Das deutsche Überwachungsunternehmen Jenoptik verdient beim US-Grenzschutz fleißig mit, hat Imke Stock für Heise nachrecherchiert.
Ticker
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Ticker vom 04.12.2024
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In Hanau dürfen Kinder in Kitas keine Smartwatches, Smartphones oder GPS-Tracker mehr benutzen. Der hessische Kultusminister will nun ein bundesweites Handyverbot an Schulen diskutieren.
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Ganz ohne Hintertüren haben Ermittlungsbehörden eine Krypto-Kommunikationsplattform für Kriminelle zerschlagen. Zugleich haben sie den laut BKA größten deutschsprachigen Darknet-Marktplatz aufgerieben und hatten auch vor dem Verfassungsgericht Erfolg.
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Tja: Nach einem Hacking-Angriff auf US-Provider fordern das FBI und die Cybersicherheitsbehörde CISA die US-Bürger:innen dazu auf, ihre Kommunikation möglichst zu verschlüsseln.
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Meta gesteht Overblocking-Problem ein: "Zu oft werden harmlose Inhalte entfernt oder eingeschränkt, und zu viele Menschen werden zu Unrecht bestraft", sagt Kommunikations-Chef Nick Clegg.
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Telegram führt freiwillige Chatkontrolle ein: Künftig soll der Messenger mithilfe der britischen Internet Watch Foundation automatisch nach bekannten sogenannten Kindesmissbrauchsdarstellungen scannen, sofern die Inhalte nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind.
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Das Justizministerium plant Änderungen am Gewaltschutzgesetz. Unter anderem soll es Regeln zu elektronischen Fußfesseln für - wie die taz es nennt - "prügelnde Männer" geben. Eine Mehrheit im Bundestag scheine derzeit jedoch fraglich.
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Ticker vom 03.12.2024
Die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz lehnt ein Social-Media-Verbot nach australischem Vorbild ab: "Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf digitale Teilhabe und darauf, digitale Lebensräume sicher zu erkunden", sagt Direktor Sebastian Gutknecht.
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Unter welchen Bedingungen hat Google mit dem "Project Nimbus" Cloud-Produkte an die israelische Regierung verkauft? Laut einem Bericht von The Intercept soll es hierzu Ungereimtheiten über bislang nicht öffentliche Absprachen geben; der Konzern habe sich nicht geäußert.
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Belgien ist das erste Land der Welt, das Sexarbeiter:innen umfassende Arbeitsrechte gewährt. Ein neues Gesetz erlaubt es ihnen, Arbeitsverträge zu unterzeichnen und sieht Rechte wie Krankenstand, Mutterschaftsurlaub und Rentenansprüche vor.
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Anne Roth schreibt im ND – es helfe ja nichts – einmal mehr über Social Media, konkret über den aktuellen Exodus nach Bluesky. Was treibt ihn an, wo geht er hin - und warum will er nicht ins unverkäufliche, dezentrale Mastodon? Haben wir denn nichts hinzugelernt?
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Eine Studie des Citizen Lab der Universität Toronto untersucht digitale Repression gegen Frauenrechtsverteidiger:innen im Exil. Die Organisation fordert Maßnahmen, um der grenzüberschreitenden Unterdrückung zu begegnen.
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Die Datenschutz-NGO noyb hat nun noch schärfere Zähne: Fortan kann sie "Unterlassungsklagen gegen jedes Unternehmen erheben, das in der EU gegen die DSGVO verstößt" und Sammelklagen einreichen, "bei denen Tausende oder Millionen von Nutzer:innen Schadenersatz verlangen".
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Das Gesetz über digitale Dienste verpflichtet Plattformen zu Risikobewertungsberichten. Die ersten davon kritisiert AlgorithmWatch als "oberflächlich und vage". Transparenz werde suggeriert, "aber nur wenig brauchbare Informationen" vermittelt.
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Apple-Mitarbeitende klagen gegen ihren Arbeitgeber, weil dieser deren persönliche iCloud-Konten und nicht-arbeitsbezogene Geräte ausspioniert haben soll. "Für Apple-Mitarbeiter ist das Apple-Ökosystem kein ummauerter Garten. Es ist ein Gefängnishof", heißt es in der Klage.
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Ticker vom 02.12.2024
Wer eine gute Breitbandverbindung hat und gern Linux-Distributionen testen möchte: DistroSea stellt die grafische Umgebung von über 50 Linux-Distributionen im Browser dar, mit (fast) vollständiger Interaktion mit dem Betriebssystem, als ob es lokal installiert wäre.
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Jetzt ist es wissenschaftlich nachgewiesen: Empörung ist ein wichtiger Faktor dafür, dass Menschen unkritisch Falschinformationen in sozialen Medien teilen.
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Die kanadische Wettbewerbsbehörde beschuldigt Google, ein Monopol im Bereich der Online-Werbung zu schaffen. Sie fordert, dass Google zwei seiner wichtigsten Werbetechnologiedienste verkauft. In den USA läuft bereits ein ähnliches Antitrust-Verfahren.
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TikTok, Snapchat oder Instagram sollen künftig nicht mehr für australische Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verfügbar sein. Eine Umfrage zeigt: Viele Deutsche hätten das Gesetz ebenfalls gern.
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Google wollte den europäischen Cloud-Anbieterverband CISPE offenbar mit Millionenbeträgen davon überzeugen, eine Wettbewerbsbeschwerde gegen Microsoft aufrechtzuerhalten. CISPE zog die Beschwerde jedoch zurück und akzeptierte stattdessen Microsofts Offerte.
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Der australische Premierminister Anthony Albanese bietet Elon Musk Gespräche über ein jüngst verabschiedetes Gesetz an, das unter 16-Jährige aus sozialen Netzwerken fernhalten soll. Albanese betont, dass er bereit ist, mit jedem zu sprechen.
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Amazon Web Services richtet für seine Kund:innen jetzt "Data Transfer Terminals" ein, an denen sie ihre Daten in die Cloud hochladen können – aber bitte nur mit Termin.
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Ticker vom 29.11.2024
Die EU-Kommission hat die ersten fünf von insgesamt rund 40 Durchführungsrechtsakten zur geplanten europäischen digitalen Brieftasche erlassen. Sie befassen sich unter anderem mit einheitlichen Standards und werden zeitnah im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
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Die Bundesnetzagentur warnt vor Privatsphärenverletzungen durch Lampen, Türklingeln, Brillen, Saugroboter oder Futterautomaten, die mit Kamera oder Mikro ausgestattet sind. Wenn diese heimliche Aufnahmen übertragen, seien sie sogar illegal.