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Spiegel-Online fällt auch auf die US-Telko-Propaganda gegen Netzneutralität herein, und titelt “2010 droht Infarkt des Internets“. Im Artikel findet sich keinerlei Hinweis auf die Kritik und wer hinter der Studie steckt. Schade eigentlich.

Update: Heise auch: Studie: Lahmes Netz 2010. Ich bin manchmal irritiert, wie einfach solche PR-Sachen sind.

Golem verweist auf die FInanziers und ihre Interessen: Kampf um Netzneutralität: Wird das Internet langsam?

Und die Futurezone verweist gleichzeitig auf die Kritik und die Debatte: Horrorszenarien für das Netz.

Ich würde sagen: Bisher hat die Futurezone gewonnen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Deutschland, Digital Rights, Netzpolitik und getagged , , . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

10 Kommentare

  1. erlehmann
    Erstellt am 21. November 2007 um 18:08 | Permanent-Link

    Hat sich ja schon bei der Open-Document-Foundation-Sache gezeigt, dass da *einige* nicht ganz nachrecherchieren oder zumindest bestimmte eindeutige Interessenlagen nur mit einem Halbsatz erwähnen.

  2. Hadron
    Erstellt am 21. November 2007 um 19:22 | Permanent-Link

    In der Tat gut getimed, diese PR-Maßnahme. Jetzt, wo doch immer mehr amerikanische und kanadische Provider dazu übergehen, den P2P-Datenverkehr – insbesondere BitTorrent – zu drosseln und sich immer mehr Menschen darüber aufregen. Gerade Comcast hat damit ja kürzlich für negative Schlagzeilen gesorgt.

    Die Antwort kann zukünftig lauten: “Nein! Wir machen das selbstverständlich nicht im Auftrag der Content-Industrie! Wir müssen das machen, sonst kann keiner mehr richtig surfen, Bankformulare ausfüllen, E-Mails senden usw.”

    Wirklich sehr schade, wie unkritisch die renommierten Medien mit dieser Meldung umgehen.

  3. Erstellt am 21. November 2007 um 21:45 | Permanent-Link

    Journalismus funktioniert so: von denen, die gut zahlen oder denen, von denen man sich auch fürderhin wertvolle Informationen erwartet, werden auch die Pressemitteilungen einfach durchgereicht, manchmal macht man in vorauseilender Betriebsamkeit einen Druckertest mit drei Gewinnern vom selben Hersteller oder es gibt gleich das Schmuckstück der kapitalistischen Pressefreiheit: die selbstgetextete Anzeige.

  4. L.L.F Linux.Liberation.Front
    Erstellt am 21. November 2007 um 22:00 | Permanent-Link

    Selbstständige Recherche kennen die doch gar nicht mehr.

    Die schreiben doch nur die Pressemeldungen um und veröffentlichen sie dann.
    Auf diese Weise kann man schließlich Personal sparen um die Umsätze zu maximieren.

    Das die gesamte klassische Deutsche presse mitlerweile von 2-3 großen internationalen Presse agentur Konzernen abhängig ist macht sich genau hier mal wieder bemerkbar.
    Die unabängige Berichterstattung wandelt sich immer mehr hin zu einer unselbstständigen platten Standard Berichterstattung die sich an den Vorgaben der Agenturen ausrichtet.

  5. Erstellt am 22. November 2007 um 11:13 | Permanent-Link

    Wäre die Frage, ob Zeitungen etc. teurer werden müssten, damit Redakteure auch dafür bezahlt werden können, mal zu recherchieren. Aber das würde ja wahrscheinlich keiner mitmachen und eher schwinden dann die Leser.

    Wie aber sieht dann die Zukunft aus?

  6. ninjaturkey
    Erstellt am 22. November 2007 um 12:41 | Permanent-Link

    Und wenn schon – im Bedarfsfall wird einfach die HTML-Formatierung von eMails unterbunden. Das schafft Bandbreite für die nächsten 20 Jahre ;-)

  7. Erstellt am 22. November 2007 um 13:31 | Permanent-Link

    Ich vermute auch, dass das am enormen Zeitdruck liegt, unter dem die Redakteure stehen. Wenn eine solche Studie zeitgleich überall rauskommt, muss man die schnell haben, vor allem als Online-Medium. Zeit für Recherche ist kostbar … und kann oftmals auch nicht bezahlt werden.

  8. Erstellt am 22. November 2007 um 18:15 | Permanent-Link

    @Christiane: Im Grundsatz ist das leider so. Allerdings: Diese “Studie” ist ja nicht unmittelbar nach ihrem Bekanntwerden in den Onlinemedien gelandet; sie ist ja hier in diesem sowie in anderen Blogs und in amerikanischen Medien schon ein, zwei Tage lang diskutiert bzw. weitergetragen worden. Da sollte dann eigentlich schon Zeit sein, zumindest die große Suchmaschine anzuwerfen. Eine Sache von ein paar Minuten. Damit hat man zwar noch keinen O-Ton von einem unabhängigen Experten, aber kann wenigstens ein bisschen Einordnung leisten.

  9. theQ
    Erstellt am 22. November 2007 um 18:45 | Permanent-Link

    Auf sz.de sieht die Situation aber besser aus

  10. tom
    Erstellt am 18. März 2010 um 11:44 | Permanent-Link

    Wo ich heute stehe….. Ein Europa künstlich politisch unter Druck erschaffen ,Zerfall der Wertigkeit und dessen Bezug zum Geld.
    Die Gegner werden immer mehr,die Gefahren für diese Europa immer mehr.
    Daß der Kapitalismus einige wenige reich, die Masse aber immer ärmer macht, haben wir jetzt erst richtig mit dem Euro und Agenda 2010 erfahren.Es sind Arbeitsplätze entstanden auf die keiner stolz sein kann .Das, was wir eigentlich nicht so richtig glauben wollten,hier im blühenden Land ….wie hiess es doch so schön?:” Wer hier arbeiten will ,kommt zu was !”
    Politik ,das Spiel mit den Menschen. Das schlimmste ,Armut trotz Arbeit ! nur noch 400 Euro Jobs ,man muss mehrere annehmen um 400 Euro zu bekommen! Keine soziale Absicherung ,Renten nur noch 600 Euro,Gesundheit endlose Kostenspirale.Einschwörung auf schlechte Zeiten um die Schulden abzubauen.Ärzte Abwanderung, Kinderarmut,Obdachlose ,Arbeitslose , Ausbildungssuchende, Entlohnung Auswanderungen ,Bevormundung ,Euro und Europa trägt an vielen Sachen mit Schuld.Völlige Schwächen dieses System sind Finanzkrisen, weil die Ereignisse immer nur auf einer Verkettung bestimmter Umstände und Kettenreaktionen hervorrufen .Echte Probleme auf reinen vorhersehbare Fehler auf Inkompetenz der Banken Spekulanten und Politiker beruht.Gleichzeitige künstliche Entlassenungen, Abbau von Arbeitskräften durch Auslands Auslagerungen ganzer Betriebsteile . niedrig Löhne -Gleichzeitig Ankündigung von gigantischen Rettungspaketen in fast Billionenhöhen will die Bundesregierung die schwächelnde Wirtschaft und Unternehmen und Banken stärken.Unternehmen sollen Gelder zu gebuttert werden die allein der Steuerzahler wieder aufbringen muss .Die fragwürdige Abwrackprämie nur für eine bestimmte Gruppe von Wert ,Politik weit ab von Normen und Menschen . Die sogenannte „freie globalisierte “soziale” Marktwirtschaft in einem gesellschaftlichen System des unbegrenzten Kapitalismus ist ein Irrweg! Die Menschheit braucht eine Vision für die Zukunft, die sich real verwirklichen lässt. Die Gefahr einer neuen Krise in Europa oder Deutschland ist so hoch wie noch nie.Die Städte u.Staatverschuldung so hoch wie noch nie, die Verschuldung pro Kopf in Deutschland wird 2010 weit über 20000 Euro liegen.Der grösste Fehler wäre Griechenland zu unterstützen .Es gibt nur ein Weg Austritt aus Europa!!Krisen ,Bankrott,Zahlungsunfähigkeit Schulden erzeugt durch Spekulationen mit Geld zu Geld.Es hat sich nichts geändert. Die Banken spekulieren wieder ohne die angekündigte Kontrolle. Die Theorie von Geld zu Geld machen ist eine Kankheit dieses Systems,was keine Veränderungen zulässt. Das eingefahrene in den Grundsätzen nicht veränderbare System Kapitalismus wird den Menschen das Volk noch teuer zu stehen kommen….Es wiederholt sich vieles im Leben…wir haben nichts gelernt und fallen auf die Reden der Politiker immer wieder rein……

3 Trackbacks

  1. [...] netzpolitik hat sich angeschaut, wie andere Medien mit der selben Studie [...]

  2. Von .: cipha.net » spiegel.de=bild.de II am 22. November 2007 um 13:48

    [...] anscheinend gibt es nur einen richtig kritischen bericht dazu und der stammt noch nicht mal aus deutschland: via futurezone.orf.at. [via] [...]

  3. [...] Spiegel Dir Deine Meinung » Netrzpolitik.org [...]

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