DBJR
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: Bundesjugendring fordert Tracking-Verbot von Minderjährigen
35 Millionen Menschen nutzen WhatsApp alleine in Deutschland. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-BY-NC-ND 2.0</a> <a href0"https://www.flickr.com/photos/captain_die/7697183522/sizes/l">Alexander Rentsch</a> : Bundesjugendring fordert Tracking-Verbot von Minderjährigen Personenbezogene Daten von Kindern und Jugendlichen sollen nicht kommerziell verwertet werden dürfen. Diese Forderung hat jüngst der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) im Rahmen seiner 89. Vollversammlung beschlossen. Zur Begründung heißt es in dem Beschluss:
Als junge Menschen sind wir vor der Auswertung unserer Daten – und das heißt an dieser Stelle unseres Lebens – besonders zu schützen. Weil die Lebensphase Jugend sich auszeichnen muss durch freie Persönlichkeitsentfaltung, durch Freiräume von Konsequenzen und Verzweckung.
In dem Grundsatzbeschluss zu informationeller Selbstbestimmung im Zeitalter von Big Data spricht sich der DBJR auch gegen anlasslose staatliche Massenüberwachung und für echten Schutz von Privatsphäre im Bereich elektronischer Kommunikation durch eine wirksame Reform der ePrivacy-Richtlinie aus. Der Bundesjugendring ist der Zusammenschluss der parteiunabhängigen politischen Jugendverbände in Deutschland und versteht sich als gemeinsame Vertretung für Interessen und Teilhabe junger Menschen. Der Beschluss enthält auch eine Selbstverpflichtung der Jugendverbände, sich künftig für Datensparsamkeit und das Recht auf informationelle Selbstbestimmug starkzumachen, emanzipatorische Digital- und Medienbildung zu fördern und beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.
Offenlegung: Der Autor wirkt ehrenamtlich in einer Projektgruppe des DBJR mit, die den Beschluss in Teilen mit vorbereitet hat.