Die Zeit berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe über „Competitive Intelligence“: Die Schnüffler GmbH. Das Prinzip ist kurz erklärt: „Feindbeobachtung“ der Wirtschaftskonkurrenten. Das Aufgabenfeld gleicht einem Stellenprofil des Verfassungsschutzes:
Als Peter Schuler* seinen Kollegen erzählte, er werde demnächst vom Marketing in die Aufklärung wechseln, wurde er gefragt, ob er gern in fremden Mülltonnen wühlen wolle. Getan hat er das in den zwei Jahren, seit er die Abteilung für Wettbewerbsbeobachtung bei einem süddeutschen Maschinenbauer leitet, kein einziges Mal. Er fischt nichts aus dem Abfall, sondern behält Konkurrenten von weitem im Auge; er lässt Geschäftsberichte und Messeprospekte sammeln, Patentdatenbanken auswerten und erkundigt sich über die neuesten Gerüchte.
Aber ist das so neu?