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„Raubkopieren“ als Kulturtechnik bei Musikindustrie und Polizei

… ist inzwischen ja so weit verbreitet, dass sogar Sony BMG wegen unlizensierter Software eine Hausdurchsuchung bekommen hat. Nun hat es die australische Polizei erwischt: Hunderte südaustralische Polizeibeamte sollen ihre Arbeitsrechner zum Download von DVD-Kopien genutzt haben, heißt es in einem Bericht der Zeitung The Australian. Aufgefallen sei dies bei einer internen Revision der IT-Anlagen…

  • Ralf Bendrath

… ist inzwischen ja so weit verbreitet, dass sogar Sony BMG wegen unlizensierter Software eine Hausdurchsuchung bekommen hat. Nun hat es die australische Polizei erwischt:

Hunderte südaustralische Polizeibeamte sollen ihre Arbeitsrechner zum Download von DVD-Kopien genutzt haben, heißt es in einem Bericht der Zeitung The Australian. Aufgefallen sei dies bei einer internen Revision der IT-Anlagen der Polizei. Die Behörde hat ihre leitenden Beamten nun angewiesen, derartige potenzielle Urheberrechtsverletzungen künftig zu unterbinden. Eine offizielle Untersuchung, die zu Anklagen wegen Urheberrechtsverletzung führen könnte, soll es laut Zeitungsbericht aber nicht geben. Der Grund: zu viele Fälle.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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5 Kommentare zu „„Raubkopieren“ als Kulturtechnik bei Musikindustrie und Polizei“


  1. …Die Behörde hat ihre leitenden Beamten nun angewiesen, derartige potenzielle Urheberrechtsverletzungen künftig zu unterbinden…

    Soso, jetzt sind also nachgewiesene Kopien nur noch potenzielle Urheberrechtsverletzungen… Naja, vielleicht haben ja auch alle betroffenen Polizisten den Film als Original Kauf-DVD zuhause und wollten nur ne Sicherheitskopie anlegen^^

    Schwammig find ich auch das Argument, dass es zu viele Fälle seien, schließlich überzieht die RIAA, MPAA, GUV etc. auch Deutschland mit zu vielen Fällen wegen Raubmordkopien ;)

    Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht stand in einem Artikel auf Heise auch, dass der australische Verband der Content-Industrie das aber so nicht durchlassen gehen will und überlegt, Anzeige zu erstatten. Da freuen sich bestimmt ne Menge Knackis, wenn ihre „Fänger“ bald Zellengenossen sind.


  2. kobalt

    ,

    Man sollte sowas wie in Australien mal in Deutschland machen und danach überlegen, ob Raubmordkopierer charakterlich für den Polizeidienst geeignet sind.


  3. […] bei netzpolitik.org. Aber! Es ist immer noch […]


  4. Christian

    ,

    Träumt lieber von Hausdurchsuchungen in MdB-Wohnungen, weil die Kinder ein paar mp3s getauscht haben. :-) Das fände ich echt witzig!


  5. www.aaronbruckmiller.wordpress.com

    ,

    tja, wer anderen eine grube gräbt…

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