Zum Wochenendende mal nichts aus Kasachstan oder Indien. In Australien passieren zur Zeit auch interessante Dinge:
CHILD rights groups have come out in force to criticise the Rudd Labor government’s controversial plan to censor the internet, saying the scheme will divert around $33 million away from more effective ways of tackling online child pornography.
In a joint statement with lobby group GetUp, both Save the Children Australia and the National Children’s & Youth Law Centre believe the resources could be better spent on law enforcement agencies battling to eradicate child pornography on the internet. […]
Zum Hintergrund: Auch in Australien stehen seit einiger Zeit Webfilter auf dem Wunschzettel der Regierung. Gesperrt werden sollen, laut Heise Online, neben Kinderpornographie, auch Webseiten mit Darstellungen sexueller Gewalt, Anleitungen zu Verbrechen, Gewalttaten und Drogengebrauch, sowie der Aufruf zu Terrorismus (Die offensichtlichen Fehllistungen auf einer vorab geleakten Sperrliste sollen übrigens noch absurder sein, als die Einträge auf den skandinavischen Listen).
Interessant ist nun, dass sich ausgerechnet die Kinderschutzorganisation „Save the Children Australia“ gegen die Filterpläne positioniert. In Norwegen und Dänemark war die – nach eigenen Angaben – weltweit größte unabhängige Kinderhilfsorganisation noch maßgeblich an der Einführung der Webfilter beteiligt. Auch hier zu Lande versucht der „Save the Children Deutschland e.V.“ aktiv politischen Einfluss zu nehmen.
Siehe auch:
- „Kinderschutz als Geschäftsmodell“ (Odem.blog, 10.07.2009)
- „Rudd & Conroy Gambling On Mandatory Internet Censorship Working“ (broowery.com, 13.07.2009)
„Based on the above probabilities, you are 70 times more likely to win Oz Lotto than you are to randomly access a URL that will be blocked by the mandatory Internet filter.“