verteidigungsminister Guttenberg passt eigentlich nicht auf dieses Blog. Anscheinend machen das viele genauso, man sollte sich nur nicht erwischen lassen. Und etwas blöd ist es schon, wenn man dafür Summa cum laude bekommt, später in herausragender Stelle sitzt und einem dann das schummeln nachgewiesen wird. Andererseits gibt es ein paar Punkte, die wiederum gut passen. Hier gibt es erstmal eine Google-Docs-Gruppe, wo kollaborativ die Zitate ohne Fußnoten gesammelt werden. Eben waren es bereits 23 gegenüber den zwölf bereits am Vortag gefundenen. Durch eine rege Mitarbeit kann es zu schreibgeschützten Versionen des Google-Docs kommen.
Update: Das Google-Docs ist übelaufen, hier gibt es auch eine Wikia-Gruppe.
Dann haben wir noch Günter Krings von der CDU, der gerne als Urheberrechtshardliner ein härteres Durchgreifen propagiert. Und in diesem Fall? Hier findet er die Vorwürfe „lächerlich“. Gibt es hier einen Sinneswandel und Anerkennung von Remix-Kultur? Wird Günter Krings zukünftig andere Positionen in der Urheberrechtsdebatte vertreten, weil er erkannt hat, dass z.B. die Forderung, jemanden das Internet wegnehmen für das tauschen von Kultur und angewandte Medienkompetenz durch Remixen einfach lächerlich ist? Wird er gar das Abmahnwesen beenden, bevor jetzt jeder Betroffene zu Guttenberg abmahnt?
Auf Twitter gibt es zahlreiche Meme rund um Guttenberg. Am lustigsten fand ich bisher diesen Spruch von @peterglaser:
Guttenberg nach Afghanistan dissertiert