Fox News

  • Facebook in den USA: Die rechte Empörungsmaschine
    Facebook brennt
    Facebook heizt die innenpolitische Lage in den USA immer mehr an.
    Facebook in den USA Die rechte Empörungsmaschine

    Facebook ist inzwischen tief im Ökosystem des US-Konservatismus verankert. In der Führungsriege finden sich immer mehr Republikaner, im News Feed der Nutzer:innen landen mehr konservative als liberale Nachrichten. Dahinter steckt System.

    27. Oktober 2020 3
  • : Fox-News-Eigentümer Rupert Murdoch will für seine Inhalte Geld von Facebook
    Medienmogul Rupert Murdoch
    Fox-News-Eigentümer Rupert Murdoch will für seine Inhalte Geld von Facebook

    Der Medienunternehmer Rupert Murdoch fordert Facebook dazu auf, künftig für journalistische Inhalte auf seiner Plattform zu bezahlen. Der Gründer von Fox News und Eigentümer des Medienkonzerns News Corp reagierte in einer am Montag veröffentlichten Erklärung auf die Ankündigung von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, künftig die Nutzer selbst die Glaubwürdigkeit von Medien beurteilen zu lassen, um der Verbreitung von Falschnachrichten vorzubeugen. Der konservative Medienunternehmer, dessen Medien in den vergangenen Jahren immer wieder selbst wegen unlauterer Stimmungsmache sowie unsauberen Geschäftspraktiken in der Kritik standen, klagt:

    Facebook und Google haben durch ihre Algorithmen verleumderische Nachrichtenquellen populär gemacht, die für ihre Plattformen profitabel, aber höchst unzuverlässig sind. (…) Wenn Facebook ‚vertrauenswürdige’ Nachrichtenquellen anerkennen möchte, dann sollte es deren Verlagen eine Vergütungsgebühr zahlen, ähnlich dem Modell von Kabelfernsehbetreibern. (Eigene Übersetzung)

    Der Unternehmer, zu dessen Imperium das britische Boulevardblatt „The Sun“ und das konservative „Wall Street Journal“ in den USA gehören, sprach vom ernsthaften Mangel an Transparenz beim Vorgehen Facebooks und beschwerte sich über die „politischen Einfärbung dieser mächtigen Plattformen“. Murdoch ist nicht der erste Verleger, der sich eine pauschale Abgabe von Facebook für auf der Plattform verlinkte Inhalte wünscht. Im Rahmen der geplanten EU-Urheberrechtsreform wird auch über die Einführung eines Leistungsschutzrechtes auf europäischer Ebene diskutiert, nachdem Plattformen wie Facebook den Verlegern die Verlinkung ihrer Inhalte abgelten sollen. Das US-Unternehmen erzielt Milliardenprofite aus Werbeeinnahmen, zeigte sich aber nur in Ausnahmefällen bereit, damit journalistische Inhalte zu finanzieren.

    23. Januar 2018 1
  • : Studie: Grabenkämpfe in rechten US-Medien und die Rolle Breitbarts
    Das Netz aus Retweets linker und rechter Medien kurz vor den Wahlen zeigt die Asymmetrie. Grafik: <a href="www.cjr.org/analysis/breitbart-media-trump-harvard-study.phpf">Columbia Journalism Review</a>
    Studie: Grabenkämpfe in rechten US-Medien und die Rolle Breitbarts

    Breitbart diffamierte einst Fox News, dann einigten sie sich auf den gemeinsamen Feind: liberale Medien. Forscher rund um Yochai Benkler und Ethan Zuckerman analysieren, welche Rolle gezielte Desinformation im US-Präsidentschaftswahlkampf spielten.

    6. März 2017 20
  • : Journalistische Lehren aus CNN-Fail und SCOTUSblog-Win rund um das Obamacare-Urteil
    Journalistische Lehren aus CNN-Fail und SCOTUSblog-Win rund um das Obamacare-Urteil

    Die Verkündung des höchstrichterlichen Urteils zur US-Gesundheitsreform („Affordable Care Act“, ACA), dem wichtigsten politischen Projekt Barack Obamas, sorgte nicht nur für eine der größten Blamagen für die Nachrichtensender CNN und Fox News, sondern war auch ein Lehrstück über die das journalistische Potential von Blogs. Denn als die beiden TV-Sender minutenlang fälschlicherweise berichteten, mit der Versicherungspflicht („individual mandate“) sei das Kernstück der Reform aufgehoben worden, wurde die Live-Berichterstattung des SCOTUSblogs (SCOTUS steht für Supreme Court Of The United States) für viele zur vertrauenswürdigsten Nachrichtenquelle. Das ging sogar soweit, dass der Kongresssender C‑SPAN einfach den Live-Blog live ins Fernsehen zu übertragen begann.

    Tom Goldstein vom SCOTUSblog hat nun ein akribisches Protokoll jener entscheidenden Minuten der Urteilsverkündung aufgeschrieben, das einen lesenswerten Einblick in die Berichterstattungspraxis bei angekündigten Nachrichtenereignissen bietet. Am Ende seiner Schilderungen reflektiert Goldstein über den journalistischen Beitrag von spezialisierten Blogs wie SCOTUSblog im Allgemeinen (meine Übersetzung):

    Hinsichtlich des Blogs habe ich das Gefühl gezeigt zu haben, dass ein spezialisierter „Vertical“ – ein tiefgehendes Team mit fokussierter Expertise – einen Beitrag zur Berichterstattung liefern kann. Wir haben den klassischen Medien und dem Weißen Haus geholfen, und wir haben Informationen direkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir haben auch Hacker überlebt, uns an eine rekordverdächtige Zahl von Besuchern angepasst und wir hatten die Chance über eine der dynamischsten Entscheidungen der jüngeren Vergangenheit zu berichten. Und wir hatten einen geile Zeit dabei.

    Im Artikel verlinkt sind außerdem Schmankerl wie das Video der konservativen Abgeordneten Jean Schmidt, die vor dem Gebäude des Höchstgerichts vor Freude ausflippt, weil sie via Telefon die Nachricht erhalten hat, die Versicherungspflicht sei verfassungswidrig.

    10. Juli 2012