iTunes – Musik ohne Kopierschutz

Es ist erfreulich, dass Apple in seinem iTunes Store jetzt Musik ohne Kopierschutz vertreiben will und die Labels wohl auch mitspielen. Die Signalwirkung dürfte vielleicht auch dafür sorgen, dass andere Anbieter in Deutschland ebenfalls auf Kopierschutz verzichten, der die Nutzer nur gängelt. Allerdings ist damit der DRM-Kampf noch nicht entschieden. Die Filmbranche hat sich vorgenommen, dieselben bösen Fehler der Musikbranche wiederholen zu wollen. Und diese ist um einiges größer als die Musikwirtschaft. Auch sie wird damit scheitern. Gut für den Online-Vertrieb und die Künstler ist diese Strategie nicht: Kunden werden enttäuscht weiter zu Tauschbörsen rennen, wo sie Filme bequemer bekommen können. Meist geht es nicht um Geld. Ich würde auch oft genug für Filme und Serien Geld ausgeben. Nur ist mir das leider legal im Netz kaum möglich. Und wo es möglich ist, stehen die Filme unter freien Lizenzen oder finden sich bei den üblichen Video-Portalen.

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3 Ergänzungen

  1. Interessant wäre es zu wissen, ob bei iTunes oder Musicload (das sich heute auch zu Wort meldete) bei den MP3-Dateien digitale Wasserzeichen eingesetzt werden.

    Leider schweigt Musicload auf der eigenen Homepage und auch nach meiner persönlichen Anfrage dazu, ob die MP3-Dateien mit einem digitalen Wasserzeichen versehen sind. Das ist dann kritisch, wenn die Wasserzeichen personalisiert sind, man also anhand des Wasserzeichens den Käufer der Dateien identifizieren kann. Man stelle sich nun vor, der mobile MP3-Player geht verloren oder wird gestohlen und „meine“ Musik-Dateien landen doch in Tauschbörsen. Wie lange dauert es dann, bis die Staatsanwaltschaft vor der Tür steht ? Daher: Wenn schon Wasserzeichen dann unbedingt ohne Bezug zur Person (wie es z.B. musicbox.de von Sony BMG macht).

    Wie gesagt, Musicload schweigt dazu. Der Konsument sollte aber wissen, ob man jederzeit und für immer als Käufer der Dateien identifiziert werden kann.

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