Tagesschau.de – Interview zu Zensursula

Tagesschau.de hat mich zur Zensursula-Debatte interviewt: “Büchse der Pandora wird geöffnet”.

tagesschau.de: Der Bundestag wird das Gesetz heute aller Voraussicht nach beschließen. Wie geht es jetzt für Sie weiter?

Beckedahl: Wir werden natürlich weitermachen. In nicht mal drei Monaten haben wir Bundestagswahl und wir wollen SPD und CDU schon deutlich machen, dass sie mit ihrem Gesetz eine gefährliche Richtungsentscheidung gegen das Internet getroffen haben. Außerdem sondieren wir momentan noch verschiedene Wege, wie man das Gesetz vor dem Bundesverfassungsgericht zu Fall bringen kann.

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10 Kommentare

  1. dompfaff
    Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:03 | Permanent-Link

    “Er gehört zu den aktivsten Schreibern des “Zensursula”-Blogs[...]”
    Hab ich was verpasst, es gibt da einen eigenen Blog zu?
    Und wieso finde ich ihn nicht bei Google (ja, weil der Begriff Zensursula den Begriff von der Leyen schlägt).
    Bevor ich dumm sterbe, hat jemand einen Link dahin?
    Danke

  2. markus
    Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:12 | Permanent-Link

    Naja, der Journalist fragte telefonisch nach, ob ich denn einer der Gründer der Zensursula-Organisation sei. Ich hab ihm dann das mit den Hash-Tags, dem Internet und den offenen Strukturen erklärt. Hat leider nicht geklappt. Daraus wurde dann das “Zensursula-Blog”.

  3. Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:14 | Permanent-Link

    Hahahaha!

    Zu komisch. Den Kommentar No. 2 von Markus meine ich. :-)

    Das Zensursula-Block, das lese ich hier also. Gut zu wissen. :-)

  4. Manwe73
    Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:15 | Permanent-Link

    Sehr schönes Interview und sehr sachlich. – Leider hast Du Dich aber auch wieder (beinahe?) auf das Argument mit der Ineffektivität der Sperren festnageln lassen. Wenn wir von dieser Argumentationsweise nicht loskommen, haben wir wirklich bald ein “China in Deutschland”. – Trotzdem: DANKESCHÖN für dieses Interview. ;)

  5. Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:17 | Permanent-Link

    Wäre wünschenswert, dass das Thema auch in den Abendnachrichten mehr thematisiert würde. Wenn man sich in Blogs bewegt, vergisst man schnell wie viele von der Debatte kaum etwas mitbekommen haben bzw. kein Verständnis für die Gegenargumente entwickelt haben, weil: gegen Zensur hieße ja für Kinderpornographie, oder?
    Die Geschehnisse im Iran sollten ja eigentlich mahnender Rückenwind für alle Zensurgegner sein.

  6. david
    Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:41 | Permanent-Link

    das wäre doch ein schöner Inhalt, den man ungekürzt um halb elf in den Tagesthemen senden könnte, das würde dann auch CDU Klientel erreichen und zum nachdenken bringen

  7. Frank
    Erstellt am 18. Juni 2009 um 18:44 | Permanent-Link

    Ja, das Interview hat das Potenzial, Resonanz zu erzeugen!

    Die Antwort auf die Frage

    “Sie fordern, Kinderporno-Seiten zu löschen anstatt sie zu sperren. Dieser Vorsatz “Löschen vor Sperren” steht jetzt auch im Gesetzentwurf. Sind Sie damit zufrieden?”

    ist IMO etwas umständlich, der Vergleich “Abschaltung Phishing-Seiten nach 4-10 Stunden” und “KiPo durh BKA-Strukturen 2 Monate” sollte man irgendwie in einem Satz unterbringen. Ich denke, dass Leser/Zuschauer den Punkt nicht mitbekommen.

    Hier wäre ein Hinweis auf den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages natürlich ein “Sahnehäubchen”:

    Auch der WD des BT hat festgestellt, dass das BKA eine Meldung direkt an die Provider im Ausland geben DARF. Erfahrungsgemäß verschwinden gemeldete Server mit derartig widerlichem Material innerhalb von 40 Stunden aus dem Netz. Und für einen Server, der nicht mehr im Netz ist, braucht man keine teure und gefährliche Sperr-Infrastruktur.

    Ein Super-Interview, vielen Dank!
    Frank

  8. markus
    Erstellt am 19. Juni 2009 um 01:24 | Permanent-Link

    Danke für die Blumen.

    @7: Das Gutachten des wiss. Dienstes wurde leider erst auf Heise genannt, nachdem ich das Interview gemacht hatte. Hätte es gerne als Argumentationsgrundlage in dem Punkt genutzt.

  9. dompfaff
    Erstellt am 19. Juni 2009 um 09:26 | Permanent-Link

    “Naja, der Journalist fragte telefonisch nach, ob ich denn einer der Gründer der Zensursula-Organisation sei. Ich hab ihm dann das mit den Hash-Tags, dem Internet und den offenen Strukturen erklärt. Hat leider nicht geklappt. Daraus wurde dann das “Zensursula-Blog”.”

    Argh, wieso falle ich auch auf die Dummheit eines Papierjournalisten rein. Kopf->Tisch
    Danke

  10. Sebastian
    Erstellt am 19. Juni 2009 um 10:24 | Permanent-Link

    hi. wollte nur mal sagen, dass bei den banken ja auch persönliche interessen dagegen stehen und GENAU DESHALB geht das wohl alles so schnell mit der Gegenwehr bzw dem Abstellen der Phishing-Sites!

    danke für ihre aufmerksamkeit ;)

3 Trackbacks

  1. [...] das ZugErschwG beschließt. Und die deutschen Märchenschau hat als Alibi dann doch nochmal den Markus Beckedahl interviewt. Kann ja jetzt auch nichts mehr passieren, zumal die immer noch nicht die Materie [...]

  2. [...] netzpolitik.org: Tagesschau.de – Interview zu Zensursula [...]

  3. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 13:32

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