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Freitag, 21. September 2007

Meine Rede bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstration

Hier ist mal die vorläufige Endversion meiner Rede bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstration in Berlin. Wie das so immer ist, hat man nur begrenzte Redezeit und viele Punkte werden schon von anderen Rednern abgedeckt. Ausserdem gilt das gesprochene Wort…

Hallo, ich bin Markus Beckedahl vom Netzwerk Neue Medien und ich betreibe das Weblog netzpolitik.org.

Ich freue mich, dass heute so viele Menschen gekommen sind, um mit uns gegen Überwachung und für die Freiheit zu demonstrieren. Wir sind hier, weil wir Sorge um unsere Freiheit haben. Sorge davor, uns zukünftig nicht selbstbestimmt und ohne Überwachung bewegen zu können. Diese Sorge wird von Politikern geschürt, die unsere Welt nicht verstehen. Die überall im Netz Terroristen sehen und selber Angst vor der digitalen, für sie unbekannten Zukunft haben! Die ständig argumentieren, das Netz dürfe kein rechtsfreier Raum sein.

Ja was ist denn mit der Post? Wird gespeichert, wer wem Briefe schreibt? Wird gespeichert, wer wann was im Fernsehen schaut oder wer wann welchen Artikel in einer Zeitung liest? Und was ist mit unseren privaten Gesprächen im Wohnzimmer, wird protokolliert, wer mit wem wann gesprochen hat? Das sind alles rechtsfreie Räume mit derselben bizarren Logik. Die Vorratsdatenspeicherung soll genau dies im digitalen Raum ermöglichen.

Wir wollen keinen Staat, der uns unter Generalverdacht stellt.

Der ständig in unserem Leben rumschnüffelt und uns in Datenbanken rastert. Der ohne Verdacht unser Kommunikationsverhalten protokollieren will. Ich möchte mich nicht mit dem Bewusstsein im Netz bewegen, dass in einer Datenbank gespeichert wird, für was ich mich interessiere und mit wem ich kommuniziere.

Ich wünsche mir Politiker, die unsere Verfassung und unsere Freiheit respektieren. Und die nicht ständig alle Freiheiten in Frage stellen und uns unsere Freiheit nehmen wollen. Ich wünsche mir einen demokratischen Staat, der unsere Lebenswelten respektiert und nicht ständig unsere Freiheiten abbauen will. Ich wünschen mir einen Staat, der uns nicht als Feind sieht, sondern dem ich vertrauen kann.

Dieses Vertrauen der Bürger ist das Fundament unserer Demokratie. Und dieses Fundament eines freiheitlichen und liberalen Weltbildes verlieren wir im Moment täglich mehr. Wir sind auf dem gefährlichen Weg in einen Präventionsstaat, wo jeder von uns als potentieller Feind des Staates angesehen und behandelt wird. Diesen Staat wollen wir nicht!

Seit einiger Zeit läuft die Debatte rund um die Online-Durchsuchung. Nach den Vorstellungen von Wolfgang Schäuble sollen die Sicherheitsbehörden das Recht erhalten, heimlich auf die Computer von Verdächtigen zugreifen zu können. Aber was bedeutet das konkret? Übersetzt in die reale Welt bedeutet das, dass Sicherheitsbehörden auf den bloßen Verdacht hin heimlich in unsere Wohnung einbrechen und diese durchsuchen dürfen. Ohne demokratische Kontrolle und Transparenz wie bei einer normalen Hausdurchsuchung.

Das läuft nach den Vorstellungen des Bundesinnenministerium dann so ab, dass man wahlweise gefälschte Behördenmails mit Trojanern verschickt oder Sicherheitslücken auf den Rechnern von Verdächtigen ausnutzt. Der Bundestrojaner soll dabei so intelligent sein, dass er Tagebücher und auch andere private Sachen, also den von der Verfassung absolut geschützten Kernbereich privater Lebensgestaltung, nicht durchsucht. Jeder mit etwas mehr IT-Kenntnissen weiß: Das ist Science Fiction!

Auf so eine Idee kommen auch nur Menschen, die das Internet und Computer noch nicht so in ihr Leben integriert haben. Für uns sind die Daten auf unseren Rechnern privater und schützenswerter als die Schlafzimmer und Tagebücher unserer Eltern-Generation zusammen.

Wissen das unsere Politiker? Innenminister Schäuble weiß mittlerweile, dass das Internet keine Telefonanlage ist. Justizministerin Zypries fragt sich vielleicht immer noch, was ein Browser ist. Wirtschaftsminister Glos lässt sich das Internet ausdrucken, weil das mit dem Handy schon so schwer ist. Wir werden von Politikern regiert, die noch nicht im Netz angekommen sind. Die mehr Angst vor dem Unbekannten haben, anstatt die Chancen und Freiheiten zu sehen. Wir brauchen mehr Medienkompetenz bei Politikern! Und wir brauchen mehr komptetente Leute in allen Parteien. Dann gibt es vielleicht auch bessere Gesetze für den digitalen Raum.

Für uns sind das Netz und unsere Computer ein soziale Raum, in dem wir uns aufhalten. In dem wir leben, kommunizieren, uns austauschen, dem wir unsere privaten Gedanken anvertrauen: Der Staat und seine Sicherheitsbehörden haben in unserem Privatleben - nichts - zu - suchen.

Es geht um unser Leben im Netz und die Gewissheit, bei unserer privaten und öffentlichen Kommunikation nicht ständig vom Staat überwacht zu werden. Es geht darum, dass man sich auch weiterhin im digitalen Leben frei und offen entfalten kann. Dass man seine Meinung weiterhin ohne Angst frei äußern kann. Dass man weiterhin freie und anonyme Kommunikationswege hat. Wie beim privaten persönlichen Gespräch zuhause im Schlafzimmer, im Park oder im Cafe. Noch kann etwas getan werden.

Wir werden weiter für unsere Freiheiten kämpfen und wir werden täglich mehr. Wir haben unsere digitalen Tools. Und wir können die auch nutzen – um uns zu vernetzen, um stärker zu werden und eine immer lautere Stimme in der Gesellschaft zu werden, um auf den Abbau unserer aller Freiheiten hinzuweisen. Momentan müssen wir gegen den Abbau von Freiheiten kämpfen. Aber das wird sich ändern: wir wollen nicht weniger, sondern mehr Freiheit vom Staat. Meine Daten gehören mir!

51 Comments so far

1. Robert schrieb am 21. September 2007 um 21:09

Kleine Anmerkung: “Ohne demokratische Kontrolle und Transparenz wie bei einer normalen Hausdurchsuchung.”
> Hausdurchsuchungen sind selten demokratisch ;). Ich denke, du meinst eher das rechststaatlich garantierte Recht auf Beschwerde oder Widerspruch bei einer Amtshandlung.

Ansonsten nett.

2. Basti schrieb am 21. September 2007 um 21:26

Kann ich nicht nachvollziehen. Er behauptet nirgends, dass Hausdurchsuchungen demokratisch seien.

3. Musikdieb schrieb am 21. September 2007 um 21:29

*applaudier*

4. Robert schrieb am 21. September 2007 um 21:31

Hab das Lesen verlernt, schäme mich.

5. Christoph schrieb am 21. September 2007 um 21:41

Gute Rede, auf jeden Fall. Für hier und da ein wenig Pathos mehr erlaube ich mir einige Vorschläge:

Vorschläge:

Ja was ist denn mit der Post? Wird gespeichert, wer wem Briefe schreibt? Wird gespeichert, wer wann was im Fernsehen schaut oder wer wann welchen Artikel in einer Zeitung liest? Und was ist mit unseren privaten Gesprächen im Wohnzimmer, wird protokolliert, wer mit wem wann gesprochen hat?

## Nein. Und das aus gutem Grund. Das ist Privatsphäre. Das ist das Intimste, was wir in unserem Leben haben. Mit wem wir kommunizieren, wem wir unsere Gedanken und Gefühle anvertrauen, geht nur die jeweiligen Empfänger und uns selbst etwas an. Niemanden sonst. Die Vorratsdatenspeicherung soll jedoch genau diese Protokollorierung im digitalen Raum ermöglichen.

Wir wollen keinen Staat, der uns unter Generalverdacht stellt.

[...]

Ich wünsche mir Politiker, die unsere Verfassung und unsere Freiheit respektieren.

##Und die eben Freiheit und Verfassung nicht ständig in Frage stellen und sie uns nehmen wollen.

Ich wünsche mir einen demokratischen Staat, der unsere Lebenswelten respektiert und der stark genug ist, Freiheit zu gewähren. Denn durch Restriktion und Gängelung zeigt sich letztlich immer nur die Schwäche. Und genau da wünsche ich mir einen Staat, der uns ##eben## nicht als Feind sieht, sondern dem ich vertrauen kann.

[...]

Diesen Staat wollen wir ##aber## nicht!

[...]

Jeder mit etwas mehr IT-Kenntnissen weiß: Das ist Science Fiction!

## Und zwar die besonders gruselige Form.

[...]

Die mehr Angst vor dem Unbekannten haben, anstatt die Chancen und ##zusätzlichen## Freiheiten zu sehen.

##Angst regiert schlecht.

Wir brauchen daher mehr Medienkompetenz bei Politikern! Und wir brauchen mehr komptetente Leute in allen Parteien. Dann gibt es vielleicht auch bessere Gesetze für den digitalen Raum.

[...]

Für uns sind das Netz und unsere Computer ein soziale Raum, in dem wir uns aufhalten. In dem wir leben, kommunizieren, uns austauschen, dem wir unsere ##privatesten## Gedanken anvertrauen: Der Staat und seine Sicherheitsbehörden haben in unserem Privatleben,

##in unseren Liebesbriefen, unseren Urlaubsbildern, Hausaufgaben und Tagebüchern, in unseren Erinnerungen an fröhliche und traurige Momente, nichts

- ##absolut## nichts - zu - suchen.

[...]

Dass man seine Meinung weiterhin ##und## –ohne Angst– frei äußern kann.

[...]

6. Florian schrieb am 21. September 2007 um 21:54

Gute Rede! Ich würde aber am Ende nicht vom “wir” ins “ich” verfallen.
Bis morgen ;-)

7. oder so? schrieb am 21. September 2007 um 22:11

“Ich freue mich, dass heute so viele Menschen gekommen sind, um mit uns gegen Überwachung und für die Freiheit zu demonstrieren.”

ich hoffe mal, daß du da nicht improvisieren mußt…

ab 1. januar dann?

vielleicht doch dem provider jetzt schon mitteilen, daß man die dienste unter den neuen bedingungen nicht mehr in anspruch zu nehmen gedenkt.
(und bei wem er sich für den umsatzrückgang bedanken darf)

stell dir vor es ist internet und keiner klickt.

können wir das überhaupt noch?
(wollen steht ja weniger zur debatte)

“the bright side?
REAL life happens every moment. if we have to move on because they take over - so be it.
they win, everybody loses. i wont wage war about IT.”

que sera, sera…

8. AlfaFox.info schrieb am 21. September 2007 um 22:14

Wissen unsere Politiker denn nicht, dass heute jeder vorsichtige Kriminelle zwei Computer hat. Einen am Internet und einen für alle sensiblen Daten. Und alle sensiblen Daten, die man über das Internet überträgt, werden vorher verschlüsselt und dann per USB-Stick (mit ein paar Sicherheits-Vorkehrungen) zwischen den beiden PCs übertragen. Die staatlichen Bespitzelungsmaßnahmen treffen mal wieder nur die Armen…

9. The Lunatic Fringe » Blog Archive » Markus’ Rede bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstration schrieb am 21. September 2007 um 23:00

[...] Gut gebrüllt, Löwe. No Comments so far Leave a comment RSS feed for comments on this post. TrackBack URI Leave a comment Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong> [...]

10. erlehmann schrieb am 21. September 2007 um 23:58

Wichtig ist meiner Meinung nach auch noch, dass auf die Funktionalität dieser staatlichen Datensammlungen eingegangen wird, um möglichen “aber das schützt uns vor den pöhsen Terroristen”-Gegenargumenten schnell Einhalt zu gebieten. Krypto-Guru Schneier hat das auf eine sehr einfache Weise erklärt.

Let’s look at some numbers. We’ll be optimistic. We’ll assume the system has a 1 in 100 false positive rate (99% accurate), and a 1 in 1,000 false negative rate (99.9% accurate).
Assume one trillion possible indicators to sift through: that’s about ten events — e-mails, phone calls, purchases, web surfings, whatever — per person in the U.S. per day. Also assume that 10 of them are actually terrorists plotting.
This unrealistically-accurate system will generate one billion false alarms for every real terrorist plot it uncovers. Every day of every year, the police will have to investigate 27 million potential plots in order to find the one real terrorist plot per month. Raise that false-positive accuracy to an absurd 99.9999% and you’re still chasing 2,750 false alarms per day — but that will inevitably raise your false negatives, and you’re going to miss some of those ten real plots.

11. erlehmann schrieb am 22. September 2007 um 0:03

Nachtrag:
Ja was ist denn mit der Post? Wird gespeichert, wer wem Briefe schreibt? [...] Das sind alles rechtsfreie Räume mit derselben bizarren Logik.

Nach der erwähnten bizarren Logik (d.h. wenn man ihr folgt) sind das alles rechtsfreie Räume. Sind sie tatsächlich aber nicht. Es gibt ja Gesetze, wie Brief-,Fernmelde-Geheimnis etc. pp.

12. klisch schrieb am 22. September 2007 um 0:32

vielen dank, das du deine popularitaet so nutzen wirst! und danke auch feur dieses blog

13. Demonstration gegen den Überwachungswahn at franztoo schrieb am 22. September 2007 um 3:26

[...] ist die Rede von Markus Beckedahl, die er vorab auf netzpolitik.org vorab veröffentlicht hat. Treffend und [...]

14. classless schrieb am 22. September 2007 um 5:00

Der Staat ist aber keine Wunschbude, wenn ihr ihn für bestimmte Belange haben wollt und zu brauchen meint, habt ihr die inkriminierten Aspekte leider mit am Hals.

Es ist auch keineswegs der Staat, von dem die allgemeine gegenseitige Kontrolle ihren Ausgang nimmt, sondern die Gesellschaft. Daß Schäuble macht, was er macht, ist klar und kein Wunder. Daß er es machen kann, weil er einem autoritären Sicherheitsbedürfnis Geltung verschafft, ist das eigentliche Problem.

Ich schrieb dazu:

“Wer sich in Deutschland für das Recht auf Privatsphäre einsetzt, vertritt eine Minderheitenposition und kann sich auf keine Civil Liberties Union stützen, nicht auf libertäre Fraktionen in den Regierungsparteien oder auf eine starke Bürgerbewegung, die wie in Irland Biometrie in den Ausweisen verhindern könnte. Es kann nicht von Lobbyarbeit gesprochen werden, wenn ein Datenschutzbeauftragter und ein engagierter Hacker vom Bundestag zu neuen Gesetzen angehört werden. Eine Lobby übt Druck aus, droht mit Sanktionen und zwingt diejenigen, die die Entscheidungen treffen, zwischen Interessen abzuwägen.”

http://www.classless.org/2007/09/06/achten-sie-nicht-auf-das-volk-hinterm-vorhang/

15. Jack schrieb am 22. September 2007 um 6:55

bravo

16. Pictureboxx Blog » Blog Archiv » Demo schrieb am 22. September 2007 um 7:44

[...] es eine Liveberichterstattung von Radio1984 geben. Markus von netzpolitik.org hat schonmal seinen Redebeitrag “präventiv” ins Internet gestellt. Ich werde natürlich auch fotografieren und filmen, um dann hier ein kleines Review zu geben. [...]

17. Krüdewagen Blog » Blog Archive » Demo “Freiheit statt Angst” schrieb am 22. September 2007 um 8:08

[...] Vorab die Rede von netzpolitik.org [...]

18. We lost the war » Blog Archive schrieb am 22. September 2007 um 8:31

[...] die Rede von Markus Beckendahl (netzpolitik.org) auf der heutigen “Freiheit statt Angst” Demonstration in [...]

19. kühlschranknotizen » Werbeunterbrechung schrieb am 22. September 2007 um 8:41

[...] Markus Beckedahl hat seine Rede für die Freiheit statt Angst-Demonstration heute Nacht gebloggt. Darum (in etwa) geht es. [...]

20. Wortfeld » Berlin schrieb am 22. September 2007 um 9:24

[...] Beckedahl hat seine Rede bei der heutigen Demonstration gegen Vorratsdatenspeicherung und Co. schon vorab ins Netz gestellt. [...]

21. Die Krankheitskarte schrieb am 22. September 2007 um 10:50

Ärzte gegen die Gesundheitskarte…

Im Vorfeld der heutigen Demonstration gegen Datenmißbrauch berichtet das Hamburger Abendblatt unter der Überschrift "Warum Ärzte gegen die elektronische Gesundheitskarte protestieren" über die Einwände gegen das mill…

22. classless Kulla » Blog Archive » Wünsch dir was schrieb am 22. September 2007 um 11:00

[...] netzpolitik.org: » Meine Rede bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstration »… (2) [...]

23. Rainer schrieb am 22. September 2007 um 11:06

“Für uns sind die Daten auf unseren Rechnern privater und schützenswerter als die Schlafzimmer und Tagebücher unserer Eltern-Generation zusammen.”

Warum schützenswerter? Sie sind es EBENSO!

Ansonsten sehr gut!

24. Phil - Tales from the Geekside » Heute: Freiheit statt Angst - Stoppt den Überwachungswahn! schrieb am 22. September 2007 um 11:38

[...] ersten Eindruck von der Demonstration bietet das Redemanuskrip von Markus Beckedahl, der vor dem Roten Rathaus sprechen [...]

25. Nerdcore — Links vom 22. 9. 07: H.R. Giger, Grand Theft Simpsons, Hubble und das erste Demo von Kiss schrieb am 22. September 2007 um 12:02

[...] Wir wollen keinen Staat, der uns unter Generalverdacht stellt. Der ständig in unserem Leben rumschnüffelt und uns in Datenbanken rastert. Der ohne Verdacht unser Kommunikationsverhalten protokollieren will. Ich möchte mich nicht mit dem Bewusstsein im Netz bewegen, dass in einer Datenbank gespeichert wird, für was ich mich interessiere und mit wem ich kommuniziere. Ich wünsche mir Politiker, die unsere Verfassung und unsere Freiheit respektieren. Und die nicht ständig alle Freiheiten in Frage stellen und uns unsere Freiheit nehmen wollen. Ich wünsche mir einen demokratischen Staat, der unsere Lebenswelten respektiert und nicht ständig unsere Freiheiten abbauen will. Ich wünschen mir einen Staat, der uns nicht als Feind sieht, sondern dem ich vertrauen kann. Dieses Vertrauen der Bürger ist das Fundament unserer Demokratie. Und dieses Fundament eines freiheitlichen und liberalen Weltbildes verlieren wir im Moment täglich mehr. Wir sind auf dem gefährlichen Weg in einen Präventionsstaat, wo jeder von uns als potentieller Feind des Staates angesehen und behandelt wird. Diesen Staat wollen wir nicht! [...]

26. Christoph schrieb am 22. September 2007 um 15:55

Die Demo ist aktuell live zur verfolgen unter http://www.dhm.de/zcam/

28. Friedemann schrieb am 22. September 2007 um 16:56

Verdammt gut!!!
Mehr davon;-)

29. n¦tropie • Meine Daten gehören mir schrieb am 22. September 2007 um 17:44

[...] famose Markus Beckedahl) Tags: aufbegehren, deutschland, mitmachen, politik, [...]

30. Bundestrojaner.org schrieb am 22. September 2007 um 18:18

[...] Hier ist mal die vorläufige Endversion meiner Rede bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstration… [...]

31. 15.000 gegen die Vorratsdatenspeicherung | FreieNetze schrieb am 22. September 2007 um 20:04

[...] Berichte bei Heise Online und netzpolitik.org(Die Rede von Markus findet sich auch schon im Netz) [...]

32. 15.000 demonstrieren für “Freiheit statt Angst” | svenkubiak.de schrieb am 22. September 2007 um 20:32

[...] als Empfehlenswert ist die Rede von Markus Beckedahl (netzpolitk.org). Genauer kann es man es nicht auf den Punkt [...]

33. BIT- vs. BEER- Torrent | Berlin vs. Munich at in|ad|ae|qu|at schrieb am 23. September 2007 um 8:20

[...] Beckdahl hat seine Demo- Rede gleich vorab auf seine Seite netzpolitik gestellt , Kategorie : Anmerkungen , Wünsche , Kommentare [...]

34. p! schrieb am 23. September 2007 um 16:08

[... "Auch Konvertiten lesen Zeitung! - Für Ausweispflicht am Kiosk"
Die Idee dazu kam mir durch diesen Text (lesen!), sowie diesem Aufruf zu einer Gegendemo.
Es kann doch nicht sein, dass man immer nur eine Seite mit Ideen versorgt ;-)" ..]

35. wrs schrieb am 23. September 2007 um 16:59

gibt’s davon auch eine Audio-Datei?

36. Commonspage.net » Berlin - Plus und Minus schrieb am 23. September 2007 um 17:50

[...] Tag bei heise und tagesschau.de. Markus Beckedahl hat auch eine schöne Rede gehalten, hier zum Nachlesen. Bilder bei [...]

37. jukey schrieb am 23. September 2007 um 18:14

Danke für diese Rede! Und auch für die gute Live-Performance. :) Deine Rede, war in meinen Augen eine der interessantesten und besten an diesem Tag.

38. der-beweis » Blog Archive » 15000 people can't be wrong: Freiheit statt Angst! schrieb am 23. September 2007 um 19:26

[...] Eine Vorabversion der Rede von Markus Beckedahl gibts auf seinem Blog netzpolitik.org, und Huckl von smyck.de hat ein paar Bilder geflickrt.. Filed under demo, Reviews. Trackback. [...]

39. Freiheit statt Angst - erste Berichte - Arsch Hoch schrieb am 24. September 2007 um 6:42

[...] Rede von Markus Beckedahl von netzpolitik.org [...]

40. BIT- vs. BEER- Torrent II Nach - Spiele at in|ad|ae|qu|at schrieb am 24. September 2007 um 8:58

[...] Beckdahl : Meine Rede bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstration ( netzpolitik [...]

41. Demo - Fotogalerie | Hanno’s Blog | Hanno Zulla is a software developer from Hamburg, Germany schrieb am 24. September 2007 um 15:27

[...] Markus Beckedahl hielt eine flammende Rede. [...]

42. Digitalwaren-Manufaktur » Blog Archive » Wir sind fünfzehntausend schrieb am 25. September 2007 um 0:53

[...] Selbstbestimmung” auf die Straße gehen. Das hätt’ ich nicht erwartet. Die Rede von Markus Beckedahl hat mich sehr beeindruckt. Wusste nicht, dass er so gut brüllen kann. Und er traf den Nagel auf [...]

43. Ostprinzessin schrieb am 25. September 2007 um 15:00

I´m not amused - about Angst and Überwachungsstaat.

http://ostprinzessin.de/bz/2007/09/25/i%c2%b4m-still-not-amused

44. S-Fels : Redebeitrag der HI auf der Demo “Freiheit statt Angst” schrieb am 26. September 2007 um 10:12

[...] netzpolitik.org: » Meine Rede (Markus) bei der “Freiheit statt Angst”-Demonstratio… [...]

45. Amy schrieb am 26. September 2007 um 12:03

Gut zu lesen, dass das Engagement für Bürger- und Menschenrechte in Deutschland so groß ist! Für die große Demo- und Assoziationsbereitschaft gegen die Verletzung der Privatsphäre gibt es in Deutschland glücklicherweise demokratische Spielräume.

In anderen Ländern, in denen die Grundfreiheiten deutlich restriktiver gehandhabt werden, gibt sind noch immer ganz andere Praktiken an der Tagesordnung, wie wir beim Why Democracy? Projekt gerade herausfinden dürfen: Filmmaterial muss außer Landes geschmuggelt werden, unsere Dokumentarfilmer werden bedroht, bekommen Probleme mit staatlichen Autoritäten in den Ländern in denen gedreht wird, Journalisten werden zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie “Unwahrheiten” verbreiten. Seid also stolz auf die relativ gut garantierten Grundfreiheiten in Deutschland und macht weiter so! Nutzt den Raum für Proteste.

46. till we *) . Blog » Blog Archive » Freiheit statt Angst (Update 2) schrieb am 26. September 2007 um 14:50

[...] Update 2 (25.09.2007): Wer – wie zum Beispiel ich – nicht bei der Demo war, kann zum Beispiel den Redebeitrag von Markus Beckedahl von netzpolitik.org trotzdem nachlesen. Nämlich hier. [...]

47. Immer wieder spannend - was man so über “das Internet” sagt - Webdesign und Internetgeschehen im Weblog von Christian Fischer schrieb am 28. September 2007 um 9:47

[...] Markus Beckedahl von netzpolitik.org hat das Thema in seiner Rede anlässlich der Demonstration … gestreift: Auf so eine Idee kommen auch nur Menschen, die das Internet und Computer noch nicht so in ihr Leben integriert haben. […] Wissen das unsere Politiker? […] Wir werden von Politikern regiert, die noch nicht im Netz angekommen sind. […] Für uns sind das Netz und unsere Computer ein soziale Raum, in dem wir uns aufhalten. In dem wir leben, kommunizieren, uns austauschen, dem wir unsere privaten Gedanken anvertrauen. [...]

48. Hennings Podcast #91 at Hennings Podcast schrieb am 7. November 2007 um 3:01

[...] Links: Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung netzpolitik.org – Markus Beckedahls Rede zur “Freiheit statt Angst”-Demo in Berlin [...]

49. Netherlands goes Open Source at FreieNetze schrieb am 13. Dezember 2007 um 16:00

[...] werden kann, aber selbst wenn wir die Zerfallsdauer von Papier annehmen (ich erinnere gern an das ausgedruckte Internet), muss befürchtet werden, dass eine Rekonstruktion heutiger Umstände schwer fallen [...]

50. netzpolitik.org: » Jahresrückblick 2007 » Aktuelle Berichterstattung rund um die politischen Themen der Informationsgesellschaft. schrieb am 24. Dezember 2007 um 18:25

[...] Vor einem Jahr waren es nur 200 Menschen, die gegen die Vorratsdatenspeicherung demonstrierten. Meine Rede hielt ich auf der [...]

51. Apart-Smart schrieb am 27. März 2008 um 12:39

Hut ab!!!!!

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