Nachrichtenüberblick 23. Februar

Vorratsdatenspeicherung: Der deutsche Journalistenverband sieht die Pressefreiheit gefährdet: „Wenn Informanten nicht mehr sicher sein können, dass Telefon- oder E-Mail-Kontakte zu Journalisten geheim bleiben, werden sie sich doppelt überlegen, die Presse zu kontaktieren.“ (DJV-Mitteilung, Heise newsticker)
Stefan Krempl fasst für Heise zusammen, welche Unklarheiten hinsichtlich der zu speichernden Daten existieren und gibt eine erste Einschätzung, was nun konkret unter die Speicherpflicht fällt und was nicht. (Heise aktuell)

Politik und Medien: Innenminister Schäuble mahnt in einem Artikel in der Cicero ein zu nahes Verhältnis zwischen Medien und Politik an, ganz in Zeichen seines Vorgängers. Die Angst vor der Einschränkung der Pressefreiheit durch die Vorratsdatenspeicherung (s.o.) kriegt somit einen neuen Dämonen (netzeitung.de)

Allgemeiner Datenverlust: Informationswissenschaftlich und Bibliothekare trafen sich zu einem Workshop über die „Langzeitverfügbarkeit digitaler Objekte“ im Bundesarchiv. Die Deutsche Bibliothek fordert die Ausweitung ihrer Zuständigkeit auch für digitale Archive (Heise newsticker)

Internetradiosender abschalten: In einer Stellungnahme (PDF) zur anstehenden Reform des Urheberrechtsgesetzes fordern die Deutsche Landesgruppe der IFPI und der Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft am Dienstag die Abschaffung des Sendeprivilegs für Internetradios. (laut.de)

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3 Ergänzungen
  1. Die Forderung nach Abschaffung des Sendeprivilegs ist vom Justizministerium schon wieder zurückgewiesen worden.
    Und zwar nicht mit schlagkräftigen Argumenten, sondern mit einem „das ist zu kompliziert“. Ich erwarte einen automatischen Freischaltladen für Internetradio’s à la iTunes innerhalb der nächsten 6 Monate, nur um zu demonstrieren, dass das eben nicht kompliziert ist. Warum können die nicht von vornherein vernünftig argumentieren?

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