Kultur

Verband Deutscher Musikschaffender?

Kennt hier jemand den „Verband Deutscher Musikschaffender„? Bisher ist mir dieser „Verband“ noch nicht aufgefallen. Heute gibt es aber eine dpa-Meldung, die es auch schon in die Futurezone geschafft hat. Dort stellt der VDM-Vorsitzende Klaus Quirini eine „Kein Kopierschutz“-Label vor, welches auf CDs geklebt werden soll. Und kündigt an, dass schon einige freie Künstler das Label einzusetzen gedenken…


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Die Idee ist nicht neu, sondern wird schon seit wenigen Jahren vor allem im Indie-Bereich von vielen Labels und Künstlern eingesetzt. Einer der Vorreiter in Deutschland war das Berliner Label K7 mit ihrem “No Copy Protection – Respect the Music”-Label.

Wer aber ist der „Verband Deutscher Musikschaffender“, der von diesem Herrn Quirini geleitet wird, dessen Frau natürlich auch noch als Ansprechpatnerin agiert? Und dann gibt es noch einen Udo Starkens als weiteren Ansprechpartner, der eine Internetagentur betreibt und den Server wohl hostet. Und wie kommen die auf dpa? War da niemand auf deren Webseite und wurde misstrauisch, so wie ich eben? Wundere mich gerade ein wenig…

Sieht zumindest sehr dubios aus, eine Liste von Mitgliedern des Verbandes sucht man vergeblich.

5 Kommentare
  1. Erinnert irgendwie an diese Sache mit dem „Bund deutscher Juristen“ und deren Folterforderungen. Auch sieht die Seite nicht besonders professionell aus.Eher lustig ?

  2. An einen Medien-Hack hatte ich auch schon gedacht. Aber die Websieten sehen nicht danach aus. Wenn man sich da durchklickt, findet man noch verschiedene andere Verbände, wie einen für DJs. Sieht eher danach aus, als ob die „Verbände“ eher dazu dienen, den Verkauf von Dienstleistungen anzukurbeln.

    Und ich wundere mich noch mehr, dass es die Meldung mittlerweile zu Capital, Die Presse und ZDF-Heute gepackt hat.

  3. Ich kenne den Verband. Is, soweit ich mich erinnere, eine Art Privatclub eines Ehepaares, und dürfte wohl kaum mehr als (diese) zwei Mitglieder haben. Machen ab und an mal nen Wettbewerb (den sie sich von den Teilnehmern gut bezahlen lassen), is ansonsten aber zu vernachlässigen.

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