Der Internetexperte Ingo Wolf aus NRW

Der NRW-Innenminister Ingo Wolf von der FDP möchte sich mit einer Pressemitteilung als Internet-Experte profilieren:

“Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister.

Kann dem mal jemand das digitale Zeitalter erklären?

[via]

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein, Datenschutz, Deutschland, Digital Rights und getagged . Bookmarken: Permanent-Link. Kommentieren oder ein Trackback hinterlassen: Trackback-URL. Dieser Beitrag steht unter der Lizenz CC BY-NC-SA: Markus Beckedahl, Netzpolitik.org.

4 Kommentare

  1. Supertyp
    Erstellt am 20. Oktober 2006 um 16:07 | Permanent-Link

    LOL… Na FDP eben, nech!

    Das sind mir die Liebsten… Keine Ahnung von nichts, aber einen auf dicke Hose machen.

  2. Ivo
    Erstellt am 20. Oktober 2006 um 17:22 | Permanent-Link

    Hihi! Was hat der denn geraucht? Das will ich auch haben!!!

    Ich überlege mir gerade, was die ganzen Firmen dazu sagen, die online sind oder ihre Mitarbeiter über das Internet koordinieren. Haben die dann auch kein Recht auf Privatsphäre respektive Datenschutz? … Kurz gesagt: Er fordert: Freie Fahrt ohne Hindernisse für (Wirtschafts-)Spionage …

  3. brodo
    Erstellt am 21. Oktober 2006 um 01:29 | Permanent-Link

    ok, ich übernehm das mal mit dem erklären. das internet besteht aus einer reihe von röhren. es ist kein lkw!

  4. Erstellt am 21. Oktober 2006 um 16:51 | Permanent-Link

    Und im persönlichen Fragebogen auf seiner offizielen Seite steht:

    “Ihr politisches Credo?
    Freiheit und Eigenverantwortung statt staatlicher Zwangsbeglückung”

    http://www.dr-ingo-wolf.de/8.html

    Hahahahahaa ;o)

11 Trackbacks

  1. [...] Ich glaub ich ziehe mich wieder in meine häusliche Sphäre zurück. [via netzpolitik.org] [...]

  2. [...] Neben der Überwachung von VoIP dürften die Online-Durchsuchungen interessant werden. Vor allem, wenn sich bei Innenpolitikern die “Expertise” von FDP-NRW Innenminister Ingo Wolf durchsetzt, dass jeder ans Netz angeschlossene PC nicht einer Privatsphäre zuzuordnen sei – und damit durch keine besonderen Bürgerrechten geschützt sei. von markus um 17:09 | abgelegt in General, Datenschutz, Informationstechnologie, Menschenrechte, Digital Rights, Deutschland Trackback URL | Comment RSS Feed Tag at del.icio.us | Incoming links [...]

  3. Von Wir fürchten uns noch zu Tode*, medienrauschen am 26. Oktober 2006 um 17:07

    [...] Moment, ich verlasse zielgerichtet die “geschützte häusliche Sphäre”, wenn ich eMail abrufe? So habe ich das noch gar nicht gesehen. [...]

  4. Von YAMB.BETA² » Wir fürchten uns noch zu Tode* am 26. Oktober 2006 um 18:28

    [...] Moment, ich verlasse zielgerichtet die „geschützte häusliche Sphäre“, wenn ich eMail abrufe? So habe ich das noch gar nicht gesehen. [...]

  5. Von Wahnwitzig | .get privacy am 10. November 2006 um 03:45

    [...] Wer die Überprüfung von Daten […] für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. [...]

  6. Von mein Notizblog » Staatlicher Hausfriedensbruch ??? am 10. November 2006 um 18:12

    [...] [via netzpolitik.org] [...]

  7. [...] Jetzt darf dort der Verfassungsschutz auch legal in private Computer einbrechen, weil FDP-Innenminister Ingo Wolf ein ganz komisches Verständnis von Privatsphäre im digitalen Zeitalter hat und dies im Vorfeld der Entscheidung oftmals verbal unter Beweis gestellt hat: “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister. [...]

  8. [...] Der Verfassungsschutz darf nun in NWR legal in Privat Computer eindringen. Wie man es gewohnt ist, biegen sich Politiker alles so zurecht das es passt: “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister. (FDP-Innenminister Ingo Wolf) [...]

  9. [...] Der NRW-Innenminister Ingo Wolf von der FDP möchte sich mit der “Pressemitteilung des Jahres” als Internet-Experte profilieren: “Wer die Überprüfung von Daten auf Rechnern potenzieller Terroristen für einen Einbruch in den grundgesetzlich geschützten Wohnraum hält, hat das Wesen des Internets nicht verstanden”, betonte Wolf. Der Nutzer befinde sich weltweit online und verlasse damit bewusst und zielgerichtet die geschützte häusliche Sphäre. “Der Standort des Computers ist dabei völlig unerheblich. Es findet zudem keinerlei Überwachung der Vorgänge in der Wohnung selbst statt”, erläuterte der Innenminister. [...]

  10. [...] Darum sind wir dankbar für das, was unsere besorgten Staatsschützer uns an demokratierettenden Maßnahmen beschert haben oder bescheren wollen: Die Vorratsdatenspeicherung, mehr Schutz vor bösen Websites aus dem Ausland, Mautdaten für die Strafverfolgung, das Verbot böser Spiele, BND-Überwachung von Journalisten im Inland, mehr Bundeswehr im Inneren, mehr Kameras in den Innenstädten, die elektronischen Wahlcomputer, die Antiterrordatei, das neue Telemediengesetz und natürlich das totale Highlight des Jahres: Deutsche Rechner ohne ordentlichen Anfangsverdacht ausspionieren. [...]

  11. Von Ingo Wolf, NRW und die FDP | Blog Fürst am 1. November 2008 um 12:11

    [...] bei Podiumsdiskussionen – beim Thema Bürgerrechte kriegt man überall vom politischen Gegner den “Erfinder” der Online-Durchsuchung, den Parteifreund Ingo Wolf, vorgehalten. Das bedauerliche ist nur, dass dieser FDP-Innenminister [...]

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder verteilt. Benötigte Felder sind mit * markiert

*
*

Du kannst diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Anzeige
Die von uns verfassten Inhalte stehen unter der Lizenz CC BY-NC-SA.
Netzpolitik.org nutzt Wordpress. Das Design ist ein Thematic-Kind von Linus Neumann.