Die Netzeitung berichtet über die Initiative „Dropping Knowledge“, welche zur Berlinale die 15minütige Dokumentation „Chocolate City – we are here to stay“ präsentiert und veröffentlicht haben: Filmemacher verzichtet auf Copyright.
Auch wenn ich für die Idee sehr viele Sympathien habe, so klingt die Kommunikation der Kampagne doch sehr verpeilt. Obwohl eine CC-Lizenz verwendet wird, ist die Erklärung auf der Kampagnenseite schlicht falsch und sollte korrigiert werden:
This film is copylefted. This means you are free to copy, distribute and use it for any noncommercial purpose. For legal reasons, some rights remain reserved.
Creative Commons License – Therefore the work is licensed under a Creative Commons
Attribution-NonCommercial-NoDerivs2.5 License.
Copyleft ist ungleich Creative Commons. Und der erste Abschnitt beschreibt andere Freiheiten als die tatsächlich angegebene Lizenz. Die Verwendung des Wortes „Copyleft“ mag zwar PR-technisch praktisch und einfach sein, aber in diesem Fall hat der Film nichts mit Copyleft zu tun, sondern nutzt eine (ja welche jetzt?) Creative Commons Lizenz, damit der Inhalt frei distributiert werden kann. Copyleft wäre jetzt noch, wenn jeder die Freiheiten hätte, diesen Film auch zu remixen. Dies würde beispielsweise durch die Creative Commons Sharealike Lizenz gewährleistet, welche aber nicht verwendet wird, schade eigentlich.