Kann man nicht doch etwas tun?

Angela Merkel im Deutschlandfunk-Interview:

[...] Zweitens: Was den Zugang zu Gewaltvideos anbelangt, so ist es ja immer wieder eine permanente Diskussion. Die Jugendministerin hat ja vieles auch versucht – jetzt gerade in letzter Zeit in Blick auf Kinderpornografie, auf Sperrung von Seiten. Ich gehöre, ehrlich gesagt, zu denen – ich hab das auch mit dem französischen Staatspräsidenten besprochen, die immer wieder überlegen: Kann man nicht doch etwas tun? Einfach nur mit der Freiheit des Internets zu argumentieren, wird uns letztlich auch nicht weiterhelfen. Was Psychologen anbelangt: Sicherlich.

Ein Ausblick darauf, dass die gewünschten Zensur-Infrastrukturen gegen Kinderpornographie nach Etablierung schnell ausgeweitet werden. Der Verweis auf Frankreich klingt nach dem “zivilisierten Internet”, was Sarcozy haben will.

Die MP3 liefert wieder Remix-Material.

Wurden die Sendezeiten fürs Internet eigentlich in den letzten Tagen wieder gefordert?

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digital Rights, Zensur und getagged , , , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

3 Kommentare

  1. Florian
    Erstellt am 16. März 2009 um 18:31 | Permanent-Link

    Sendezeitbeschränkung funktioniert sogar schon wunderprächtig! http://blog.fefe.de/?ts=b747f32a

  2. Erstellt am 16. März 2009 um 18:43 | Permanent-Link

    Hier die Vorschläge der mediaclinique:


    > Internet ab 14, 16, 18, 21 Jahren.
    > Internet als Peepnet – hinter verschlossenen Türen. 1 Euro, dann geht die Klappe wieder runter.
    > Internet-Führerschein, -Waffenschein, und -Jagdschein.
    > Flensburger-Internet-Punkte-Kartei.
    > Internet – Geöffnet ab 23 Uhr!
    > Internet-Clubs analog der Raucher-Clubs.
    > Internet-KK – Intermediale Freikörperkultur an den Stränden des Informations-Highways.

    Denn viel mehr als den Sex und den jugendlich-ungezwungenen Umgang (der inzwischen Jugend-Pornographie heißt) mit dem eigenen und dem anderen Geschlecht fürchten die Politiker diesen endlosen Fluß an Information und Transparenz, der manche Kompetenz und manche Karriere infragestellen kann.

  3. Horst
    Erstellt am 17. März 2009 um 16:12 | Permanent-Link

    Ja, jetzt kommt die Sendezeitbegrenzung für das Internet:
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/134467

3 Trackbacks

  1. Von claudia bloggt am 16. März 2009 um 22:32

    Die Merkel ……

    … hat es nicht leicht im Moment.
    Keiner mag sie mehr.
    Der markus nicht.
    Der Andreas nicht.
    Der Josef nicht.
    Der Joachim nicht.
    Der Horst nicht.
    Der andere Markus auch nicht.
    Der Christian nicht.
    Arme Angela :-(
    ……

  2. [...] ausgeweitet werden, deutet sich zum Beispiel in der Diskussion um den Amokläufer von Winnenden an. Netzpolitik hat Angela Merkel in einem Radio-Interview genau zugehört – und siehe da: […] Zweitens: Was den Zugang zu Gewaltvideos anbelangt, so ist es ja immer [...]

  3. Von Jahresrückblick 2009 : netzpolitik.org am 22. Dezember 2009 um 15:28

    [...] Angela Merkel im Deutschlandfunk-Interview zu Netzzensur: Kann man nicht doch etwas tun? [...]

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