Schlagwörter: Databroker Files, Datenhandel, ADINT
Mithilfe von ADINT wird die eigentlich für zielgerichtete Werbung gebaute, technologische Infrastruktur zur Überwachung genutzt. Möglich ist sowohl Massenüberwachung als auch die gezielte Überwachung von einzelnen Personen.
Die Abkürzung ADINT steht für „advertising-based intelligence“, auf Deutsch: werbebasierte Erkenntnisse. Es geht um Informationen über Menschen, die sich durch das Ökosystem für gezielte Online-Werbung gewinnen lassen. Dazu gehören etwa Standorte, Gerätedaten, Vorlieben oder Eigenschaften von Zielpersonen.
Möglich ist diese Art der Überwachung unter anderem durch die Mobile Advertising ID (kurz: MAID). Das ist eine einzigartige Kennziffer, durch die einzelne Geräte wie Handys für Werbetreibende eindeutig erkennbar sind. Wer etwa ein typisches Apple- oder Android-Handy besitzt, hat eine solche MAID.
Der Begriff „ADINT“ entstand in Anlehnung an ähnliche Begriffe, die auch Geheimdienste verwenden, etwa SIGINT (Signals Intelligence: Erkenntnisse durch das Abfangen von Signalen wie z.B. Telefonate) oder HUMINT (Human Intelligence: Erkenntnisse durch Kontakt mit Menschen z.B. Befragungen).
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Databroker Files: Neuer Datensatz enthüllt 40.000 Apps hinter Standort-Tracking
Abgesaugt. (Symbolbild) Databroker Files: Neuer Datensatz enthüllt 40.000 Apps hinter Standort-Tracking 380 Millionen Standortdaten aus 137 Ländern: Ein bislang unbekannter Datensatz zeigt so umfangreich wie nie zuvor Gefahren des globalen Datenhandels. 40.000 Apps sind betroffen, darunter queere Dating-Apps. Mit alarmierender Genauigkeit geortet wurden Nutzer*innen von Wetter Online, Focus Online und Kleinanzeigen.
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Gigantisches Daten-Leak droht: Hacker wollen Bestände von US-Databroker veröffentlichen
Standortdaten in freier Wildbahn. (Symbolbild) Gigantisches Daten-Leak droht: Hacker wollen Bestände von US-Databroker veröffentlichen Einer der bekanntesten US-Databroker wurde offenbar Ziel eines Hackerangriffs: Gravy Analytics. Es geht um gigantische Mengen von Standortdaten, gesammelt durch populäre Handy-Apps. Erste Ausschnitte der erbeuteten Daten halten Fachleute für authentisch.
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Millarden Datensätze abgegriffen: US-Behörde geht gegen Databroker vor
FTC-Vorsitzende Lina Khan Millarden Datensätze abgegriffen: US-Behörde geht gegen Databroker vor In den USA gehen Behörden streng gegen zwei Datenhändler vor. Die Entscheidung könnte weitreichende Folgen für die Branche und für den Schutz von US-Amerikaner:innen haben. Menschen in der EU hingegen bleiben aufgrund der Untätigkeit von Politik und Datenschutzbehörden weitgehend ungeschützt.
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Databroker Files: Datenhandel ist Gift
Unbekömmlich. (Die Daten auf dieser Grafik sind zufällig generiert und illustrativ.) Databroker Files: Datenhandel ist Gift Es geht beim Handel mit unseren persönlichen Daten längst nicht mehr nur darum, wer daran verdient. Es geht um konkrete Gefahren – für Nutzer:innen und Staaten gleichermaßen. Das zeigt unsere Recherche gemeinsam mit BR und WIRED. Zeit, den Datenhandel als das zu behandeln, was er ist. Ein Kommentar.
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Databroker Files: Wie Datenhändler NATO und US-Militär bloßstellen
Anvisiert. Databroker Files: Wie Datenhändler NATO und US-Militär bloßstellen Die wichtigsten Stützpunkte von US-Militär und NATO in Deutschland lassen sich durch Handy-Standortdaten ausspähen, offen verkauft durch Datenhändler. Eine gemeinsame Recherche von WIRED, netzpolitik.org und BR zeigt, wie Verantwortliche das Problem seit Jahren nicht in den Griff bekommen.
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Freedom on the Net 2024: So frei ist das Internet im internationalen Vergleich
Die NGO Freedom House evaluiert jährlich die Internet-Freiheit auf der Welt - dieses Jahr in 72 Ländern. Grün steht für frei, Gelb teilweise frei und Lila unfrei. Freedom on the Net 2024: So frei ist das Internet im internationalen Vergleich Die Freiheit im Internet geht global weiter bergab. Das zeigt der neue Freedom on the Net Report der NGO Freedom House. China und Myanmar führen die Negativliste an, während Island wieder ganz oben steht. Deutschland hält seinen guten Score, doch ob das so weiter geht, ist fraglich.
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Locate X: Die verstörend leichte Massenüberwachung mit Standortdaten
Bewegungen von Handys sind Bewegungen von Menschen. Locate X: Die verstörend leichte Massenüberwachung mit Standortdaten Mit kommerziellen Überwachungstools lassen sich die Bewegungen von Abermillionen Handys verfolgen. Möglich ist das durch Standortdaten aus der Werbeindustrie. Nun konnten Datenschutz-Fachleute ein solches Tool selbst in die Finger bekommen – und das ohne große Hürden.
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In eigener Sache: netzpolitik.org holt zwei Grimme Online Awards
Serafin Dinges nimmt für netzpolitik.org den Grimme Online Award für den Podcast "Systemeinstellungen" entgegen. In eigener Sache: netzpolitik.org holt zwei Grimme Online Awards Das Team von netzpolitik.org freut sich über gleich zwei Grimme Online Awards in diesem Jahr. Ausgezeichnet wurden der Doku-Podcast „Systemeinstellungen“ und die Recherche zu den „Databroker Files“, die in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk entstand.
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Systemeinstellungen: Ein Update mit erfreulichen Nachrichten!
netzpolitik.org hat einen neuen Doku-Podcast. Sieben Folgen, ab dem 10. Mai. Systemeinstellungen: Ein Update mit erfreulichen Nachrichten! Wir sind gleich doppelt für den Grimme Online Award nominiert. Einmal mit unserem Doku-Podcast Systemeinstellungen und noch mal mit den Recherchen zu den Databroker Files. Wenn euch unsere Arbeit gefällt, könnt ihr beim Publikumspreis für uns abstimmen.
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Beobachtet. Werbe-IDs damals und heute: Wer nicht aufpasst, wird getrackt Tracking-Firmen können verfolgen, was wir mit unseren Handys tun, und zwar durch individuelle Werbe-IDs. In den letzten 15 Jahren haben Apple und Google immer wieder Privacy-Funktionen für iOS und Android ergänzt. Doch nach wie vor behält das Tracking die Oberhand. Eine Historie.
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#283 Off The Record: So lief die Recherche zu den Databroker Files
Geschafft. (Die Daten auf dieser Grafik sind zufällig generiert und illustrativ.) #283 Off The Record: So lief die Recherche zu den Databroker Files 3,6 Milliarden Standortdaten von Handys aus Deutschland: Damit begannen unsere Recherchen zu den Databroker Files. Im Podcast berichten Sebastian und Ingo, wie sie an die Daten kamen, wie die Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk ablief und wie das Team mit den sensiblen Daten umging.
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Databroker Files: Abgeordnete kritisieren Staatsgeld für Datenmarktplatz
Investiert. Databroker Files: Abgeordnete kritisieren Staatsgeld für Datenmarktplatz Ein zu großen Teilen staatlich finanzierter Fonds hat Anteile an der Datarade GmbH – jenem Marktplatz für Datenhändler, der in diesem Jahr schon drei Mal eine Rolle bei Datenschutz-Skandalen spielte. Jetzt fordern Bundestagsabgeordnete von SPD, CDU, Grünen und Linke Konsequenzen.
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Databroker Files: Datarade – geschickte Geschäfte im Graubereich
Vermittelt. (Das Standortdaten-Angebot von Datastream ist derzeit nicht via Datarade verfügbar.) Databroker Files: Datarade – geschickte Geschäfte im Graubereich Der Berliner Online-Marktplatz Datarade macht international Schlagzeilen, weil Händler dort Standortdaten von Millionen Menschen anbieten. Gefördert mit teils öffentlichem Geld mischt das Start-up in einem globalen Geschäft mit, das die öffentliche Sicherheit gefährdet.
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Databroker: Belgian data marketplace publishes passport data of thousands of people
Shopping spree on the data market: Databroker was a place where you could fill your cart with, for example, passport data of people who had no idea it was happening. Databroker: Belgian data marketplace publishes passport data of thousands of people For weeks, the personal data of thousands of people was openly available on a data marketplace. It was only after we had alerted the Belgian company that they took the data offline. People from several countries were at high risk of data misuse and fraud.
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Databroker Files: US-Senator schaltet Pentagon ein; Bundesministerium fordert EU-Gesetze
Bundesministerin Stefanie Lemke (Grüne), EU-Abgeordnete Katarina Barley (SPD), US-Senator Ron Wyden (Demokraten) Databroker Files: US-Senator schaltet Pentagon ein; Bundesministerium fordert EU-Gesetze Politik und Behörden reagieren auf unsere Recherchen mit dem BR zum Handel mit Standortdaten. Ein US-Senator schaltet das Pentagon ein, das Verbraucherschutzministerium fordert EU-Gesetze. Und eine Rechtsanwältin sagt: Schon jetzt könnten sich Händler und Käufer*innen strafbar machen.
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Databroker Files: ADINT – gefährliche Spionage per Online-Werbung
Überwacht. Databroker Files: ADINT – gefährliche Spionage per Online-Werbung Die Technologie hinter Online-Werbung lässt sich für Überwachung und Spionage missbrauchen. Um diese Risiken sichtbar zu machen, prägten Forschende vor sieben Jahren den Begriff ADINT. Unsere jüngsten Recherchen mit dem BR zeigen: Ihre Warnungen waren berechtigt, die Gefahr wird noch immer unterschätzt.
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Databroker: Belgischer Datenmarktplatz veröffentlicht Passdaten von Tausenden im Netz
Shoppingtour auf dem Datenmarkt: Auf Databroker konnte man seinen Karren vollmachen, zum Beispiel mit Passdaten von Personen, die davon gar nichts wussten. Databroker: Belgischer Datenmarktplatz veröffentlicht Passdaten von Tausenden im Netz Auf einem Datenmarktplatz standen wochenlang Passdaten von Tausenden Personen offen im Netz. Erst lange nach unseren Hinweisen nahm das belgische Unternehmen die Daten offline. Menschen aus mehreren Ländern waren einem hohen Risiko für Datenmissbrauch und Betrug ausgesetzt.
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Databroker Files: Firma verschleudert 3,6 Milliarden Standorte von Menschen in Deutschland
Getrackt. (Die Daten auf dieser Grafik sind zufällig generiert und illustrativ.) Databroker Files: Firma verschleudert 3,6 Milliarden Standorte von Menschen in Deutschland Datenhändler verbreiten die Standorte von Menschen in Deutschland – teils sogar kostenlos, wie Recherchen von netzpolitik.org und BR zeigen. Ein Datensatz mit 3,6 Milliarden Einträgen offenbart genaue Bewegungsprofile und eine neue Dimension der Massenüberwachung.
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Databroker Files: So stoppt man das Standort-Tracking am Handy
Gekappt. (Die Daten auf dieser Grafik sind zufällig generiert und illustrativ.) Databroker Files: So stoppt man das Standort-Tracking am Handy Telefone von Millionen Menschen in Deutschland verraten der Werbeindustrie genau, wo sie sich gerade aufhalten. Bei unserer Recherche mit BR fanden wir massenhaft Bewegungsprofile von nichts ahnenden Nutzer*innen, erfasst von Handy-Apps. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das stoppen.
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Databroker Files: Die große Datenhändler-Recherche im Überblick
Geortet. (Die Daten auf dieser Grafik sind zufällig generiert und illustrativ.) Databroker Files: Die große Datenhändler-Recherche im Überblick Der unkontrollierte Datenhandel der Online-Werbeindustrie ist eine Gefahr für den Datenschutz von Abermillionen Menschen und für die nationale Sicherheit Deutschlands. Das zeigen Recherchen von netzpolitik.org und dem Bayerischen Rundfunk. Die Databroker Files im Überblick.