Das Time Magazine hat „you“ (dich) zur Person des Jahres erklärt. Die Zeitschrift hat in der Montagsausgabe einen Spiegel auf dem Cover.

Wie Herausgeber Richard Stengel schreibt:
„you, not us, are transforming the information age. (…) These blogs and videos bring events to the rest of us in ways that are often more immediate and authentic than traditional media“
Klingt so, als hätte da mal jemand was verstanden, auch wenn es dann leider etwas stark als Web2.0‑Hype rüberkommt.
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3 Kommentare zu „Wir sind Person des Jahres (sagt Time)“
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„Web2.0“ – Was soll das sein? Das einbinden von Flickr‑, Youtube‑, $-Links in mein blogger-blog? Das ist nicht neu.
Ich glaube, Web2.0 gibt es gar nicht. Ich halte es für Marketingssprech, in etwa wie „Das neue Vista“ – als ob es ein altes Vista je gegeben hätte, Marketingsprech wie „Netzwerk“, „Synergieeffekt“ oder „aktiv“ („Wir arbeiten aktiv daran“. – Ja wie denn sonst?!).
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Will ich nicht, brauch ich nicht.…
Muss ich das haben, dass nun die ganze Welt auf mich zeigt, und MICH zur Person des Jahres macht? Darf ich nun endlich stolz sein, nur weil ich in einer Liste mit allen amerikanischen Präsidenten und auch Hitler (1938), Stalin (1939) und Ayatollah Kho.…
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[…] Ein lesenswerter Kommentar von Siva Vaidhyanathan zur Ernennung von “You” als Person des Jahres durch das Time Magazine. Es geht im Kern um das Verhältnis von Individuum und Kollektiv, und dass “Web2.0″ oder andere modische Begriffe hier eine wichtige Differenzierung verwischen. Nicht als Netz von Monaden in MySpace und anderen Datenkraken sind wir stark, sondern als gemeinsam verantwortlich Handelnde: “Me, ‘Person of the Year’? No thanks” […]
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