Apple hat ein 2008 beantragtes Patent zugeteilt bekommen, das die Inhaltsfilterung von Textnachrichten vorsieht. Mit Hilfe von einstellbaren Werten für notwendigen Text, verbotene Inhalte, autorisierte Wörter, und vorgesehene Sprache können zum Beispiel Eltern verhindern, dass ihr Kind Wörter schreibt, die nicht mit den angestrebten Erziehungsrichtlinien kompatibel sind. Genau so können sie verhindern, dass ihr Kind derartige Nachrichten erhält. Je nach Schwere des Verstoßes soll die Software die Nachricht entweder zensieren oder komplett blocken. Natürlich kann auch der „Administrator“ benachrichtigt werden: „Ihr Sohn wollte gerade ‚Pimmel’ schreiben.“
Im Patent wird insbesondere der bildungsfördernde Aspekt der Spracheinstellung beworben: Man könne zum Beispiel einen gewissen Prozentsatz an Fremdsprachenwörtern verlangen um die Lernfortschritte des Sprösslings zu unterstützen. So lehrt man den Kindern früh die hohe Kunst des Jailbreaking.
Interessant ist, wie in der amerikanischen Blogosphäre mehr oder weniger applaudiert wird. ‚Sexting’ scheint dort die Gesellschaft irgendwie in ihren Grundfesten zu bedrohen. Kritisch wird immerhin angemerkt: Es mag sein, dass verhindert wird, dass unsere Kinder ’sowas’ schreiben – aber nicht, dass sie es denken. Dort wird dann als nächstes angesetzt.
Schön stelle ich mir aber die Apple-UI dazu vor… Ich tippe ‚por’ und pötzlich verschwindet die N‑Taste von der Tastatur? Mit Sicherheit wird die Funktion zu mehr Kreativität in der Sprachnutzung führen.
— und das ganze nochmal in l3375P33k —
