Die Neue Gegenwart hat ein Interview mit dem Journalisten und Schriftsteller Peter Glaser: „Datenschutz ist ungeil“.
Welche weiteren Vorstöße hinsichtlich des Abbaues von Datensicherheit und individuellem Datenschutz prognostizieren sie? Kurz: Was erwartet uns – Ihrer Meinung nach – 2020?
Glaser: Man kann eine technokratische Zukunftsprojektion machen, die ich für wahrscheinlich halte, nämlich dass neue Hardware und Software immer auch für staatliche Kontrollzwecke eingesetzt werden wird. Das wird auch in Zukunft zu Pleiten führen, wie wir sie heute zum Beispiel bei der automatischen Gesichtserkennung belächeln dürfen (oder eben nicht: Passbilder mit lächelndem Gesicht dürfen nicht für den maschinenlesbaren Reisepass verwendet werden).
Was ich viel interessanter finde ist die Frage, ob wir unser Geheimnis verlieren, wenn unsere Daten und Profile einbehalten und verarbeitet werden, oder ob da nicht noch etwas ganz anderes ist, an dem jede Maschine scheitert.