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Kein Linux für Berlin dank Rot-Rot

Es war ja abzusehen, dass Rot-Rot in Berlin nicht wirklich zu Freier Software steht: Berliner Parlament verwässert Beschluss zur Linux-Umrüstung. Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat seine Forderung von 2005 nach einem konkreten Fahrplan zur Umstellung der IT-Infrastruktur in der Hauptstadtverwaltung nicht erneuert. Gemäß einem weiteren Beschluss des Gremiums vom heutigen Mittwoch zum Gesetz über…

  • Markus Beckedahl

Es war ja abzusehen, dass Rot-Rot in Berlin nicht wirklich zu Freier Software steht: Berliner Parlament verwässert Beschluss zur Linux-Umrüstung.

Der Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat seine Forderung von 2005 nach einem konkreten Fahrplan zur Umstellung der IT-Infrastruktur in der Hauptstadtverwaltung nicht erneuert. Gemäß einem weiteren Beschluss des Gremiums vom heutigen Mittwoch zum Gesetz über den Haushaltsplan für die beiden kommenden Jahre soll bei der Beschaffung von Software für die Behörden vielmehr allein auf die Einhaltung „offener Standards“ geachtet werden. Zudem ist demnach beim Kauf von neuer Hardware sicherzustellen, dass „die Verwendung von Open-Source-Betriebssystemen uneingeschränkt möglich ist“.

Offen bleibt,was genau mit „Offenen Standard“ gemeint ist. Da hat sich mal wieder Microsoft durchgesetzt.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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Ein Kommentar zu „Kein Linux für Berlin dank Rot-Rot“


  1. ich sehe es so: Irgendwer von MS hat ein paar Leute aus dem Ausschuss oder vielleicht aus den Fraktionen zum Abendessen in ein nettes Restaurant eingeladen und mit denen einfach mal besprochen, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte.….

    Jaja – der Lobbyismus…

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