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Freitag, 29. September 2006

Neu im Angebot: Die elektronische Ausländerkarte

Jeder Tag mal was neues. Die elektronische Ausländerkarte hatten wir noch nicht. Aber bald schon, denn die Bundesregierung hält sie für eine tolle Idee. Und warum? Na, ist doch klar: It´ s the Industriepolitik, stupid. War doch auch schon bei den biometrischen Pässen und den meisten anderen Karten so.

Mit einer elektronischen Ausländerkarte, die vom Umfang her einer digitalen Aufentshaltsgenehmigung entspricht, aber auch biometrische Merkmale wie Bild und Fingerabdruck enthalten soll, würde Deutschland innerhalb der EU eine Vorreiterrolle spielen. Denn eine solche Karte ist innerhalb der EU-Konsultationen noch nicht über das Entwurfsstadium hinausgekommen. “Industriepolitisch ergibt die Karte eine Menge Sinn. Derjenige, der zuerst kommt, setzt die Standards. Und der Sicherheitsbereich ist eine große Wachstumsindustrie”, führte Hanning weiter aus. Außerdem sei dem Bürger nicht vermittelbar, wenn im Kampf gegen den Terror die schnelle Identitätsüberprüfung nur bei deutschen Staatsbürgern möglich sei.

4 Kommentare

  1. buliwyf am 29.09.2006 um 12:39 (Antworten)

    Ich hoffe hier kommen nicht die gleichen Schwachsinnigen Nazi/Juden vergleiche wie bei heise.de.
    Niemand erwartet das die Karte am Ärmel, an der Stirn, oder an der Brust getragen wird.

    Die Idee an sich ist nicht schlecht, da es einfacher sein wird
    die Identität bei Personenkontrollen festzustellen.
    Leider gibt es wieder den faden “die Industrie will blos verkaufen” Beigeschmack.

  2. Arne am 30.09.2006 um 16:59 (Antworten)

    Einen gewoehnlichen Pass aufzuklappen und zu lesen ist ja so unzumutbar schwierig, dass man gleich alle Polizeibeamten mit mobilen RFID-Lesegeraeten ausstatten muss. Im uebrigen gibt es fuer Deutsche bisher keine Pflicht den Pass staendig bei sich zu tragen, so dass, falls dies geplant waere, eine entsprechende Pflicht bei Auslaenderkarten diskriminierend waere. Ohne eine solche Pflicht ist die ganze Sache zweifelhaft, da sicher die wenigsten Menschen die Karte staendig dabei haben wollen.

    Eine Endloesung ist wirklich nur der RFID-Chip der bei Geburt oder Einreise in den Muskel injiziert wird. Na schoenen Tag noch.

  3. buliwyf am 02.10.2006 um 08:47 (Antworten)

    Einen der weltweit über 200 üblichen Pässen zu öffnen, zu lesen und zu verstehen stell ich mir gar nicht so einfach vor. Vor allem kann ich mir kaum das jeder Polizist ständig mit diesen Pässen hantiert und so sofort festellen kann ob der Pass echt ist, eine Fälschung, oder gar nicht existiert.
    Weiterhin stelle ich es mir schwierig vor oftmals den Ausweis der Person zuzuordnen. Vor allem da Menschen Probleme haben, Menschen anderer Kulturen zu unterscheiden.
    So könnte man anhand eines Digitales Pases anhand der Fingerabdrücke z.b. verifizieren, ob der Name mit dem Reisepass übereinstimmt, oder die Passnummer. Weiterhin könnte man Information Speichern wie lange das Visum gilt, oder den Zustand des Asylantrags. Das sind keine Informationen die die Polizei nicht auch so bekommen könnte. Nur wäre es so einfacher für die Polizisten und die Ausländer. Ein Plizist wäre bei einer Personenkontrolle nach menigen Minuten fertig. Heutzutage werden Ausländer ohne Ausweispapiere, verdächtigem Pass, oder evtl anderem Aussehen als im Pass, gleich mit auf die Wache genommen,
    und dürfen dort erstmal eine Zeilang warten bis Ihre Identität geklärt ist.

  4. Frank am 03.11.2007 um 11:59 (Antworten)

    auslaederkarte hoert sich scheisse an und ist auch scheisse.
    warum nicht eine identitaetskarte fuer alle, die in deutschland wohnen, egal deutsche oder auslaendische staatsbuerger. gibts in estland, finnland, grossbritannien (ab 2008) etc.

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