Wissen

NDR erklärt Creative Commons

Der NDR nutzt bereits seit 2007 Creative Commons Lizenzen für ausgewählte Beiträge. Neu ist nun, dass es dafür einen Player zum einbinden von Inhalten in externen Seiten wie diesem Blog gibt. Was Creative Commons ist, erklärt dieses neue Video (Steht unter der CC-BY-NC-ND):


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Was haben Barack Obama, die Band „Nine Inch Nails“ und der NDR gemeinsam? Sie wollen, dass sich ihre Inhalte im Netz verbreiten.

11 Kommentare
  1. Prinzipiell ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings finde ich es nach wie vor eine Frechheit, wenn von Steuergeldern (die GEZ ist de facto eine Steuer) finanzierte Beiträge unter derart restriktive CC Lizenzen gestellt werden. Eigentlich sollte das Zeug PD sein oder zumindest die Möglichkeit zur Weiterverarbeitung bestehen.

    Ich selbst setze immer CC-BY-SA ein, da so jeder von meinen Erzeugnissen profitieren und sie gegebenenfalls dazu nutzen kann, auf ihrer Basis andere Dinge unter einer freien Lizenz zu schaffen.

    1. @Florian: nein, die Gebühen sind keine Steuer und Public Domain ist nach dem deutschen Urheberrecht nicht möglich. Ich bin aber auch der Meinung, dass von Gebührengeldern geschaffene Inhalte Remixfähig bereit gestellt werden sollten. Die CC-BY-SA eignet sich dafür gut.

  2. Ehrlich gesagt finde ich das Video zwar gut gemeint, aber nicht allzu gut umgesetzt.

    Es werden nur recht wenige Informationen vermittelt, insbesondere wird auf die Idee des Open Content kaum eingegangen. Und auch die Lizenzbausteine, die mE die CC-Lizenzen eigentlich ausmachen, werden nur beispielhaft erläutert.

    Auf der anderen Seite zeugen Sätze wie „Creative Commons ist eine Art Urheberrecht für das Internetzeitalter“ nicht unbedingt von einem besonderen Verständnis für das Urheberrecht. Der Satz ist nicht nur sachlich falsch, sondern hochgradig missverständlich. Für Politiker könnte sich das so anhören, als sollte CC das UrhG ersetzen. Und auch für den Ottonormalbürger wird nicht klar, was CC wirklich ist.

    So finden sich noch ein paar andere fragwürdige Stellen darin. Kurz: Wenig informativ und missverständlich.

  3. Hmm ich kanns nicht gucken.
    Starte ich den Flashplayer (hier oder dort) erscheint (innerhalb des Players) „Objekt nicht gefunden“ versuche ich das Viedo mit dem Fuchs herunter zu laden gibt es einen normalen Download von 3,4MB Größe auf meiner HD landet aber eine Datei von 0Byte.
    Versuche ich es mit Iron (Chromium) geht es gar nicht (versucht auf das VLC-Plugin zu greifen, welches ich gar nicht installiert habe).
    (…)
    Hum mit wget gings dann :D (Gute Software muss reifen… oder so ^^)

    Zum Inhalt: Find ich für die Länge schon okay, man kann natürlich eine 2h-Doku über CC und das Drumrum machen aber so für diesen Infofetzen finde ich das schon in Ordnung.
    Vor allem wird auch mal angerissen, dass CC mehr ist als „konstenlos runterladen“. Das stelle ich nämlich immer bei der Berliner-Fritz-Trackback-Sendung fest. Dort spielen sie bevorzugt CC-Musik, was natürlich total toll ist, aber regelmäßig sagt Marcus Richter (der Moderator) sowas wie „…das ist Musik, die ihr euch kostenlos und legal herunterladen könnt“. Ab und an wird auch erwähnt, dass man es weiter geben darf, aber das ist meiner Meinung nach nicht der Kern der freien Lizenzen, sondern die anderen Rechte und Einschränkungen, die man gewähen kann.

    Was ich mich aber noch in diesem Zusammenhang gerade frage… dürfen die ö/r-Anstalten selbst eigentlich NC-Material verwenden? Ich weiß dass diese Klausel ohnehin umstritten ist, aber bspw. die Dritten TV-Kanäle (hier: NDR) senden keine Werbung (bzw. nur Schleichwerbung und ProductPlacement in US-Produktionen) und sie nehmen Abhängig von ihrem Produkt kein Geld ein. Wohl aber nehmen sie Geld ein.

    Zum „Streit“ warum man so retriktive Lizenzen beim NDR verwendet: Ich weiß nicht mehr wer (vielleicht Holger Klein) hat mal erklärt, dass es ohnehin schon reichlich schwierig ist den verschiedenen Urhebern eine online-Publikations-Genehmigung aus den Rippen zu laiern. Dann noch eine freie Lizenz im Sinne der freien Verbreitung ist wahrscheinlich nicht einfacher und _dann_ noch ihnen zu erklären, dass man möchte, dass andere Leute in den Werken herumpfuschen dürfen lässt sich vermutlich kaum erklären.
    Insofern sehe ich das so: Es ist gut, dass die ö/r da wo sie können freie Lizenzen verwenden und ich denke sie stehen dabei noch am Anfang. Künftig wird es dann vielleicht auch freiere Lizenzen geben, aber ich find‘ einfach, dass man damit fürs Erste zufrieden sein kann. Was natürlich nicht bedeutet, dass man aufhören sollte darauf hinzuweisen, dass es besser sein könnte :D

    Und zum Abschluss: Ich verwende gar keine Standard-Lizenz, sondern überlege mir für jedes Werk welche Lizenz geeignet wäre. Und manchmal (ich wüsste jetzt allerdings keinen Fall) möchte ich vielleicht wirklich nicht, dass etwas bearbeitet (verunstaltet?) wird und manchmal möchte ich vielleicht nicht, dass etwas kommerziell genutzt wird.
    Und oft genug verwende ich eh Material, welches unter -sa steht und dann habe ich gar keine Wahl :D
    Und dabei beschränke ich mich nicht auf CC, sondern verwende manchmal auch die OpenGamingLicence, die GNU General Public Licence, die Art Libre, die GNU Free Documentation License oder oder oder… was auch immer mir gerade angemessen erscheint.

    1. Bei mir geht’s auch nicht. Im Flash Player gibt es genauso „Object not found“. Mit wget bekomme ich eine Datei von sage und schreibe 98kb, die „file“ zwar als MacroMedia Flash ausweist, die aber zumindest mit VLC nicht abspielbar ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.